Sprüche über Anstrengung
499 Sprüche — Seite 6
Was Substanz besitzt, entsteht nur selten ohne Widerstand. Anstrengung gehört zu jenen Erfahrungen, in denen sich Ernst, Zieltreue und Bereitschaft zeigen, auch unbequeme Wege zu gehen. Deshalb steht dieses Thema nicht nur für Mühe, sondern ebenso für Würde und die Fähigkeit, etwas wirklich zu tragen.
Ihr Sinn offenbart sich oft erst im Rückblick, wenn sichtbar wird, was ohne Einsatz unerreichbar geblieben wäre. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Anstrengung nicht bloß Belastung bedeutet, sondern die notwendige Form sein kann, in der Wille, Hoffnung und Leistung Wirklichkeit werden.
Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde, das erklärt manches.
— Mark Twain
Alles in der Welt lässt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen
— Johann Wolfgang von Goethe
Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren.
— Luther Burbank
Wer mit dem Leben spielt, kommt nie zurecht, wer nicht sich selbst befiehlt, bleibt immer Knecht.
— Johann Wolfgang von Goethe
Anfangs willst du fast verzagen, und du denkst, du trägst es nie; und du wirst es doch ertragen, aber mit zerschundnem Knie.
Glück strengt genauso an wie Unglück.
— Robert Musil
Abenteuer: Eine von der richtigen Seite betrachtete Strapaze.
— Gilbert Keith Chesterton
Halbheiten sind mir zuwider. Ich brauche das Ganze. Zwar kann ich es nicht, aber ich will es erobern.
— Paul Gauguin
Man darf wohl die Lust erstreben, die hinter der Anstrengung liegt, aber nicht die, welche davor liegt.
— Antisthenes
Leben heisst lachen mit blutenden Wunden.
— Richard Fedor Leopold Dehmel
Ganz aufgehen in der Familie heißt, ganz untergehen
— Marie von Ebner-Eschenbach
Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern darin, dass man sie sehend überwindet.
— Jean Paul
Manchmal ist es schwerer, einen einzigen Menschen als ein ganzes Volk zu beherrschen.
— Marquis de Vauvenargues
Was der Teufel nicht kann, macht die Frau.
In der Liebe musst du dreimal geben, bevor du einmal nehmen darfst.
Alles Gute auf der Welt entsteht nur, wenn einer mehr tut als er muss.
Der Stand der Frauen den Männern gegenüber ist wahrlich ein harter
— Euripides
Am Ende des Weges mag der Pessimist recht bekommen, aber unterwegs hat es der Optimist leichter.
— Otto Ernst
Willst du Großes, lass das Zagen, tu's nach kühner Schwimmer Brauch! Rüstig gilt's die Flut zu schlagen, doch es trägt die Flut dich auch!
— Franz Emanuel August Geibel
Wer seine Schweißtropfen zählt, wird nie Geld zählen!
— Christian Friedrich Hebbel
Sich zu mühen und mit dem Widerstande zu kämpfen, ist dem Menschen Bedürfnis wie dem Maulwurf das Graben.
— Arthur Schopenhauer
Die wahre Großzügigkeit der Zukunft gegenüber besteht darin, in der Gegenwart alles zu geben
— Albert Camus
Wenn auch der letzte Anker bricht: Verzage nicht!
Wer stark und wer kaum mehr liebt, ist gleich schwer zu befriedigen.
— François de la Rochefoucauld
Nichts großes Geistiges wurde je durch eine Anstrengung hervorgebracht; Großes kann nur von einem Großen geschaffen werden, und er tut es ohne Anstrengung.
— John Ruskin
Verpflichtungen nehmen einem nur Kraft und machen wenig Vergnügen.
— John Steinbeck
Immer soll nach Verbesserung des bestehenden Zustands gestrebt werden, keiner soll mit dem Erreichten sich zufrieden geben, sondern stets danach trachten, seine Sache noch besser zu machen.
— Robert Bosch
Jeder muss sein Säcklein tragen, mancher groß und mancher klein. Doch statt über Last zu klagen, solltest du zufrieden sein.
Jeder Versuch eines Einzelnen, für sich zu lösen, was alle angeht, muß scheitern.
— Friedrich Dürrenmatt
Du mußt selbst wachsen, egal wie groß Dein Großvater war.
— Abraham Lincoln
Um große Erfolge zu erreichen, muss etwas gewagt werden.
— Helmuth James Graf von Moltke
Nutze deine jungen Tage, lerne zeitig, klüger sein. Auf des Glückes großer Waage steht die Zunge selten ein. Du musst steigen oder sinken, du musst herrschen und gewinnen oder dienen und verlieren, …
— Johann Wolfgang von Goethe
Das ist der Weisheit letzter Schluss: Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss.
— Johann Wolfgang von Goethe
Man muss das Unglück mit Händen und Füßen und nicht mit dem Maul angreifen.
— Johann Heinrich Pestalozzi
Von großer Arbeit starben die Pferde.
Es gibt keinen Vorteil ohne Mühe.
Alles in der Welt endet durch Zerfall oder Ermüdung
— Christian Johann Heinrich Heine
Denken ist eine Anstrengung, Glauben ein Komfort.
— Ludwig Marcuse
Das einzige, was ich an der Freiheit liebe, ist der Kampf um sie.
— Henrik Johan Ibsen
Das Schwierigste tun wir heute, das Unmögliche morgen und übermorgen tun wir das, was uns Spaß macht.
— Fridtjof Nansen
Der Mensch ist nur dann an Leib und Seele gesund, wenn ihm alle seine Verrichtungen, geistige und körperliche, zum Spiele werden
— Christoph Martin Wieland
Der Schweiß ist die Träne der Arbeit.
— Peter Hille
Ein Wort befreit uns von der ganzen Last und Qual des Lebens; dies Wort heißt Liebe.
— Sophokles
Manche Leute wollen nie, sondern "möchten" bloß
— Walter Calé
Für dich würde ich Berge versetzen, dich würde ich niemals verletzen. Für dich, da würde ich alles riskieren, denn ich will dich niemals verlieren.
Sei mit dir nie zufrieden, außer etwa episodisch, so dass deine Zufriedenheit nur dazu dient, dich zu neuer Unzufriedenheit zu stärken.
— Christian Morgenstern
Nur der Wechsel ist wohltätig. Unaufhörliches Tageslicht ermüdet.
— Wilhelm von Humboldt
Unser Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren, weil wir uns so viele Dinge anschaffen müssen, die uns das Leben erleichtern.
— Julius Caesar
Die Ehe ist ein Kampf auf Leben und Tod.
— Honoré de Balzac
Um Fleiss und Mühe gibt Gott Schaf und Kühe
Dankbarkeit ist manchmal ein Band, oft aber eine Fessel
— Johann Wolfgang von Goethe
Überlass dein Boot auf dem Meere des Schicksals nicht den Wellen, sondern rudere selbst; aber rudere nicht ungeschickt.
— August von Platen
Und als sie das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten sich ihre Anstrengungen.
— Mark Twain
Wer nicht die hohen Berge besteigt, kennt die Ebene nicht.
Man darf nie seine Absicht zeigen, sondern man muss vorher mit allen Mitteln sein Ziel zu erreichen suchen.
— Nicolaus Machiavelli
Wer sich nicht nach der Decke streckt, dem bleiben die Füße unbedeckt.
— Johann Wolfgang von Goethe
Es sei dir allzeit rechter Ernst, Was du auch tust, treibst, sinnest, lernst! Die Halbheit taugt in keinem Stück, Sie tritt noch hinters Nichts zurück.
— Claus Harms
Der Mensch muss lernen, den Lichtstrahl aufzufangen und zu verfolgen, der in seinem Inneren aufblitzt.
— Ralph Waldo Emerson
Eigentlich ist jeder Tag wie eine große Schlacht mit vielen Lichtblicken
— Franziska Gräfin zu Reventlow
Hoffe wenig und wirke viel! Das ist der kürzeste Weg zum Ziel.
— Ernst Friedr. Ludwig Adolf Eckstein