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Sprüche über Gerechtigkeit

217 Sprüche — Seite 2

Kaum ein Begriff wird so oft beschworen und so schwer eingelöst wie die Gerechtigkeit. Sie betrifft Verteilung, Urteil, Anerkennung und die tiefe menschliche Erwartung, dass Maßstäbe nicht bloß nach Macht, sondern nach Recht und Würde gesetzt werden. Darum gehört dieses Thema zu den großen moralischen Fragen jeder Gemeinschaft.

Ihre Schwierigkeit liegt darin, dass Gerechtigkeit mehr verlangt als bloße Regelanwendung. Sie braucht Gewissen, Augenmaß und den ernsthaften Willen, dem Einzelnen und dem Ganzen zugleich gerecht zu werden.

  1. Man sieht den Splitter im fremden Auge, im eignen den Balken nicht.

  2. Lieber Land und Leut verloren als einen falschen Eid geschworen

  3. Armut ist nicht von Gott geschaffen worden, sie ist Menschenwerk. Wir können die Armut nur beseitigen, wenn wir bereit sind zu teilen.

    Mutter Theresa

  4. Jede Gesellschaft bekommt die Revolution, die sie verdient

    Michail Bakunin

  5. Die Tugend ist bei einigen Furcht vor der Gerechtigkeit, bei vielen Schwäche, bei anderen Berechnung

    Gerard de Nerval

  6. Deine Seelenruhe lässt sich stören durch des Pöbels Stimme, die nie recht urteilt, nie die Dinge bei ihrem rechten Namen nennt?

    Francesco Petrarca

  7. Nur der Mensch, der wahrhaft mit sich selbst ist, vermag es auch gegen andere zu sein.

    Graf Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau

  8. Frieden und Gerechtigkeit sind zwei Seiten der gleichen Münze

    Dwight "Ike" David Eisenhower

  9. Der Eckstein der Gerechtigkeit ist die Gleichheit vor dem Gesetz

    Robert Bosch

  10. Der ungerechteste Frieden ist immer noch besser als der gerechteste Krieg

    Marcus Tullius Cicero

  11. Gleichheit beginnt im Grabe

  12. Gewissen ist das Bewußtsein eines inneren Gerichtshofes im Menschen

    Immanuel Kant

  13. Was sind Staaten anderes als große Räuberbanden, wenn es in ihnen keine Gerechtigkeit gibt.

    Augustinus

  14. Je weiter das Gesichtsfeld, desto mehr Möglichkeiten zu gerechtem Verstehen

    Elsa Brändström

  15. Eigentlich ist es nur des Menschen, gerecht zu sein und Gerechtigkeit zu üben; denn die Götter lassen alle gewähren: Ihre Sonne scheint über Gerechte und Ungerechte.

    Johann Wolfgang von Goethe

  16. Im Recht zu sein, kann vor Gericht zum entscheidenden Nachteil werden

    Heinrich von Kleist

  17. Wenn die Gegenwart über die Vergangenheit zu Gericht zu sitzen versucht, wird sie die Zukunft verlieren.

    Winston Churchill

  18. Der Kompromiß ist ein guter Regenschirm, aber kein Dach.

    James Russell Lowell

  19. Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  20. Ein korrupter Minister ist nicht treu, ein treuer Minister ist nicht korrupt.

  21. Es ist höchste Weisheit, an einen Gott zu glauben, der straft und belohnt

    Voltaire

  22. Wenn wir gerecht gegen unsere Feinde sind, so ist das meistens ein Beweis, dass sie nicht die Stelle getroffen haben, wo wir verwundbar sind.

    Daniel Spitzer

  23. Der Mensch ist nicht nach dem zu beurteilen, was er weiß, sondern nach dem, was er liebt

    Augustinus

  24. "Die Tugend in die Mitte", sagte der Teufel und setzte sich zwischen zwei Juristen.

  25. Advokaten und Soldaten sind des Teufels Spielkameraden.

  26. Kleine Diebe hängt man an den Galgen, die großen an goldene Ketten

  27. Gerechtigkeit entspringt dem Neide, denn ihr oberster Satz ist: Allen das gleiche.

    Walter Rathenau

  28. Erst wenn man das Gute eines Dinges eingesehen hat, ist man berechtigt, ein Urteil über das Schlechte zu sprechen

    Friedrich von Schiller

  29. Ein kleiner Dieb an Galgen muss, von großen nimmt man Pfenningsbuß

  30. Jede Wahrheit hat zwei Seiten. Wir sollten uns beide anschauen, bevor wir uns für die eine entscheiden.

    Aesop

  31. Wenn es Dir gelingt, über Dich selbst Gericht zu sitzen, dann bist Du ein wirklicher Weiser.

    Antoine de Saint-Exupéry

  32. Richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden.

  33. Man müsste Gott selber sein, um Erfolge und Misserfolge unterscheiden zu können.

    Anton Tschechow

  34. Sind wir normale Menschen, verhalten wir uns zu allen gleich, dann braucht man keine künstlich geschaffene Solidarität.

    Anton Tschechow

  35. Monarchie ist das einzige System, in dem die Macht zum Wohl aller ausgeübt wird

    Aristoteles

  36. Es geht eine große und ewige Schönheit durch die ganze Welt, und diese ist gerecht über den kleinen und großen Dingen verstreut.

    Rainer Maria Rilke

  37. Die Welt ist kein Machwerk, und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig

    Arthur Schopenhauer

  38. Das harte Wort schmerzt immer, sei's auch ganz gerecht.

    Sophokles

  39. In jener Stadt lebt man am besten, in der sich die Bürger, denen kein Unrecht zugestoßen ist, genauso wie die ungerecht behandelten Bewohner bemühen, einen Übeltäter zu bestrafen.

    Solon

  40. Selbst der ehrlichste Richter vermag in Familienahngelegenheiten kein Urteil zu fällen.

  41. Der Gerechte ist am wenigsten zu erschüttern; der Ungerechte ist von höchster Erschütterung durchdrungen.

    Epikur

  42. Nichts erhält die Gesetze so wirksam wie ihre Anwendung gegen hochgestellte Personen.

    Tacitus

  43. Gerechtigkeit ist vorübergehend, aber das Gewissen ist ewig.

    Martin Luther

  44. Nicht alle können dichten, doch wollen alle richten

  45. Demokratie ist ein Regierungssystem, in dem die Stimmen gezählt und nicht gewogen werden.

    Aristoteles

  46. In den Gerichtshöfen sollen die Gesetze sprechen und der Herrscher schweigen.

    Friedrich der Große

  47. Intuition ist der eigenartige Instinkt, der einer Frau sagt, dass sie Recht hat, gleichgültig, ob das stimmt oder nicht.

    Oscar Wilde

  48. Auf der Gerechtigkeit beruht alle Ordnung. Es gibt aber nicht zweierlei Gerechtigkeit auf Erden, eine nach unten und eine andere nach oben.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  49. Einer, dessen Herz von Eifersucht verzehrt wird, ist niemals gerecht.

    George Sand

  50. Um anderen gegenüber gerecht sein zu können, muss man sich selbst gegenüber ehrlich sein

    Jean-Baptiste Rousseau

  51. Der Mensch wird nicht für seine Sünden bestraft, sondern durch sie

    Elbert Green Hubbard

  52. Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein, um sicher Unrecht zu tun, muss man die Rechte studiert haben.

    Georg Christoph Lichtenberg

  53. Ein gerechtes Urteil findet nur, wer sich öffentlich berät.

  54. Gott will uns nicht durch eigene, sondern durch fremde Gerechtigkeit und Weisheit selig machen, durch eine Gerechtigkeit, die nicht aus uns kommt und aus uns wächst, sondern von anderswoher zu uns …

    Martin Luther

  55. Eine gerechte Sache kennt kein Zurück.

  56. Der Mensch muß das Recht suchen und das Glück kommen lassen

    Johann Heinrich Pestalozzi

  57. Im Grund hat der Mensch nur zwei Probleme, nämlich, mit sich und anderen richtig umzugehen.

    Nikolaus B. Enkelmann

  58. Um uns für unsere Faulheit zu bestrafen, gibt es außer unserem Misserfolg immer noch die Erfolge der anderen.

    Jules Renard

  59. Wünsche nie etwas, was durch Mauern oder Vorhänge verborgen werden müsste.

    Mark Aurel

  60. Das harte Wort schmerzt immer, sei's noch so gerecht.

    Sophokles