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Sprüche über Anstand

237 Sprüche — Seite 2

Feine Formen des Umgangs mögen unscheinbar wirken, doch im Anstand zeigt sich oft, wie ein Mensch andere wirklich betrachtet. Er verbindet Takt, Rücksicht und Würde zu einer Haltung, die nicht aus Zwang, sondern aus innerer Form entsteht. Deshalb bleibt dieses Thema weit bedeutender, als bloße Etikette vermuten lässt.

In kleinen Gesten wird sichtbar, ob Respekt nur behauptet oder tatsächlich gelebt wird. Anstand schützt vor Grobheit, hält Beziehungen tragfähig und verleiht dem Alltag jene Form, in der Achtung selbstverständlich werden kann.

  1. Die Halunken suchen immer Deckung hinter den guten Manieren ihrer Gegner.

    Otto Ernst

  2. Ich verlange nicht, dass der Kleinbürger seine Moral aufgibt, ich verlange nur, dass er mir meine lässt.

    José Ortega y Gasset

  3. Was mich anbetrifft, so zahle ich für die Fähigkeit, Menschen richtig zu behandeln, mehr als für irgendeine andere auf der ganzen Welt.

    John D. Rockefeller

  4. Die Höflichkeit ist dem Menschen was die Wärme dem Wachs.

    Arthur Schopenhauer

  5. Es gibt eine Grenze, wo Zurückhaltung aufhört, eine Tugend zu sein.

    Edmund Burke

  6. Ein guter Minister sollte an seinem Lebensende reicher an Ruhm und guten Taten geworden sein als an Vermögen.

    Nicolaus Machiavelli

  7. Man soll nie der ersten Gefühlswallung nachgeben, denn sie ist meistens edel, aber unklug.

    Charles de Talleyrand

  8. Wer im Verkehr mit Menschen die Manieren einhält, lebt von seinen Zinsen, wer sich über sie hinwegsetzt, greift sein Kapital an

    Hugo von Hofmannsthal

  9. Die Moral steckt in kurzen Sprüchen besser, als in langen Reden und Predigten.

    Carl Leberecht Immermann

  10. Heucheln, das Wort klingt schlecht, drum nennt man es Takt.

    Carl Spitteler

  11. Ein großer Mann zeigt seine Größe durch die Art, wie er kleine Leute behandelt

    Thomas Carlyle

  12. Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit.

    Willy Brandt

  13. Vornehmer als angreifen ist standhalten.

    Thomas von Aquin

  14. Wir sollten durch unser Leben die Erde zum Himmel machen.

    Johannes Chrysostomos

  15. Ein edles Herz verleugnet seine Gesinnung nicht; es ist ihm recht, wenn man ihm bis ins Innere sieht.

    Michel de Montaigne

  16. Einem schlechten Menschen einen Gefallen zu erweisen, ist genauso gefährlich, wie einen guten zu kränken

    Titus Maccius Plautus

  17. Rein durch das Leben zu gehen ist unmöglich. Aber sich zu reinigen ist möglich und höchstes Ziel

    Jakob Bosshart

  18. Die Ehre ist die Poesie der Pflicht!

    Alfred de Vigny

  19. Den besten Rat bekommt man nicht selten von den schlechtesten Menschen, weil sie von ihren eigenen Absichten ausgehen.

    Philip James Bailey

  20. Einen Vertrag abschließen ohne Hintergedanken, ihn aufs pünktlichste erfüllen, ist eine Tat von höchster geschäftlicher Klugheit

    Robert Bosch

  21. Charakter haben ist von allergrößter Bedeutung. Ein Mensch von Charakter lügt und betrügt nicht und hält sein Wort, er hat Pflichtgefühl gegen seinen Kunden, seine Familie und sich selbst, und das mac …

    Robert Bosch

  22. Eine anständige Art der Geschäftsführung ist auf die Dauer das Einträglichste, und die Geschäftswelt schätzt eine solche viel höher ein, als man glauben sollte

    Robert Bosch

  23. Alle edlen Eigenschaften machen den Menschen einsam.

    Theresa Keiter

  24. Wer mich ins Gesicht beschimpft, kann doch ein ehrbarer Mann und mein Freund sein.

  25. Eine verheiratete Frau darf nicht den Reis von zwei Männern essen.

  26. Achtbare Menschen entschuldigen die Tatsache, dass sie ihr Wort gebrochen haben, nicht damit, dass sie auf ihre Nachbarn weisen, die dasselbe getan haben.

    Sir Arthur Conan Doyle

  27. Auf Rechtschaffenheit versteht der Edle sich, auf Gewinn der Niedriggesinnte.

    Konfuzius

  28. Männer fürchten, dass ihnen die Feder, Frauen, dass ihnen die Moral entgleitet

  29. Sagt eine Dame 'Nein', so bedeutet das 'Vielleicht'; sagt sie 'Vielleicht', dann denkt sie dabei 'Ja', sagt sie 'Ja' - ist sie keine Dame

    Charles de Talleyrand

  30. Alle Untugenden, die gerade modern sind, gelten als Tugenden.

    Jean-Baptiste Molière

  31. Man ist nur schön, wenn man auch zugleich menschlich ist.

    Jean Anouilh

  32. Gerade Leute ohne Takt wollen ihn oft angeben.

    Peter Sirius

  33. Das Wesen der Unmoral ist die Neigung des Menschen, für die eigene Person Ausnahmen zu machen.

    Jane Laura Addams

  34. Unsere Tugenden sind meist die Bastarde unserer Sünden.

    Christian Friedrich Hebbel

  35. Jeder schliesst von sich auf andere und berücksichtigt nicht, dass es auch anständige Menschen gibt.

    Heinrich Zille

  36. Arbeitsplätze schaffen ist die vornehmste Verpflichtung eines Unternehmens gegenüber der Gemeinschaft.

    Walter Scheel

  37. Gastfreundschaft ist die Tugend, welche uns veranlasst, gewissen Menschen Nahrung und Obdach zu geben, die beides nicht nötig haben.

    Ambrose Bierce

  38. Menschen in Massen verlieren ihren Sinn für Anstand.

    John Galsworthy

  39. Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir seien gut

    Kurt Tucholsky

  40. Armut mit Anstand zu tragen, ist ein Zeichen von Selbstbeherrschung

    Demokrit

  41. Religion ist das, was die Armen davon abhält, die Reichen umzubringen

    Napoleon

  42. Worte kann man nicht essen, sie sind Wind; und von Artigkeiten kann man nicht leben, sie sind höflicher Betrug,

    Baltasar Gracián y Morales

  43. Gute Manieren bestehen aus lauter kleinen Opfern.

    Ralph Waldo Emerson

  44. Jeder Mensch hat auch seine moralische backside, die er nicht ohne Not zeigt und die er solange wie möglich mit den Hosen des Anstandes zudeckt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  45. Je jünger, einfacher und frömmer die Völker, desto mehr Tierliebe.

    Jean Paul

  46. Was gute Gesellschaft genannt wird, ist meistens nur ein Mosaik geschliffener Karikaturen.

    Friedrich von Schlegel

  47. Tugend ist zu Energie gewordene Vernunft.

    Friedrich von Schlegel

  48. Es liegt wenig daran, wie man geboren werde; aber es ist viel daran gelegen, wie man sterbe.

    Christina I. von Schweden

  49. Takt und Würde lehrt das eigene Herz, nicht der Tanzmeister

    Fjodor M. Dostojewski

  50. Der Charakter ist die Quelle des Lebens, aus der die einzelnen Handlungen fließen.

    Zenon von Kition

  51. Gesinnung vererben gilt mehr als Gut hinterlassen.

    Theodor Toeche-Mittler

  52. Das Leben ist kurz, aber man hat immer Zeit für Höflichkeit

    Ralph Waldo Emerson

  53. Es ist viel mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung.

    Jean-Jacques Rousseau

  54. Gute Erziehung hat einen schrecklichen Nachteil: Sie schließt einen von vielem aus

    Oscar Wilde

  55. An das Gewissen zu appellieren, geniert den, der es tut, beinahe mehr als den, der gemeint ist.

    Emil Gött

  56. Das Böse ist das, was mehr Nachteile als Vorteile und das Gute, was mehr Vorteile als Nachteile hat

    Denis Diderot

  57. Einsamkeit, verbunden mit einem klaren, heiteren Bewußtsein ist, ich behaupte es, die einzig wahre Schule für einen Geist von edlen Anlagen.

    Gottfried Keller

  58. Gutsein ist ein weit gewaltigeres Abenteuer als eine Weltumsegelung.

    Gilbert Keith Chesterton

  59. Man muss die erste Chance nutzen, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Eine zweite gibt es meistens nicht.

  60. Einen Dummkopf zu betrügen, ist eine Handlung, die eines Menschen von Geist würdig ist.

    Giacomo Casanova