
Wer einen Aal fangen will, macht erst das Wasser trüb.
Bedeutung
Dieses deutsche Sprichwort beschreibt eine bekannte Angelfischerei-Technik als Metapher für strategisches Handeln: Um einen Aal zu fangen, muss man das Wasser trüben, denn Aale halten sich im Schlamm auf und sind im klaren Wasser schwer zu greifen. Im übertragenen Sinne meint der Spruch: Wer ein Ziel erreichen will, muss manchmal die Umstände zu seinen Gunsten verändern, auch wenn das Unruhe oder Unklarheit schafft. Der Spruch ist eine nüchterne Beschreibung realistischen Vorgehens: Nicht der Idealist gewinnt, sondern derjenige, der die Bedingungen klug manövriert.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen sowie Texte über Strategie, Taktik und das pragmatische Vorgehen zum Ziel. Auch geeignet als einprägsames Zitat in Reden über Verhandlungsführung, Strategie oder die Frage, ob der Zweck die Mittel heilige, mit der gebotenen kritischen Einordnung.
Wie gefällt dir dieser Spruch?
Durchschnittsbewertung: 5.00 von 5 (1 Stimme)
Gewichtete Bewertung (Bayesian): 3.88 von 5

Ähnliche Sprüche
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht
— Abraham Lincoln
Der Mensch glaubt manchmal, er sei zum Besitzer, zum Herrscher erhoben worden. Das ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil …
Wie lange ich lebe, liegt nicht in meiner Macht; dass ich aber, solange ich lebe, wirklich lebe, das hängt von mir a …
— Seneca
Alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann.
— Leo Tolstoi