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Leben? Wohl dem, dem es spendet

Spruchbild: Leben? Wohl dem, dem es spendet Arbeit, Freunde, täglich Brot. Doch das Beste, was es send …

Leben? Wohl dem, dem es spendet Arbeit, Freunde, täglich Brot. Doch das Beste, was es sendet, ist das Wissen, dass es endet, ist der Ausgang, ist der Tod.

Bedeutung

Fontane betrachtet das Leben dankbar und zugleich radikal von seinem Ende her. Arbeit, Freunde und tägliches Brot erscheinen als gute Gaben, doch der Tod wird als letzter Ausgang genannt. Das ist kein leichter Trost, sondern eine ernste Deutung von Endlichkeit: Der Tod beendet auch Mühe, Bedürftigkeit und Lebenslast. Die Verse können entlastend wirken, bleiben aber schwer und nicht für jede Trauersituation passend Fontanes ruhiger Ton macht die Härte tragfähig, aber nicht harmlos.

Verwendung

Geeignet für literarische Trauertexte, philosophische Betrachtungen über Sterblichkeit oder sehr bewusst gewählte Abschiedsworte. Für klassische Kondolenzkarten ist der Spruch oft zu hart, weil er den Tod ausdrücklich als das Beste bezeichnet. Wegen dieser schweren und missverständlichen Todesdeutung sollte der Spruch nicht automatisch ausgespielt werden In literarischen Gedenktexten kann er eine ernste, würdevolle Schlussnote setzen redaktionell.

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Über Theodor Fontane

Über den Autor

Schriftsteller · Deutsch · 1819 - 1898

Theodor Fontane (1819–1898) schrieb mit „Effi Briest" und „Der Stechlin" Schlüsselwerke des deutschen Realismus – ausgebildeter Apotheker, der erst im Alter zum Romanautor wurde.

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Fontane wuchs in Neuruppin und Swinemünde auf und absolvierte zunächst eine Apothekerausbildung, bevor er als Balladendichter und Journalist Fuß fasste. Als Regierungspressereferent und Redakteur der Kreuzzeitung erarbeitete er nebenbei die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg". Seinen Ruf als Romanautor begründete er erst im fortgeschrittenen Alter – seine hugenottischen Wurzeln und das Berliner Milieu prägten sein Werk nachhaltig.

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