Sprüche über Armut
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Armut ist weit mehr als das Fehlen von Geld. Sie kann Möglichkeiten beschneiden, Abhängigkeit schaffen und Menschen von dem ausschließen, was für andere selbstverständlich ist. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur wirtschaftliche Fragen, sondern auch Würde, Gerechtigkeit und menschliche Teilhabe.
Besonders schwer wiegt sie dort, wo Mangel in Einsamkeit, Scham oder Perspektivlosigkeit umschlägt. Armut macht sichtbar, wie verletzlich Lebensentwürfe sein können und wie kostbar Maß, Solidarität und echte Verbundenheit bleiben.
Prozesse, Karten und Wirtshaus, bringen den Bettelstock ins Haus.
Wer ausgibt und nicht Rechnung führt, der wird bald arm, ohn' dass er's spürt.
Gibst du viel im kleinen aus, kommst du bald um Hof und Haus.
Fleiss bringt Brot - Faulheit Not.
Dem Fleissigen guckt der Hunger wohl zuweilen ins Fenster, aber ins Haus darf er nicht kommen.
Reicher Leute Töchter und armer Leute Kälber kommen bald an Mann.
Wirfst du den Hund mit einem feisten Bein und den Bettler mit einem Pfennig, so kommt er wieder.
Das wär' das Rechte, dann kommst du vom Hund auf den Bettelsack.
Schöne Küh geben gemeinlich nicht viel Milch.
Eine Kuh deckt viel Armut zu.
Die Laus weidet im Grinde sich fett und geht im alten Pelz auf Stelzen.
Wer bittet den Armen zur Hochzeit?
In leere Scheuern kriecht keine Maus.
Wer etwas zu verkaufen hat, gilt nicht als arm.
Wer nie gedarbt, ist ohne Freude reich.
— Albrecht von Haller
Man mag über Naturschönheiten die Achseln zucken, es ist doch herrlich für ein Volk, ein schönes Land zu besitzen, wenn es auch arm ist.
— Fridtjof Nansen
Der Reiche hat nur zwei Löcher in der Nase, ebenso wie der Arme.
Ein fleißig herumgetragener Bettelsack ernährt seinen Herrn.
Wenn einer Geld hat, kann er dem Teufel Beine machen; wenn er keines hat, kommt nicht einmal der Mann, den er ruft.
Wer vierzehn Tage verbummelt, muss drei Wochen hungern
Die Natur hat mir nicht gesagt: Sei nicht arm! Noch weniger: Sei reich! Aber sie ruft mir zu: Sei unabhängig!
— Nicolas Chamfort
Entfremdet und entwürdigt ist nicht nur der, der kein Brot hat, sondern auch der, der keinen Anteil an den großen Gütern der Menschheit hat.
— Rosa Luxemburg
Der Branntwein ist das Getränk des berühmten armen Mannes.
— Otto von Bismarck
Obwohl ich nicht täglich etwas zu essen habe, bin ich ziemlich fröhlich.
— Auguste Renoir
Revolutionen sind Zeiten, in denen der Arme seiner Rechtschaffenheit, der Reiche seines Reichtums und der Unschuldige seines Lebens nicht sicher ist.
— Joseph Joubert
Ein Mann ohne Geld ist ein Bogen ohne Pfeil.
— Thomas Fuller
Wenn die Reichen die Armen ihrer Rechte berauben, so wird das ein Beispiel für die Armen, die Reichen ihres Eigentums zu berauben.
— Thomas Paine
Niemand vermag zu sagen, wie viele politische Dummheiten durch Mangel an Geld verhindert worden sind
— Charles de Talleyrand
Im Kampf gegen die Armut entstehen alle großen menschlichen Leistungen.
— John Knittel
Das gibt's nicht: Gerade genug Geld. Es gibt nur zweierlei: Kein Geld und nicht genug Geld.
— John Steinbeck
Eine gute Bildung ist für die Jugend ein Zuchtmittel, für das Alter ein Trost, für den Armen ein Reichtum und für den Reichen ein Schmuck.
— Diogenes von Apollonia
Wer Armut ertragen kann, ist reich genug.
Der Armut geht wenig ab, dem Geize alles.
Wenn die Armut zur Tür eingeht fliegt die Liebe zum Tempel hinaus.
Armut und Alter, das sind zwei schwere Bürden, es wär' an einer genug.
Armut ist keine Schande, aber ein leerer Sack steht nicht gut aufrecht.
Gebet des Armen ist scheue Erbittung, der Reiche indessen wünscht eine Quittung.
— Emanuel Wertheimer
Wer eilt nach fremden Gut, auf den wartet Armut
Auf andere herabzusehen macht kleiner und ärmer. Es geschieht von einem Standpunkt, von dem keine menschliche Wärme ausgeht und an den keine gelangt.
— Else Pannek
Dieses Land ist ein armes Land. Die Menschlichkeit wurde aus Kostengründen gestrichen.
— Else Pannek
Republiken enden durch Luxus, Monarchien durch Armut
— Charles-Louis de Montesquieu
Ohne Liebe ist der Reiche arm. Den Armen macht sie reich.
— Augustinus
Luxus muss sein. Wenn die Reichen nichts verschwenden, verhungern die Armen.
— Charles-Louis de Montesquieu
Dürftigkeit öffnet Augen, die Reichtum verschlossen hat.
— Giovanni Boccaccio
Wer lüget, wer verleumdet, ist ärger als ein Dieb.
— Friedrich von Hagedorn
Die Dummheit schützt vor Schande, gleich wie die Dreistigkeit vor Armut.
— Leonardo da Vinci
Gegenseitige Hilfe macht selbst arme Leute reich
Des reichen Mannes Beschützer, des armen Mannes Freund, mit seinem Herrn auf ewig treu vereint.
— George Crabbe
Hör auf, dein Geld zu zählen. Gib den Armen, und du wirst reich
Werde nie so reich an Geist, dass arm du würdest am Herzen!
— Otto Ludwig
Hoffnung ist das einzige Gut, das allen Menschen gemein ist; selbst diejenigen, die nichts besitzen, besitzen noch Hoffnung.
— Thales von Milet
Sonst waren die reichsten Länder, wo die Natur am gütigsten war, jetzt sind es die, wo der Mensch am tätigsten ist.
— Henry Thomas Buckle
Wer reich wird, wird ärmer, denn er verliert viele Wünsche.
— Wilhelm Raabe
Wenn das Leben vollendet ist, gehen wir mit leeren Händen fort.
Der kluge Kaufmann verbirgt seine Schätze, als wäre er arm. Der Edle verbirgt seine Weisheit, als wüsste er nichts
Hoffnung ist das Brot der Armen.
— Thales von Milet
Ein Mann gelangt nicht durch das Schicksal oder durch Lebensumstände ins Armenhaus oder Gefängnis, sondern durch den Pfad der schlechten Gedanken und falsche Wünsche.
— James Allen
Im Handel steckt der ganze Reichtum, im Ackerbau der halbe, im Fürstendienst ein Viertel davon, im Betteln ist keine Spur von ihm.
Wer Geld hat, ist ein Drache, wer keines hat, ein Wurm
Der Arme soll sparsam sein, der Reiche soll ausgeben
— Carl Friedrich Paul Ernst