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Sprüche über Anstrengung

499 Sprüche — Seite 6

Was Substanz besitzt, entsteht nur selten ohne Widerstand. Anstrengung gehört zu jenen Erfahrungen, in denen sich Ernst, Zieltreue und Bereitschaft zeigen, auch unbequeme Wege zu gehen. Deshalb steht dieses Thema nicht nur für Mühe, sondern ebenso für Würde und die Fähigkeit, etwas wirklich zu tragen.

Ihr Sinn offenbart sich oft erst im Rückblick, wenn sichtbar wird, was ohne Einsatz unerreichbar geblieben wäre. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Anstrengung nicht bloß Belastung bedeutet, sondern die notwendige Form sein kann, in der Wille, Hoffnung und Leistung Wirklichkeit werden.

  1. Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde, das erklärt manches.

    Mark Twain

  2. Alles in der Welt lässt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen

    Johann Wolfgang von Goethe

  3. Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren.

    Luther Burbank

  4. Wer mit dem Leben spielt, kommt nie zurecht, wer nicht sich selbst befiehlt, bleibt immer Knecht.

    Johann Wolfgang von Goethe

  5. Anfangs willst du fast verzagen, und du denkst, du trägst es nie; und du wirst es doch ertragen, aber mit zerschundnem Knie.

  6. Glück strengt genauso an wie Unglück.

    Robert Musil

  7. Abenteuer: Eine von der richtigen Seite betrachtete Strapaze.

    Gilbert Keith Chesterton

  8. Halbheiten sind mir zuwider. Ich brauche das Ganze. Zwar kann ich es nicht, aber ich will es erobern.

    Paul Gauguin

  9. Man darf wohl die Lust erstreben, die hinter der Anstrengung liegt, aber nicht die, welche davor liegt.

    Antisthenes

  10. Leben heisst lachen mit blutenden Wunden.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  11. Ganz aufgehen in der Familie heißt, ganz untergehen

    Marie von Ebner-Eschenbach

  12. Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern darin, dass man sie sehend überwindet.

    Jean Paul

  13. Manchmal ist es schwerer, einen einzigen Menschen als ein ganzes Volk zu beherrschen.

    Marquis de Vauvenargues

  14. Was der Teufel nicht kann, macht die Frau.

  15. In der Liebe musst du dreimal geben, bevor du einmal nehmen darfst.

  16. Alles Gute auf der Welt entsteht nur, wenn einer mehr tut als er muss.

  17. Der Stand der Frauen den Männern gegenüber ist wahrlich ein harter

    Euripides

  18. Am Ende des Weges mag der Pessimist recht bekommen, aber unterwegs hat es der Optimist leichter.

    Otto Ernst

  19. Willst du Großes, lass das Zagen, tu's nach kühner Schwimmer Brauch! Rüstig gilt's die Flut zu schlagen, doch es trägt die Flut dich auch!

    Franz Emanuel August Geibel

  20. Wer seine Schweißtropfen zählt, wird nie Geld zählen!

    Christian Friedrich Hebbel

  21. Sich zu mühen und mit dem Widerstande zu kämpfen, ist dem Menschen Bedürfnis wie dem Maulwurf das Graben.

    Arthur Schopenhauer

  22. Die wahre Großzügigkeit der Zukunft gegenüber besteht darin, in der Gegenwart alles zu geben

    Albert Camus

  23. Wenn auch der letzte Anker bricht: Verzage nicht!

  24. Wer stark und wer kaum mehr liebt, ist gleich schwer zu befriedigen.

    François de la Rochefoucauld

  25. Nichts großes Geistiges wurde je durch eine Anstrengung hervorgebracht; Großes kann nur von einem Großen geschaffen werden, und er tut es ohne Anstrengung.

    John Ruskin

  26. Verpflichtungen nehmen einem nur Kraft und machen wenig Vergnügen.

    John Steinbeck

  27. Immer soll nach Verbesserung des bestehenden Zustands gestrebt werden, keiner soll mit dem Erreichten sich zufrieden geben, sondern stets danach trachten, seine Sache noch besser zu machen.

    Robert Bosch

  28. Jeder muss sein Säcklein tragen, mancher groß und mancher klein. Doch statt über Last zu klagen, solltest du zufrieden sein.

  29. Jeder Versuch eines Einzelnen, für sich zu lösen, was alle angeht, muß scheitern.

    Friedrich Dürrenmatt

  30. Du mußt selbst wachsen, egal wie groß Dein Großvater war.

    Abraham Lincoln

  31. Um große Erfolge zu erreichen, muss etwas gewagt werden.

    Helmuth James Graf von Moltke

  32. Nutze deine jungen Tage, lerne zeitig, klüger sein. Auf des Glückes großer Waage steht die Zunge selten ein. Du musst steigen oder sinken, du musst herrschen und gewinnen oder dienen und verlieren, …

    Johann Wolfgang von Goethe

  33. Das ist der Weisheit letzter Schluss: Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss.

    Johann Wolfgang von Goethe

  34. Man muss das Unglück mit Händen und Füßen und nicht mit dem Maul angreifen.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  35. Von großer Arbeit starben die Pferde.

  36. Es gibt keinen Vorteil ohne Mühe.

  37. Alles in der Welt endet durch Zerfall oder Ermüdung

    Christian Johann Heinrich Heine

  38. Denken ist eine Anstrengung, Glauben ein Komfort.

    Ludwig Marcuse

  39. Das einzige, was ich an der Freiheit liebe, ist der Kampf um sie.

    Henrik Johan Ibsen

  40. Das Schwierigste tun wir heute, das Unmögliche morgen und übermorgen tun wir das, was uns Spaß macht.

    Fridtjof Nansen

  41. Der Mensch ist nur dann an Leib und Seele gesund, wenn ihm alle seine Verrichtungen, geistige und körperliche, zum Spiele werden

    Christoph Martin Wieland

  42. Der Schweiß ist die Träne der Arbeit.

    Peter Hille

  43. Ein Wort befreit uns von der ganzen Last und Qual des Lebens; dies Wort heißt Liebe.

    Sophokles

  44. Manche Leute wollen nie, sondern "möchten" bloß

    Walter Calé

  45. Für dich würde ich Berge versetzen, dich würde ich niemals verletzen. Für dich, da würde ich alles riskieren, denn ich will dich niemals verlieren.

  46. Sei mit dir nie zufrieden, außer etwa episodisch, so dass deine Zufriedenheit nur dazu dient, dich zu neuer Unzufriedenheit zu stärken.

    Christian Morgenstern

  47. Nur der Wechsel ist wohltätig. Unaufhörliches Tageslicht ermüdet.

    Wilhelm von Humboldt

  48. Unser Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren, weil wir uns so viele Dinge anschaffen müssen, die uns das Leben erleichtern.

    Julius Caesar

  49. Die Ehe ist ein Kampf auf Leben und Tod.

    Honoré de Balzac

  50. Um Fleiss und Mühe gibt Gott Schaf und Kühe

  51. Dankbarkeit ist manchmal ein Band, oft aber eine Fessel

    Johann Wolfgang von Goethe

  52. Überlass dein Boot auf dem Meere des Schicksals nicht den Wellen, sondern rudere selbst; aber rudere nicht ungeschickt.

    August von Platen

  53. Und als sie das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten sich ihre Anstrengungen.

    Mark Twain

  54. Wer nicht die hohen Berge besteigt, kennt die Ebene nicht.

  55. Man darf nie seine Absicht zeigen, sondern man muss vorher mit allen Mitteln sein Ziel zu erreichen suchen.

    Nicolaus Machiavelli

  56. Wer sich nicht nach der Decke streckt, dem bleiben die Füße unbedeckt.

    Johann Wolfgang von Goethe

  57. Es sei dir allzeit rechter Ernst, Was du auch tust, treibst, sinnest, lernst! Die Halbheit taugt in keinem Stück, Sie tritt noch hinters Nichts zurück.

    Claus Harms

  58. Der Mensch muss lernen, den Lichtstrahl aufzufangen und zu verfolgen, der in seinem Inneren aufblitzt.

    Ralph Waldo Emerson

  59. Eigentlich ist jeder Tag wie eine große Schlacht mit vielen Lichtblicken

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  60. Hoffe wenig und wirke viel! Das ist der kürzeste Weg zum Ziel.

    Ernst Friedr. Ludwig Adolf Eckstein