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Sprüche über Emotion

322 Sprüche — Seite 5

Was den Menschen erschüttert, trägt, anzieht oder abstößt, zeigt sich in der Welt der Emotion. Sie verleiht Erfahrungen ihre Färbung, verbindet Körper und Seele und macht deutlich, dass Leben nie nur aus Gedanken besteht. Deshalb besitzt dieses Thema eine zentrale Stellung im menschlichen Dasein.

In Gefühlen offenbart sich oft schneller als im Denken, was wirklich bedeutsam ist. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie sehr Emotionen Erkenntnis, Beziehung und Entscheidung prägen und warum sie nicht verdrängt, sondern verstanden werden wollen.

  1. Der Geschmack des Todes ist auf meiner Zunge, ich fühle etwas, das nicht von dieser Welt ist.

    Wolfgang Amadeus Mozart

  2. Führung ohne Rücksicht auf Emotionen ist wie Segeln ohne Rücksicht auf den Wind

    Rainer Karius

  3. Mit Gewalt lässt sich nichts Positives schaffen. Dazu bedarf es der Liebe.

  4. Einem Dieb ist immer ängstlich zumute.

  5. Wie viele Kinder wachsen so auf, gut gepflegt, gut versorgt und gefüttert, alle schön regelmäßig, nur keine Gefühle, nur keine Weichheit und kein Überschwang.

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  6. Es ist nicht kalt, wenn es schneit, es ist nur kalt, wenn es taut.

  7. Der herbste Tadel lässt sich ertragen, wenn man fühlt, dass derjenige, der tadelt, lieber loben würde.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  8. Es gibt nur sittliche Unterschiede unter den Menschen, und jemand, der Höheres fühlt, muss Höheres leisten.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  9. Die reichste Empfindung des Lebens liegt im Atmen.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  10. Wirkliche Schönheit kann ohne Güte nicht existieren; denn es sind nicht die Züge allein, sondern es ist der Ausdruck, der den Zügen ihren übernatürlichen Reiz gibt

    August Strindberg

  11. Ich habe was zu sinnen, ich hab, was mich beglückt, in allen meinen Sinnen bin ich von ihr entzückt.

    Achim von Arnim

  12. Nur im Unglück empfinden wir recht vollkommen all die großen Eigenschaften, die nötig sind, um es zu ertragen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  13. Des Menschen Gemüt ist sein Geschick.

    Ferdinand Lassalle

  14. Schönheit ist Gesetzmäßigkeit. Schönheit erscheint, solange die Gesetzmäßigkeit empfunden wird. Sie schwindet, wenn unsere Sinne die Gesetzmäßigkeit nicht mehr erkennen.

    Walter Rathenau

  15. Vernunft und Gefühl sind die Sonne und der Mond am moralischen Firnament. Immer nur in der heißen Sonne würden wir verbrennen; immer nur im kühlen Mond würden wir erstarren.

    Friedrich Maximilian von Klinger

  16. Warum hat Gott den Menschen das Gefühl der Schamhaftigkeit eingeflößt? Damit der Schneider leben kann.

    Georg Büchner

  17. Andere Leute sind hungrig, aber ein Künstlergemüt ist ewig durstig.

    Franz Emanuel August Geibel

  18. Die Billardkugeln sind besser dran als die Menschen, die sich auch von allen möglichen Tölpeln und Lümmeln umherstoßen lassen müssen, aber mit Gefühl.

    Wilhelm Raabe

  19. Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell.

    Hans Christian Andersen

  20. Der Arzt verzweifelt nur dann, wenn der Kranke nicht mehr fühlt, dass er leidet.

    Johann Jakob Engel

  21. Not gibt Gefühl unserer Kraft, unseres Wertes.

    Johann Jakob Engel

  22. Die Tyrannei der Vernunft, vielleicht die eifrigste von allen, steht der Welt noch bevor. Feuer und Wasser sind nichts gegen das Übel, welches die Vernunft ohne Gefühl stiften wird.

    Johann Georg Adam Forster

  23. Wer begreift, was er fühlt, kann für sich handeln.

    Else Pannek

  24. Wer Gefühle zeigt, lebt aus sich heraus — intensiv und doch geschützt. Wer seine Gefühle nicht verdeutlichen kann, lebt in sich hinein, vor sich hin — wehrlos.

    Else Pannek

  25. Jedes Gefühl hat einen Namen. Nennt man es beim richtigen, kann man sich hineinfühlen, es erkennen, begreifen und lernen damit umzugehen.

    Else Pannek

  26. Stolz ist das Gefühl seines bestimmten Werts und durchaus lobenswert.

    Johann Gottfried Seume

  27. Die Ahnung ist des Herzens Licht.

    Carl Leberecht Immermann

  28. Musik ist die Stenografie des Gefühls

    Leo Tolstoi

  29. Man kann sich das Leben auch durch zu großen Ernst verscherzen

    Peter Sirius

  30. Die bittersten Vorwürfe sind die, die man uns nur fühlen lässt.

    Peter Sirius

  31. Freude liegt nicht in den Dingen. Sie liegt in uns selbst.

    Richard Wagner

  32. Es hasst nur jemand, der fühlt, dass er niemals ungeschehen, nicht existent machen wird, was passiert ist.

    Stanislaw Brzozowski

  33. Ich möchte so leben, dass ich sowohl mit den Händen als auch mit dem Gefühl und dem Verstand arbeite.

    Katherine Mansfield

  34. Allzu große Zartheit der Gefühle ist ein wahres Unglück.

    Karl Julius Weber

  35. Der Begriff Herz ist im Leben schlecht angesehen, indem man darunter das Weiche, Weibische, Sentimentale versteht und nicht das durch den Verstand richtig geleitete Gefühl.

    Ida Hahn - Hahn

  36. Es gibt keinen unerträglichen Schmerz. So lange er empfunden wird, wird er ertragen. Ist er wirklich unerträglich, so bricht er das Herz physisch oder moralisch.

    Richard Rothe

  37. Die Gefühle offenbaren sich um so weniger, je tiefer sie sind.

    Honoré de Balzac

  38. Worte von Glücklichen gesagt, dürftige Melodien. Doch Worte, von Schweigenden gefühlt, sind schön.

    Emily Elizabeth Dickinson

  39. Die Stimmung ist alles im menschlichen Leben. Sie macht aus Steinen Gold und macht aus Gold Steine.

    Heinrich Laube

  40. Alles, worauf es ankommt, ist, eins zu sein mit ihm; ein Geschöpf zu sein in seinem Haus, im Haus des Lebens.

    David Herbert Lawrence

  41. Die Menschen streben nach Dingen, die sie nicht brauchen, und vernachlässigen ihre wahren Segnungen: das Geschenk ihrer Sinne, die wir mit Fug und Recht unser eigen nennen können.

    Mary Wortley Montagu

  42. Unsere vorherrschende Stimmung hat mehr mit Erfolg oder Fehlschlag jedes Unternehmens zu tun als irgend etwas sonst.

    Prentice Mulford

  43. Mennschsein heißt sich minderwertig zu fühlen und nach Überlegenheit zu trachten.

    Alfred Adler

  44. Es ist ein liebes Gefühl, Gutes tun zu können um des Guten willen, ohne Dank.

    Felicitas Rose

  45. Lasst es euch nur inwendig gut gehen, so läuft das Auswendige von selber gut hinten nach.

    Hermann Stehr

  46. Lieben heißt, einander bedürfen, einander bedürfen, heißt noch nicht lieben.

    Otto Weiss

  47. Oft ist bei Konflikten der eine Teil formell im Recht, der andere bloß tatsächlich.

    Otto Weiss

  48. Sich unglücklich fühlen kann zur schlechten Angewohnheit werden.

    George Meredith

  49. Die nicht die Kleinheit großer Dinge in sich fühlen, die werden auch die Größe kleiner Dinge in anderen übersehen

    Okakura Kakuzo

  50. Die Kunst könnte eine Weltsprache sein, wären wir selbst in unseren Gefühlen universell.

    Okakura Kakuzo

  51. Von Zeit zu Zeit erweitert sich der Verstand eines Menschen durch eine neue Idee oder eine neue Empfindung und schrumpft nie wieder auf sein vorheriges Maß zurück.

    Oliver Wendell Holmes

  52. In der Politik ist das persönliche Gefühl, das uns die Menschen einflößen, ein schlechter Wegweiser.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  53. Ruhiges Selbstgefühl mindert in uns das Bedürfnis der Mitteilung.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  54. Unser Gefühl selbst ist nichts anderes als eine innere Musik immer währender Schwingung der Lebensnerven.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  55. Einsamkeit ist weiter nichts als eine Verdauung des Gefühls oder ein Schlaf des Lebens. Nun ist es gewiss schändlich, immer der Verdauung zu obliegen oder zu schlafen.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  56. Wer die Liebe nicht versteht, begreift weder den Hass noch den Zorn.

    Fanny Lewald

  57. Die Wirklichkeit des Lebens besteht nicht aus Gefühl, sondern aus Aktivität

    Simone Weil

  58. Die Menschen sind oft unfähig, sich in den Zustand eines anderen zu versetzen

    Simone Weil

  59. In der Tiefe ihres Gemütes verbirgt die Menschheit ihre Schätze.

    Rahel Varnhagen von Ense

  60. Pflanzendüfte sind wie Musik für unsere Sinne.