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Sprüche über Kritik

207 Sprüche — Seite 2

Kritik gehört zu den empfindlichsten Formen menschlicher Auseinandersetzung. Sie kann verletzen, korrigieren, schärfen oder befreien, je nachdem, ob sie aus Überheblichkeit oder aus Wahrheitsliebe kommt. Deshalb ist dieses Thema für Lernen, Beziehungen und Selbstprüfung von besonderer Bedeutung.

Ihr Wert liegt nicht im Tadeln um des Tadels willen, sondern in der ehrlichen Klärung dessen, was verbessert werden kann. Gute Kritik verlangt Maß, Fairness und die Bereitschaft, auch die eigene Perspektive nicht für unfehlbar zu halten.

  1. Das Zerreden ist hundertfach bösartiger und gefährlicher als das Verschweigen.

    Stanislaw Brzozowski

  2. Ich bin bis heute dem Mann noch nicht begegnet, wie berühmt er auch sein mochte, der nicht nach einer Anerkennung besser und einsatzfreudiger gearbeitet hatte als nach einem Tadel.

    Charles M. Schwab

  3. Glaube nicht an eine Freundschaft, die ein offenes Wort des Tadels nicht verträgt: Sie sucht in deiner Liebe nur ein Spielzeug für ihre Eitelkeit

    Meta von Salis

  4. Wer mich ins Gesicht beschimpft, kann doch ein ehrbarer Mann und mein Freund sein.

  5. Ehe man tadelt, sollte man immer erst versuchen, ob man nicht entschuldigen kann.

    Georg Christoph Lichtenberg

  6. Es gibt Menschen, die sich immer angegriffen fühlen, wenn jemand eine Wahrheit ausspricht.

    Christian Morgenstern

  7. So schlecht ein Mann auch über die Frauen denken mag, es gibt doch keine Frau, die über diesen Gegenstand nicht noch schlechter dächte als er.

    Nicolas Chamfort

  8. Ein Blick der Liebe und ein Wort der Ermunterung erreichen mehr als viele Vorwürfe.

    Don Bosco

  9. Am meisten ist und wahrsten der mein Freund, der warm, nicht heiß, das Gute, das ich habe, und streng nicht, doch genau den Fehl auch sieht.

    Friedrich Gottlieb Klopstock

  10. Wenn du die Menschen verurteilst, hast du keine Zeit, sie zu lieben.

    Mutter Theresa

  11. Behüte uns Gott vor den schlimmsten Menschen, die es gibt, den Korrekten.

    Paul de Lagarde

  12. Wir müssen es riskieren, anfechtbare Dinge zu sagen, wenn dadurch lebenswichtige Fragen aufgerührt werden.

  13. Den Lasterhaften tadelt oft, wer ihn beneidet

    Wilhelm Busch

  14. Über den Einwand eines Gescheiten lässt sich streiten; über der Entgegnung eines Dummen muß man verstummen.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  15. Sprich nie verächtlich über die Gesellschaft! Nur wem es nicht gelingt hineinzukommen, spottet darüber.

    Oscar Wilde

  16. Es gibt Worte, die gehen in den Kopf wie Splitter ins Fleisch: Man merkt es nicht. Erst nach einer Weile fangen sie an zu schmerzen und zu eitern, und oft hat man seine liebe Not, ehe man sie wieder r …

    Jeremias Gotthelf

  17. Etwas sollen wir unseren so genannten guten Freunden immer abzulernen suchen - ihre Scharfsichtigkeit für unsere Fehler.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  18. Es gibt Verse in unserer neuen deutschen Literatur, die selbst dann noch nicht entschuldigt wären, wenn es in den zehn Geboten hieße: Du sollst Verse machen.

    Christian Friedrich Hebbel

  19. Die Pflicht zum Widerspruch ist im Gehalt inbegriffen.

    Theodor Heuss

  20. Der Glaube ist nimmermehr stärker und herrlicher, denn wenn die Trübsal und Anfechtung am größten ist

    Martin Luther

  21. Erst gegen Ende unseres Lebens müssen wir uns eingestehen, dass uns die am meisten genützt haben, die uns die größten Hindernisse in den Weg gelegt haben.

    Carl Ludwig Schleich

  22. Das Ziel des Künstlers ist die Erschaffung des Schönen. Was das Schöne ist, ist eine andere Frage

    James Joyce

  23. Wenn es Dir gelingt, über Dich selbst Gericht zu sitzen, dann bist Du ein wirklicher Weiser.

    Antoine de Saint-Exupéry

  24. Man ist in dem Maße zur Freiheit reif, als man zur Selbstkritik fähig ist.

    Martin Kessel

  25. Das harte Wort schmerzt immer, sei's auch ganz gerecht.

    Sophokles

  26. Liebe deine Feinde, denn sie sagen dir deine Fehler.

    Benjamin Franklin

  27. Betrachte denjenigen, der deine Fehler aufdeckt, als jemanden, der dir etwas von einem verborgenen Schatz zeigt.

  28. Das Vergnügen, recht zu behalten, wäre unvollständig ohne das Vergnügen, andere ins Unrecht zu setzen.

    Voltaire

  29. Es ist leicht, ein Werk zu kritisieren, aber es ist schwer, es zu würdigen.

    Marquis de Vauvenargues

  30. Mit Offenheit verschließt man sich leicht alle Türen.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  31. Gegner glauben uns zu widerlegen, wenn sie ihre Meinung wiederholen und auf unsere nicht achten

    Johann Wolfgang von Goethe

  32. Man muss einen Fehler mit Anmut rügen, und mit Würde bekennen.

    Friedrich von Schiller

  33. Nur wer das Herz hat zu helfen, hat das Recht zu kritisieren.

    Abraham Lincoln

  34. Zwei Rechte sind in der Erklärung der Menschenrechte vergessen worden: das Recht, sich zu widersprechen, und das Recht wegzugehen.

    Charles Baudelaire

  35. Ein Kritiker ist jemand, der zum Nörgeln neigt.

    Samuel Johnson

  36. Gut auseinandersetzen hilft zum guten Zusammensitzen.

    Emil Gött

  37. Ein Nörgler hat nur einen natürlichen Gegner: sich selbst.

  38. Eine kleine Rebellion ab und zu ist eine gute Sache und ebenso notwendig in der politischen Welt wie Stürme in der Physischen

    Thomas Jefferson

  39. Die Sprache wurde dem Menschen gegeben, um zu widersprechen

    Karel Capek

  40. Pöbel nennen wir eine Ansammlung von Menschen - wenn sie anderer Meinung sind als wir. Teilt dieser Pöbel jedoch unsere Anschauungen, dann sagen wir: Hinter uns steht der aufgeklärte Teil der öf …

    Kazimierz Bartoszewicz

  41. Die Kritik ist eine Steuer, die der Neid dem Talent auferlegt.

    Francois G. de Levis

  42. Wir tadeln an anderen nur die Fehler, von denen wir keinen Nutzen ziehen.

    Alexandre Dumas

  43. Das harte Wort schmerzt immer, sei's noch so gerecht.

    Sophokles

  44. Jede neue Idee, die man vorbringt, muss auf Widerstand stoßen. Der Widerstand beweist übrigens nicht, dass die Idee richtig ist.

    André Gide

  45. Wenn jemand bescheiden bleibt, nicht beim Lobe, sondern beim Tadel, dann ist er's.

    Jean Paul

  46. Wer sich gar zu leicht bereit findet, seine Fehler einzusehen, ist selten der Besserung fähig

    Marie von Ebner-Eschenbach

  47. Nicht Sieg sollte der Sinn der Diskussion sein, sondern Gewinn

    Joseph Joubert

  48. Um Kritik wirklich zum Schweigen zu bringen, muss man sterben.

  49. Um anderer Leute Fehler zu sehen, verwandeln manche Menschen ihre Augen in Mikroskope

    Georg Christoph Lichtenberg

  50. Jeder ist überzeugt, er könne Bücher kritisieren, nur weil er lesen und schreiben gelernt hat.

    William Somerset Maugham

  51. Im Schlechtesten der Menschen steckt noch so viel Gutes und im Besten noch so viel Böses, dass keiner befugt ist, zu urteilen und zu verurteilen.

    Robert Louis Stevenson

  52. Sie können es nicht allen recht machen. Lassen Sie sich durch Kritik nicht beeinflussen. Sie sollten nicht Ihre Nachbarn die Maßstäbe für Sie setzen lassen.

    Robert Louis Stevenson

  53. Ich scheue Kritik, die nur verletzt, ohne zu bessern und halte die meinige nicht einmal für berechtigt. Zuerst muss man wissen, dann erst fragt sich, ob man besser wisse.

    Alexander von Villers

  54. Moralische Entrüstung ist Eifersucht mit einem Heiligenschein

    Herbert George Wells

  55. Es ist gar viel leichter, ein Ding zu tadeln als es selbst zu erfinden.

    Albrecht Dürer

  56. Die Kritik ist leicht, die Kunst ist schwer.

    Philippe Destouches

  57. Die Kinder sind unsere Richter von morgen, sind die Kritiker unserer Anschauungen und Taten, sind die Menschen, die in die Welt hinausgehen, um durch ihre Arbeit neue Lebensformen zu schaffen.

    Maxim Gorki

  58. Liebe ist Verzicht auf Widerstand, und Widerstand ist das Grundprinzip des Geistes. Deshalb vertragen sich Geist und Liebe so schlecht.

    Otto Flake

  59. Wenn du friedlich leben willst, darfst du niemandem widersprechen.

  60. Wer hier zu viel Kritik übt, geht einer grossen Vergangenheit entgegen.