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Sprüche über Armut

260 Sprüche — Seite 4

Armut ist weit mehr als das Fehlen von Geld. Sie kann Möglichkeiten beschneiden, Abhängigkeit schaffen und Menschen von dem ausschließen, was für andere selbstverständlich ist. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur wirtschaftliche Fragen, sondern auch Würde, Gerechtigkeit und menschliche Teilhabe.

Besonders schwer wiegt sie dort, wo Mangel in Einsamkeit, Scham oder Perspektivlosigkeit umschlägt. Armut macht sichtbar, wie verletzlich Lebensentwürfe sein können und wie kostbar Maß, Solidarität und echte Verbundenheit bleiben.

  1. Prozesse, Karten und Wirtshaus, bringen den Bettelstock ins Haus.

  2. Wer ausgibt und nicht Rechnung führt, der wird bald arm, ohn' dass er's spürt.

  3. Gibst du viel im kleinen aus, kommst du bald um Hof und Haus.

  4. Fleiss bringt Brot - Faulheit Not.

  5. Dem Fleissigen guckt der Hunger wohl zuweilen ins Fenster, aber ins Haus darf er nicht kommen.

  6. Reicher Leute Töchter und armer Leute Kälber kommen bald an Mann.

  7. Wirfst du den Hund mit einem feisten Bein und den Bettler mit einem Pfennig, so kommt er wieder.

  8. Das wär' das Rechte, dann kommst du vom Hund auf den Bettelsack.

  9. Schöne Küh geben gemeinlich nicht viel Milch.

  10. Eine Kuh deckt viel Armut zu.

  11. Die Laus weidet im Grinde sich fett und geht im alten Pelz auf Stelzen.

  12. Wer bittet den Armen zur Hochzeit?

  13. In leere Scheuern kriecht keine Maus.

  14. Wer etwas zu verkaufen hat, gilt nicht als arm.

  15. Wer nie gedarbt, ist ohne Freude reich.

    Albrecht von Haller

  16. Man mag über Naturschönheiten die Achseln zucken, es ist doch herrlich für ein Volk, ein schönes Land zu besitzen, wenn es auch arm ist.

    Fridtjof Nansen

  17. Der Reiche hat nur zwei Löcher in der Nase, ebenso wie der Arme.

  18. Ein fleißig herumgetragener Bettelsack ernährt seinen Herrn.

  19. Wenn einer Geld hat, kann er dem Teufel Beine machen; wenn er keines hat, kommt nicht einmal der Mann, den er ruft.

  20. Wer vierzehn Tage verbummelt, muss drei Wochen hungern

  21. Die Natur hat mir nicht gesagt: Sei nicht arm! Noch weniger: Sei reich! Aber sie ruft mir zu: Sei unabhängig!

    Nicolas Chamfort

  22. Entfremdet und entwürdigt ist nicht nur der, der kein Brot hat, sondern auch der, der keinen Anteil an den großen Gütern der Menschheit hat.

    Rosa Luxemburg

  23. Der Branntwein ist das Getränk des berühmten armen Mannes.

    Otto von Bismarck

  24. Obwohl ich nicht täglich etwas zu essen habe, bin ich ziemlich fröhlich.

    Auguste Renoir

  25. Revolutionen sind Zeiten, in denen der Arme seiner Rechtschaffenheit, der Reiche seines Reichtums und der Unschuldige seines Lebens nicht sicher ist.

    Joseph Joubert

  26. Ein Mann ohne Geld ist ein Bogen ohne Pfeil.

    Thomas Fuller

  27. Wenn die Reichen die Armen ihrer Rechte berauben, so wird das ein Beispiel für die Armen, die Reichen ihres Eigentums zu berauben.

    Thomas Paine

  28. Niemand vermag zu sagen, wie viele politische Dummheiten durch Mangel an Geld verhindert worden sind

    Charles de Talleyrand

  29. Im Kampf gegen die Armut entstehen alle großen menschlichen Leistungen.

    John Knittel

  30. Das gibt's nicht: Gerade genug Geld. Es gibt nur zweierlei: Kein Geld und nicht genug Geld.

    John Steinbeck

  31. Eine gute Bildung ist für die Jugend ein Zuchtmittel, für das Alter ein Trost, für den Armen ein Reichtum und für den Reichen ein Schmuck.

    Diogenes von Apollonia

  32. Wer Armut ertragen kann, ist reich genug.

  33. Der Armut geht wenig ab, dem Geize alles.

  34. Wenn die Armut zur Tür eingeht fliegt die Liebe zum Tempel hinaus.

  35. Armut und Alter, das sind zwei schwere Bürden, es wär' an einer genug.

  36. Armut ist keine Schande, aber ein leerer Sack steht nicht gut aufrecht.

  37. Gebet des Armen ist scheue Erbittung, der Reiche indessen wünscht eine Quittung.

    Emanuel Wertheimer

  38. Wer eilt nach fremden Gut, auf den wartet Armut

  39. Auf andere herabzusehen macht kleiner und ärmer. Es geschieht von einem Standpunkt, von dem keine menschliche Wärme ausgeht und an den keine gelangt.

    Else Pannek

  40. Dieses Land ist ein armes Land. Die Menschlichkeit wurde aus Kostengründen gestrichen.

    Else Pannek

  41. Republiken enden durch Luxus, Monarchien durch Armut

    Charles-Louis de Montesquieu

  42. Ohne Liebe ist der Reiche arm. Den Armen macht sie reich.

    Augustinus

  43. Luxus muss sein. Wenn die Reichen nichts verschwenden, verhungern die Armen.

    Charles-Louis de Montesquieu

  44. Dürftigkeit öffnet Augen, die Reichtum verschlossen hat.

    Giovanni Boccaccio

  45. Wer lüget, wer verleumdet, ist ärger als ein Dieb.

    Friedrich von Hagedorn

  46. Die Dummheit schützt vor Schande, gleich wie die Dreistigkeit vor Armut.

    Leonardo da Vinci

  47. Gegenseitige Hilfe macht selbst arme Leute reich

  48. Des reichen Mannes Beschützer, des armen Mannes Freund, mit seinem Herrn auf ewig treu vereint.

    George Crabbe

  49. Hör auf, dein Geld zu zählen. Gib den Armen, und du wirst reich

  50. Werde nie so reich an Geist, dass arm du würdest am Herzen!

    Otto Ludwig

  51. Hoffnung ist das einzige Gut, das allen Menschen gemein ist; selbst diejenigen, die nichts besitzen, besitzen noch Hoffnung.

    Thales von Milet

  52. Sonst waren die reichsten Länder, wo die Natur am gütigsten war, jetzt sind es die, wo der Mensch am tätigsten ist.

    Henry Thomas Buckle

  53. Wer reich wird, wird ärmer, denn er verliert viele Wünsche.

    Wilhelm Raabe

  54. Wenn das Leben vollendet ist, gehen wir mit leeren Händen fort.

  55. Der kluge Kaufmann verbirgt seine Schätze, als wäre er arm. Der Edle verbirgt seine Weisheit, als wüsste er nichts

  56. Hoffnung ist das Brot der Armen.

    Thales von Milet

  57. Ein Mann gelangt nicht durch das Schicksal oder durch Lebensumstände ins Armenhaus oder Gefängnis, sondern durch den Pfad der schlechten Gedanken und falsche Wünsche.

    James Allen

  58. Im Handel steckt der ganze Reichtum, im Ackerbau der halbe, im Fürstendienst ein Viertel davon, im Betteln ist keine Spur von ihm.

  59. Wer Geld hat, ist ein Drache, wer keines hat, ein Wurm

  60. Der Arme soll sparsam sein, der Reiche soll ausgeben

    Carl Friedrich Paul Ernst