
Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes. Manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben, als man ertragen kann, dann stärkt sich indessen leise das Schöne und berührt wieder unsere Seele.
Bedeutung
Hofmannsthal beschreibt das Wechselspiel von Traurigkeit und Schönheit in der Welt. Manchmal wirkt das Schwere so mächtig, dass es die eigene Kraft übersteigt. Doch das Schöne verschwindet nicht, sondern sammelt sich leise und erreicht die Seele wieder. Der Spruch spendet Trost, weil er Leid nicht kleinredet und Hoffnung nicht laut ausruft. Schönheit wird als stille Gegenkraft gezeigt, die nach und nach wieder berühren und stärken kann. Gerade die leise Bewegung macht den Gedanken glaubwürdig.
Verwendung
Besonders geeignet für Trauerkarten, Kondolenzbriefe, Gedenkfeiern und Texte nach schweren Verlusten. Der Spruch passt, wenn Trost behutsam klingen soll, ohne schnelle Antworten zu geben, und wenn Hoffnung als leise Rückkehr von Schönheit beschrieben werden darf, etwa nach langer Trauer oder Erschöpfung im Alltag danach.
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Über Hugo von Hofmannsthal
Über den Autor
Schriftsteller und Dramatiker · Österreichisch · 1874 - 1929
Hugo von Hofmannsthal (1874–1929) war ein österreichischer Lyriker, Dramatiker und Librettist, der als Mitbegründer der Salzburger Festspiele die Wiener Moderne mitgeprägt hat.
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Als Vertreter des Fin de Siècle verfasste Hofmannsthal bereits in jungen Jahren vielbeachtete Lyrik und Dramen. Er arbeitete eng mit dem Komponisten Richard Strauss zusammen und schrieb Libretti für Opern wie „Der Rosenkavalier" und „Elektra". Seine Gründungsbeteiligung an den Salzburger Festspielen 1920 sicherte ihm ein bleibendes kulturelles Erbe.
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