Sprüche und Zitate von Arthur Schopenhauer
135 Zitate — Seite 2
Über den Autor
Philosoph · Deutsch · 1788 - 1816
Arthur Schopenhauer (1788–1860) entwarf eine Philosophie des subjektiven Idealismus, die Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik auf einem irrationalen Weltprinzip gründet.
Mehr auf WikipediaIn einer so beschaffenen Welt gleicht der, welcher viel an sich selber hat, der hellen, warmen lustigen Weihnachtsstube mitten im Schnee und Frost der Dezembernacht.
✦ 3.9Für das praktische Leben ist das Genie so brauchbar wie ein Sternteleskop im Theater.
✦ 3.9Zwischen dem Genie und dem Wahnsinnigen ist die Ähnlichkeit, dass sie in einer andern Welt leben als der für alle vorhandenen.
✦ 3.9Um nicht sehr unglücklich zu werden, ist das sicherste Mittel, dass man nicht verlange, sehr glücklich zu sein.
✦ 3.9Im Menschenleben ist es wie auf der Reise. Die ersten Schritte bestimmen den ganzen Weg.
✦ 3.9Es gibt eigentlich gar keinen Genuss anders als im Gebrauch und Gefühl der eigenen Kräfte, und der größte Schmerz ist wahrgenommener Mangel an Kräften, wo man ihrer bedarf.
✦ 3.9Denken Sie die richtigen Gedanken, und Ihre Arbeit - jede Arbeit - wird weniger unerfreulich sein.
✦ 3.9Man darf am Wetter nie verzweifeln, solange noch ein blauer Fleck am Himmel steht.
✦ 3.9Schönheit ist ein offener Empfehlungsbrief, der die Herzen im voraus für uns gewinnt.
✦ 3.9Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen, muss man eigenen haben.
✦ 3.9Wie man, auf einem Schiffe befindlich, sein Vorwärtskommen nur am Zurückweichen und demnach Kleinerwerden der Gegenstände auf dem Ufer bemerkt, so wird man sein Alt- und Älterwerden daran inne, dass L …
✦ 3.9Wenn Erziehung und Ermahnung irgend etwas fruchteten: Wie konnte dann Senecas Zögling ein Nero sein?
✦ 3.9Die Heiterkeit und der Lebensmut unserer Jugend beruht zum Teil darauf, dass wir, bergauf gehend, den Tod nicht sehen, weil er am Fuß der anderen Seite des Berges liegt.
✦ 3.9Vorhandenes Vermögen soll man betrachten als eine Schutzmauer gegen die vielen möglichen Übel und Unfälle, nicht als eine Erlaubnis oder gar Verpflichtung, die Plaisiers der Welt heranzuschaffen.
✦ 3.9Man sollte beständig die Wirkung der Zeit und die Wandelbarkeit der Dinge vor Augen haben und daher bei allem, was jetzt stattfindet, sofort das Gegenteil imaginieren.
✦ 3.9Überhaupt wirkt das Beispiel als ein Beförderungsmittel der guten und schlechten Charaktereigenschaften: Aber es schafft sie nicht.
✦ 3.9Der Muskel wird durch starken Gebrauch gestärkt, der Nerv hingegen dadurch geschwächt. Also übe man seine Muskeln durch jede angemessene Anstrengung, hüte hingegen die Nerven vor jeder.
✦ 3.9Am Baume des Schweigens hängt seine Frucht, der Friede
✦ 3.9Was aber die Leute gemeiniglich das Schicksal nennen, sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche.
✦ 3.9Man lasse den guten Gedanke nur den Plan frei: sie werden kommen.
✦ 3.9Wie Fackeln und Feuerwerk vor der Sonne blass und unscheinbar werden, so wird sowohl Schönheit als Geist, ja Genie, überstrahlt von der Güte des Herzens.
✦ 3.9Die Höflichkeit ist dem Menschen was die Wärme dem Wachs.
✦ 3.9Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind.
✦ 3.9Heiraten heißt, seine Rechte halbieren und seine Pflichten verdoppeln.
✦ 3.9In Deutschland ist die höchste Form der Anerkennung der Neid
✦ 3.9Die Gesundheit überwiegt allen äußeren Gütern so sehr, dass wahrlich ein gesunder Bettler glücklicher ist als ein kranker König
✦ 3.9Ein jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: In der ersten wird es lächerlich gemacht, in der zweiten bekämpft, in der dritten gilt es als selbstverständlich
✦ 3.9Ist einer heiter, so ist es einerlei, ob er jung oder alt ist, gerade oder buklig, arm oder reich sei - er ist glücklich!
✦ 3.8Die Geschichte ist eine Fortsetzung der Zoologie
✦ 3.8All unser Übel kommt daher, dass wir nicht allein sein können.
✦ 3.8Der wahre, tiefe Frieden des Herzens und die vollkommene Gemütsruhe sind allein in der Einsamkeit zu finden.
✦ 3.8Man ist nie eifersüchtiger, als wenn man in der Liebe anfängt zu erkalten. Man traut der Geliebten nicht mehr, weil man dunkel fühlt, wie wenig einem selbst mehr zu trauen ist.
✦ 3.8Jeder Tag ist ein neues Leben, jedes Aufwachen und Aufstehen eine kleine Geburt, jeder frische Morgen ist eine kleine Jugend und jedes Zubettgehen und Einschlafen ein kleiner Tod ...
✦ 3.8Im Alter versteht man besser, die Unglücksfälle zu verhüten, in der Jugend, sie zu ertragen.
✦ 3.8Entfernung und lange Abwesenheit tun jeder Freundschaft Eintrag.
✦ 3.8Einige Menschen haben die Gabe Engeln zu begegnen! Andere Menschen haben die Kraft, diese Engel wieder gehen zu lassen! Ihr seid ganz besondere Menschen: Ihr hattet die Gabe und die Kraft un …
✦ 3.8Zum Denken sind wenige Menschen geneigt, obwohl alle zum Rechthaben.
✦ 3.8Man muss denken wie die wenigsten und reden wie die meisten.
✦ 3.8...so dringt sich die Einsicht auf, dass das Leben ein Geschäft ist, dessen Ertrag bei weitem nicht die Kosten deckt
✦ 3.8Zu verlangen, dass einer alles, was er je gelesen, behalten hätte, ist wie verlangen, dass er alles, was er je gegessen hat, noch in sich trüge
✦ 3.8Musik, die Melodie, zu der die Welt der Text ist.
✦ 3.8Im Alter gibt es keinen schöneren Trost, als dass man die ganze Kraft seiner Jugend Werken einverleibt hat, die nicht mitaltern.
✦ 3.8Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen und gelten zu lassen, muss man eigenen haben.
✦ 3.8So eng auch Freundschaft, Liebe und Ehe Menschen verbinden: Ganz ehrlich meint jeder es am Ende doch nur mit sich selbst und höchstens noch mit seinem Kinde.
✦ 3.8Zum Vorwärtskommen in der Welt sind Freundschaft und Kamaraderien bei weitem die Hauptmittel
✦ 3.8Es gibt Kamele mit einem Höcker und welche mit zweien. Aber die größten haben gar keinen.
✦ 3.7Die Welt ist kein Machwerk, und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig
✦ 3.7Zu dem, "was einer hat", rechnete ich Frau und Kinder nicht, da er von diesen vielmehr gehabt wird.
✦ 3.7Die Freunde nennen sich aufrichtig, die Feinde sind es
✦ 3.7Der wirkliche Verdruss bei der Menschheit ist der Umstand, dass sie vom Affen abstammt und nicht vom Hund.
✦ 3.7Was für die äußere Körperwelt das Licht, das ist für die innere Welt des Bewußtseins der Intellekt.
✦ 3.7Das Alter hat die Heiterkeit dessen, der seine Fesseln los ist und sich nun frei gewegt
✦ 3.7Die Gegenwart eines Gedankens ist wie die Gegenwart einer Geliebten
✦ 3.7Höflichkeit ist Klugheit. Folglich ist Unhöflichkeit Dummheit. Sich mittels ihrer unnötiger- und mutwilligerweise Feinde machen ist Raserei.
✦ 3.7Jeder hat das Recht, alles zu tun, wodurch er keinen verletzt.
✦ 3.7Der einzige Mann, der wirklich nicht ohne Frauen leben kann, ist der Frauenarzt
✦ 3.7Das Leben kann als ein Traum angesehen werden und der Tod als Erwachen.
✦ 3.7Die Pein des unerfüllten Wunsches ist klein gegen die der Reue; denn jene steht vor der stets offenen unabsehbaren Zukunft, diese vor der unwiderruflich abgeschlossenen Vergangenheit.
✦ 3.7Es wäre gut Bücher kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.
✦ 3.7Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.
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