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Sprüche über Emotion

322 Sprüche — Seite 3

Was den Menschen erschüttert, trägt, anzieht oder abstößt, zeigt sich in der Welt der Emotion. Sie verleiht Erfahrungen ihre Färbung, verbindet Körper und Seele und macht deutlich, dass Leben nie nur aus Gedanken besteht. Deshalb besitzt dieses Thema eine zentrale Stellung im menschlichen Dasein.

In Gefühlen offenbart sich oft schneller als im Denken, was wirklich bedeutsam ist. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie sehr Emotionen Erkenntnis, Beziehung und Entscheidung prägen und warum sie nicht verdrängt, sondern verstanden werden wollen.

  1. Türme das Gefühl, das in deiner Brust lebt, wie einen Felsen empor: Halte dich daran und wanke nicht, und wenn Erde und Himmel unter dir und über dir zugrunde gingen!

    Heinrich von Kleist

  2. Es gibt Worte, die gehen in den Kopf wie Splitter ins Fleisch: Man merkt es nicht. Erst nach einer Weile fangen sie an zu schmerzen und zu eitern, und oft hat man seine liebe Not, ehe man sie wieder r …

    Jeremias Gotthelf

  3. Dankbarkeit ist nicht nur die größte aller Tugenden, sondern auch die Mutter von allen.

    Marcus Tullius Cicero

  4. Begegnungen, die deine Seele berühren, hinterlassen Spuren.

  5. Der brave Mensch grämt sich weit mehr über ein Unrecht, das er getan hat, als über ein solches, das ihm angetan wurde.

    Berthold Auerbach

  6. Hasse Menschen, liebe Menschen, aber sei ihnen gegenüber niemals gleichgültig!

    Rainer Haak

  7. Im Feingefühl hat das Herz Geist.

    Sully Prudhomme

  8. Zuhause sein! Wie sich der ganze Wirrwarr der Gefühle verliert und ordnet, wenn man aus dem Fremden heimkehrt in seine eigenen vier Wände. Nur zuhause ist der Mensch ganz.

    Jean Paul

  9. Die Stärke eines Gefühls erkennt man an den Opfern, die man dafür zu bringen bereit ist.

    John Galsworthy

  10. Dummheit, die man bei andern sieht, wirkt meist erhebend auf's Gemüt.

    Wilhelm Busch

  11. Güte steht über dem Gesetz.

  12. Jede Erinnerung ist gefärbt durch das jetzige So-Sein, also durch einen trügerischen Blickpunkt.

    Albert Einstein

  13. Liebe ist die Poesie der Sinne.

    Honoré de Balzac

  14. Was wir ein Leben nennen, ist für den ganzen ewigen inneren Menschen nur ein einziger Gedanke, ein unteilbares Gefühl.

    Friedrich von Schlegel

  15. An sich selbst muss der Mensch in Erfahrung bringen, wie dem anderen zumute ist.

    Wilhelm Raabe

  16. Krankheiten, besonders langwierige, sind Lehrjahre der Lebenskunst und der Gemütsbildung.

    Novalis

  17. Die Musik hat von allen Künsten den tiefsten Einfluß auf das Gemüt. Ein Gesetzgeber sollte sie deshalb am meisten unterstützen.

    Napoleon

  18. Misserfolg ist ein Gemütszustand.

    John Steinbeck

  19. Die richtige Entscheidung habe ich getroffen, wenn ich aufatme, mich gerade mache und frei fühle.

    Else Pannek

  20. Die Hälfte aller Fehler entsteht dadurch, dass wir denken sollten, wo wir fühlen, und dass wir fühlen sollten, wo wir denken.

    John Churton Collins

  21. Es gibt Dinge, die man nicht sagen kann, weil es keine Worte gibt, um sie zu sagen.

    Frederico Garcia Lorca

  22. Denke, was schön ist, und fühle, was schön ist.

    Paula Modersohn-Becker

  23. Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, dass man an seiner Stelle lügen würde.

    H. L. Mencken

  24. Das Gesicht verrät die Stimmung des Herzens.

    Dante Alighieri

  25. Was der Mensch im Innersten sein Leben lang empfindet, wahrnimmt, fühlt, denkt, begehrt - das erlebt ihm keiner nach.

    Ernst Thälmann

  26. Das Leben ist eine Komödie für den Denkenden und eine Tragödie für die, welche fühlen.

    Hippokrates von Kós

  27. Jedes schöne Gefühl hat seine Tränen.

    Ludwig Bechstein

  28. Man liest manches Buch mit einem Gefühl, als ob man dem Verfasser ein Almosen geben möchte.

    Christian Friedrich Hebbel

  29. Jeder Mensch hat es verdient, für einen anderen Menschen an erster Stelle zu stehen.

  30. Liebe, das ist Raum und Zeit, dem Herzen fühlbar gemacht.

    Marcel Proust

  31. Der Mensch ist das einzige Tier, das freundschaftlichen Verkehr mit seinen Opfern pflegen kann bis es sie verspeist.

    Samuel Butler

  32. Ist es nicht besser, aufzuhören zu leben, als zu leben, ohne etwas zu empfinden?

    Jean-Jacques Rousseau

  33. Nie ist das menschliche Gemüt heiterer gestimmt, als wenn es seine richtige Arbeit gefunden hat.

    Wilhelm von Humboldt

  34. Das wachsende Gefühl für Moral bei Frauen macht Ehen zu einer so hoffnungslosen, einseitigen Einrichtung.

    Oscar Wilde

  35. Beim Betrachten der Natur werden die Gefühle geboren.

  36. Ich fühle, dass Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen.

    Charles John Huffam Dickens

  37. Der ist nicht einsam, der noch Schmerzen fühlt.

    Ludwig Tieck

  38. Wir müssen nicht klagen, dass alles vergänglich sei. Das Vergänglichste, wenn es wahrhaft berührt, weckt in uns ein Unvergängliches.

    Christian Friedrich Hebbel

  39. Die Musik spricht nicht die Leidenschaft, die Liebe, die Sehnsucht dieses oder jenes Individuums in dieser oder jener Lage aus, sondern die Leidenschaft, die Liebe die Sehnsucht selbst.

    Richard Wagner

  40. Das Kleine in mir bewegt sich fort während, das ist solche Seligkeit. Ich möchte nur das fühlen. Mir ist manchmal, als wüsste ich alle Geheimnisse und könnte alles durchschaun, und es gäbe für mich ke …

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  41. Das ist die glücklichste Unterhaltung, wo es keinen Wettstreit gibt und keine Eitelkeit, wohl aber den sanften Austausch der Gefühle.

    Samuel Johnson

  42. Maß in Büchern, Gedanken und Stil üben auf den Geist denselben guten Eindruck aus, den ein ruhiges Antlitz auf unsere Augen und unsere Stimmung macht.

    Joseph Joubert

  43. Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden.

    Carl Spitteler

  44. Wo zwei zusammenstossen, siegt der Besonnene.

    Laotse

  45. Ich sammelte alle meine Gefühle in meinem Gebet.

    Fjodor M. Dostojewski

  46. Die Menschen, bei denen Verstand und Gemüt sich die Waage halten, gelangen spät zur Reife.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  47. Gedanken sind in der geistigen Welt, was Empfindung in der sinnlichen Welt ist.

    Bettina von Arnim

  48. Die Liebe ist die Vergeistigung der Sinne.

    Diotima

  49. Gemüt ist mehr als Geist, denn das Gemüt besteht als Wurzel, wenn der Geist wie Blütenstaub vergeht.

    Friedrich Rückert

  50. Neid schadet am meisten dem, der ihn hegt, anderen gar wenig. Gleich wie der Rost das Eisen frißt, so frißt der Neid den Neider.

    Basilius von Caesarea

  51. Der wahre Mensch ist immer traurig; seine Freuden sind Blitze in der Nacht

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  52. Vermöchten wir alle nur für einen einzigen Tag höflich zu sein: Die Feindschaft unter den Menschen würde sich in Liebe wandeln.

  53. Gib dein Gemüt nicht dem Kummer hin und lass dich von Sorgen nicht zu Fall bringen.

  54. Was ist das Menschlichste? - Jemandem Scham ersparen.

    Friedrich Nietzsche

  55. Die Vernunft formt den Menschen, das Gefühl leitet ihn.

    Jean-Jacques Rousseau

  56. Das höchste aller Gefühle für einen Menschen ist, dass er anerkannt und geschätzt wird.

  57. Wer liebt, sagt ja zum Leben und spürt, wie sich die Fenster öffnen, und die Sonne aufgeht.

  58. Neid zu fühlen ist menschlich, Schadenfreude zu genießen teuflisch

    Arthur Schopenhauer

  59. Wir sollten lernen, mit den Augen des Kindes zu sehen, mit den Ohren des Kindes zu hören, mit dem Herzen des Kindes zu fühlen.

    Alfred Adler

  60. Die Optimisten sind die Verehrer der Emotion. Es gibt einen Optimismus der Kraft und einen der Oberflächlichkeit. Der Erstere versteht es, den Schmerz zum Meister zu machen und der Letztere zum F …

    Friedrich Nietzsche