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Sprüche über Anstand

237 Sprüche — Seite 4

Feine Formen des Umgangs mögen unscheinbar wirken, doch im Anstand zeigt sich oft, wie ein Mensch andere wirklich betrachtet. Er verbindet Takt, Rücksicht und Würde zu einer Haltung, die nicht aus Zwang, sondern aus innerer Form entsteht. Deshalb bleibt dieses Thema weit bedeutender, als bloße Etikette vermuten lässt.

In kleinen Gesten wird sichtbar, ob Respekt nur behauptet oder tatsächlich gelebt wird. Anstand schützt vor Grobheit, hält Beziehungen tragfähig und verleiht dem Alltag jene Form, in der Achtung selbstverständlich werden kann.

  1. Die Ehre verpflichtet zur Sittlichkeit, der Ruhm noch mehr, die Macht am meisten.

    Berthold Auerbach

  2. Das Wichtigste ist Charakter, wichtiger als Geld oder Besitz oder irgendwas sonst.

    John Pierpont Morgan

  3. Wie mag man tugendhaft und gerecht leben? Wenn man selbst nicht tut, was man an andern tadelt!

    Thales von Milet

  4. Es ist unerträglich, diejenigen hochzuschätzen, die es nicht verdienen

    Christina I. von Schweden

  5. Ein Enthusiast sein ist das Liebenswürdigste, Edelste und Beste, was ein Sterblicher sein kann

    Christoph Martin Wieland

  6. Zwei Wurzeln aller Tugend muss ich loben: Mitleid nach unten, Pietät nach oben.

    Victor Blüthgen

  7. Höfling muss mit krummem Rücken sich noch immer tiefer bücken

    Jacques Offenbach

  8. Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle, wo der Kopf ist.

    Sir Walter Raleigh

  9. Reine Hände erweisen letzten Endes immer noch größere Kraft als starke Hände.

    Anton Wildgans

  10. Nur jene Lügen, die glaubwürdig genug sind, die ganze Welt zum Guten umzukrempeln, lohnen einen moralischen Fehltritt.

    Christa Schyboll

  11. Wer den Begriff Komplex der Ehre großzügig interpretiert, kann unbeschadet ein Leben lang Politiker bleiben

    Christa Schyboll

  12. Sorgen legen großen Wert auf Etikette. Wenn du dich von ihnen nicht per Handschlag verabschiedest, reagieren sie nachtragend

    Karl-Heinz Karius

  13. Der Mensch ist nicht abhängig von Erbanlagen. Das sind Ausreden, um mit Anstand faul zu sein.

    Nikolaus B. Enkelmann

  14. Moral ist der instinktive Widerwille einer Mehrheit

    David Herbert Lawrence

  15. Die Leidenschaften ändern sich nicht, aber Sitte, Brauch und Meinung ändern sich

    Charles Joseph Fürst von Ligne

  16. Mensch sein ist nicht leicht, es ist fast unmöglich.

    August Strindberg

  17. Menschen, die vom Missgeschick verfolgt scheinen, können die anständigsten, die besten Menschen sein, aber sie sind 'hartmäulig' an ihrer Seele.

    Prentice Mulford

  18. Und geschieht es denn nicht stets, dass die wahre Liebe die schlechten Sitten anderer zur Umkehr bewegt?

    Francesco Petrarca

  19. Die Erhaltung der Gesundheit ist eine Pflicht. Nur wenige sind sich bewusst, dass es so etwas wie eine körperliche Moral gibt.

    Herbert Spencer

  20. Seid stolz dem Bösen gegenüber und demütig im Guten, standhaft in der Erfüllung des Rechten und furchtsam vor dem Antlitz der Gerechtigkeit.

    Hermann Stehr

  21. Es wandeln viele auf verbotenen Wegen und schämen sich, wenn sie einander begegnen.

    Otto Weiss

  22. Jede Moral verübt Grausamkeiten.

    Otto Weiss

  23. Unter den Moralisten, die uns alle Wege zum Glück zeigen gibt es tief unglückliche.

    Otto Weiss

  24. Warum, so fragte ich mich schon oft, verlieben sich so viele Mädchen in jene Manieren eines Mannes, die er in der Ehe ablegen wird.

    Otto Weiss

  25. Zu den gewandtesten Advokaten dieser Welt gehört das Gewissen.

    Otto Weiss

  26. Der Staat hat kein Gewissen. Aber der Mensch hat eins.

    Ferdinand Ebner

  27. Geld, Gewalt und Herrengunst zerbricht Ehre, Recht und alle Kunst.

    Georg Rollenhagen

  28. Für die Völker wie für den Einzelnen gibt es Umstände, wo die Stimme der Ehre diejenige der Klugheit übertönen muss.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  29. Fast jede Frau ist schön, wenn sie Charme hat. Fast jede Frau hat Charme, wenn sie Scham hat.

    Anton Graff

  30. Reines Herz und reiner Mut sind in jedem Kleide gut

    Bernhard Freidank

  31. Was ist Höflichkeit? Ein stillschweigendes Übereinkommen zweier Menschen, demzufolge jeder seine Eitelkeit zugunsten derer des anderen verschleiert.

    Alphonse Karr

  32. Nur zwei Dinge lassen sich nicht durch Mühe und Studium ersetzen: im Leben das feine moralische Gefühl und in der Kunst der Geschmack.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  33. Sei Mensch und ehre Menschenwürde

    Robert Bosch

  34. Man hat immer zwei Gründe etwas zu tun: Einen anständigen und den wahren

    John Pierpont Morgan

  35. Ein wahrer Gentleman ist ein Mann, der die Gedanken einer Frau errät und Sie trotzdem nicht nach Hause begleitet

    John Barrymore

  36. Jeder Mensch sollte die Welt mit seinem Leben ein ganz klein wenig besser machen.

    Frances Hodgson Burnett

  37. Moral ist Maß – wo sie fehlt, da erschöpfen sich alle Kräfte in Maßlosigkeit, denn das Maß ist das Erhaltende in der Natur wie im Leben.

    Wilhelmine von Hillern

  38. Es kommt nicht darauf an, wen man liebt – sondern wie man liebt! Eine edle Natur wird immer edel in der Liebe sein, eine gemeine immer gemein.

    Wilhelmine von Hillern

  39. Wer irgendeine Art von Religion zur Stütze seiner Sittlichkeit bedarf, dessen Moralität ist nicht rein, denn diese muss ihrer Natur nach in sich selbst bestehen

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  40. Durch Gewalt läßt sich niemand für die Tugend begeistern.

    Rahel Varnhagen von Ense

  41. Das Herumdoktern an sich hat keinen Zweck. Man gehe gerade und einfach seinen Weg. Ich halte mich für gut von Natur, und sollte ich dann und wann etwas Schlechtes tun, so ist das auch natürlich.

    Paula Modersohn-Becker

  42. Kein Bösewicht kann glücklich sein, am wenigsten ein Verführer

    Juvenal

  43. Rechtschaffenheit wird (von allen) gelobt und stirbt doch vor Kälte

    Juvenal

  44. Adel liegt einzig und allein in der Tugend.

    Juvenal

  45. Dankbarkeit ist die zarte Pflanze, Dank ihre edle Frucht.

    Graf Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau

  46. Es gibt viele Leute in der Welt, aber wenig Menschen.

    August Pauly

  47. Je wertloser der Mann ist, um so weniger Achtung hat er vor Frauen.

    Theresa Keiter

  48. Wirklich moralischer Gehalt eines Menschen zeigt sich, wenn er von dem Bessern überzeugt ist und dann ohne Rücksicht auf seine Neigung handelt.

    Heinrich Martin

  49. Des regen Geistes unermüdlich Streben ist: über Irdisches sich zu erheben.

    Heinrich Martin

  50. Zum eigentlichen glücklichen Leben gehört: moralischer Leichtsinn.

    Heinrich Martin

  51. Die Ehre gleicht einer abschüssigen, unzugänglichen Insel. Man kann nicht wieder zu ihr zurück, wenn man sie einmal verlassen hat.

    Nicolas Boileau-Despreaux

  52. Es ist viel leichter, ein Held zu sein als ein anständiger Mensch. Ein Held muss man nur einmal sein, ein Ehrenmann immer.

    Luigi Pirandello

  53. Auf allen Gebieten gibt es Erfolge, die weniger ehrenvoll sind als Misserfolge.

    Rosalie Perles

  54. Freundschaft erlaubt einem nicht automatisch, dem anderen unangenehme Dinge zu sagen. Je näher man einem Menschen ist, desto wichtiger werden Taktgefühl und Höflichkeit.

    Oliver Wendell Holmes

  55. Der Widerstand einer Frau ist nicht immer der Beweis ihrer Tugend. Oft ist er ein Beweis ihrer Erfahrung.

    Anne Lenclos

  56. Glaube an die Ehre anderer ist immer ein Zeichen nobler Gesinnung.

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer

  57. Je idealer das Streben, je höher die sittlichen Anforderungen, die man an sich stellt, umso schmerzlicher das Bewusstsein der Schwäche.

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer