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Sprüche über Armut

260 Sprüche — Seite 3

Armut ist weit mehr als das Fehlen von Geld. Sie kann Möglichkeiten beschneiden, Abhängigkeit schaffen und Menschen von dem ausschließen, was für andere selbstverständlich ist. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur wirtschaftliche Fragen, sondern auch Würde, Gerechtigkeit und menschliche Teilhabe.

Besonders schwer wiegt sie dort, wo Mangel in Einsamkeit, Scham oder Perspektivlosigkeit umschlägt. Armut macht sichtbar, wie verletzlich Lebensentwürfe sein können und wie kostbar Maß, Solidarität und echte Verbundenheit bleiben.

  1. Armut schändet nicht - ist ein Sprichwort, das alle Menschen im Munde führen, aber keiner im Herzen.

    August von Kotzebue

  2. Der hat ein schweres Los, der mit einer silbernen Reisschale betteln muss

  3. Die Betrachtung des menschlichen Elends aber macht den Weisen stets maßvoll.

    Jean-Jacques Rousseau

  4. Der Großvater kauft, der Vater baut, der Sohn verkauft, der Enkel geht betteln.

  5. Männer: eine an Liebe arme Gattung.

    Henry de Montherlant

  6. Spottsucht ist oft Armut an Geist.

    Jean de la Bruyère

  7. Die Dummheit schützt vor Schande, gleichwie die Dreistigkeit vor Armut.

    Leonardo da Vinci

  8. Mutterschoß ist warm, aber arm.

  9. Dem armen Herzen bringt das kleinste Glück Beklemmung, wie dem Ameisenhaus ein Tautropf Überschwemmung.

    Friedrich Rückert

  10. Hoffart wird gar leicht gelernt, aber schwer vergessen. Große Schüsseln kauft sie noch, hat sie nichts zu essen.

    Wilhelm Müller

  11. Die Not kann den Schmied lehren, Stiefel zu nähen.

  12. Doch wenn ich arm bin, habe ich nur meine Träume. Die Träume breite ich aus vor deinen Füßen. Tritt leicht darauf du trittst auf meine Träume.

    William Butler Yeats

  13. Wer kein Geld hat, hat auch keinen Mut. Er fürchtet, überall zurückgesetzt zu werden, glaubt, jede Demütigung ertragen zu müssen und zeigt sich allerorten in ungünstigem Licht.

    Adolph Freiherr von Knigge

  14. Die Gesellschaft setzt sich aus nur zwei großen Klassen zusammen: die einen haben mehr Mahlzeiten als Appetit, und die andern weit mehr Appetit als Mahlzeiten.

    Nicolas Chamfort

  15. Auch der ärmste Mensch kann zuletzt den Hunger und die Sorge nicht mehr ertragen, und leider macht er dann keine schriftlichen Eingaben an die Behörden, sondern er schlägt mit der Faust an die Tür der …

    Wilhelm Raabe

  16. Das Brot, das ihr verderben laßt, ist das Brot der Hungernden.

    Basilius von Caesarea

  17. Ist einer heiter, so ist es einerlei, ob er jung oder alt, gerade oder bucklig, arm oder reich sei; er ist glücklich.

    Arthur Schopenhauer

  18. Wo immer es exzessiven Reichtum gibt, herrscht im Gegenzug auch exzessive Armut.

    Walter Savage Landor

  19. Arbeit ist bei Armut gut.

  20. Wo Arbeit das Haus bewacht, kann Armut nicht hinein.

  21. Reichtum ist nur wirklich schön, wenn man arm ist

    Jean Anouilh

  22. Das sicherste Mittel, arm zu bleiben, ist, ein ehrlicher Mensch zu sein.

    Napoleon

  23. Wer Geld und keine Kinder hat, der ist nicht wirklich reich , wer Kinder und kein Geld hat, der ist nicht wirklich arm .

  24. Beim Bauen muss man schauen, um sich nicht zu verhauen, sonst kommt man in des Elends Klauen.

    Abraham a Sancta Clara

  25. Wenn du aber gar nichts hast, ach, so lasse dich begraben, denn ein Recht zum Leben', Lump, haben nur, die etwas haben.

    Christian Johann Heinrich Heine

  26. Ein Geschenk aus der Hand der Liebe - da darf es der Bettler mit dem Fürsten aufnehmen.

    August von Kotzebue

  27. Dein Verstand ist dein Vermögen, aber Armut schändet nicht.

  28. Es ist besser, einen leeren Geldbeutel zu haben, als an einer leeren Seele zu leiden

    William Pitt

  29. Wer schnell arm werden will, der prozessiere und baue viel.

  30. Keiner ist zu arm dafür, es kostet nichts, bewirkt doch viel und erhält seinen Wert erst, wenn man es weitergibst: ein böses Wort.

    Baltasar Gracián y Morales

  31. Du trägst sehr leicht, wenn du nichts hast; aber Reichtum ist eine leichtere Last.

    Johann Wolfgang von Goethe

  32. Geld regiert die Welt, Gut macht Mut, oft Übermut und Armut ist arm an Mut.

    Karl Julius Weber

  33. Keine Ruh bei Tag und Nacht, Nichts, was mir Vergnügen macht, Schmale Kost und wenig Geld, Das ertrage, wem's gefällt.

    Lorenzo da Ponte

  34. Nicht die Armseligkeit macht den Menschen selig, sondern die Barmherzigkeit.

    Bernhard von Clairvaux

  35. 's gibt Zeiten, da des Glücks zu viel, und Zeiten, da's zu wenig; 's gibt Tage, da du Bettler bist, und Stunden, da du König.

    Cäsar Flaischlen

  36. Zu reden, wenn man nicht gefragt wurde, das nennt man Geschwätzigkeit

    Chuang-tzu

  37. Kein Menschenleben ist so arm, dass die Liebe mit ihrem himmlischen Strahl es nicht einmal erleuchtet hätte.

    Fanny Lewald

  38. Dem Hunger entflieht man nicht mit den Füßen, sondern mit den Händen.

  39. Findet ein Armer ein Rubelchen, so ist es bestimmt ein falsches.

  40. Für Heuchelei gibt's Geld genug. Wahrheit geht betteln.

    Martin Luther

  41. Die Liebe ist das Genie des Armen.

    Jean-Paul Sartre

  42. Der Reiche denkt an das nächste Jahr, der Arme an das, was er vor Augen hat.

  43. Vieles kann der Mensch entbehren, nur den Menschen nicht

    Ludwig Börne

  44. In früheren Zeiten konnte einer ruhig vor seinem vollen Teller sitzen und sich's schmecken lassen, ohne sich darum zu kümmern, dass der Teller seines Nachbarn leer war. Das geht jetzt nicht mehr, auß …

    Marie von Ebner-Eschenbach

  45. Die Wahrheit ist eine Braut ohne Aussteuer.

    Francis Bacon

  46. Liebe zum Geld erzeugt die eine Hälfte der Übel in dieser Welt, Mangel an Geld die andere.

  47. Niemand kennt die Menschen so gut wie der Beichtvater, der Bankier und der Bettler.

    Carl Fürstenberg

  48. Wer Zahnweh hat, hält jeden, dessen Zähne gesund sind, für glücklich. Der Arme begeht denselben Irrtum dem Reichen gegenüber.

    George Bernard Shaw

  49. Der Stolz frühstückt mit dem Übermut, speist zu Mittag mit der Armut und isst zu Abend mit der Schande.

    Benjamin Franklin

  50. Es ist ein armer Fuchs, der nur e i n Loch hat.

  51. Zwischen Armut und Reichtum ist das beste Leben.

  52. Was aus Armut geschieht, soll man leicht vergeben.

  53. Ob arm oder reich, langsam oder schnell - nur das Glück sei dein Begleiter von heute an

  54. Besser arm zu Lande als reich zur See.

  55. Reich und arm sind ein untrüglich Maß, wer dein Freund ist und auf wen Verlass.

  56. Warum gleich lumpig einhergehn und es jedermann merken lassen, dass die Bilanzen ein Defizit aufweisen?

    Wilhelm Busch

  57. Wenn du Geburtstag hast, denke daran, dass am selben Tag wie du auch ein armes Mädchen in Afrika Geburtstag hat und überlege dir, ob auch auf ihrem Tisch Kuchen und Geschenke stehen.

    Christian Matthias Theodor Mommsen

  58. Wer seinen Kindern gibt das Brot und leidet nachmals selber Not, den soll man schlagen mit der Keule tot.

  59. Armut ist des Reichtums Hand und Fuß

  60. Wer viel kauft, was er nicht braucht, muss bald verkaufen, was er braucht.