
Mag dir dies und das geschehn, lerne still darüber stehn, sieh dir selber schweigend zu, bis das wilde Herz in Ruh.
Bedeutung
Der Eintrag lebt von seinem persoenlichen Ton und der leicht rhythmischen Sprache. Er will keine grosse Theorie beweisen, sondern im Album eine Spur von Zuwendung, Ruhe oder Erinnerung hinterlassen. Die Wirkung entsteht aus der Naehe des Handschriftlichen: Der Spruch klingt wie ein kleiner Gruss, der spaeter wiedergefunden wird und an eine konkrete Person erinnert. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in Poesiealben, Freundschaftsbuecher, handschriftliche Karten oder nostalgische Erinnerungsseiten. Besonders stimmig ist er, wenn der Eintrag leicht, persoenlich und ein wenig altmodisch wirken darf. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Christian Morgenstern
Über den Autor
Schriftsteller · Deutsch · 1871 - 1914
Christian Morgenstern (1871–1914) schuf mit den „Galgenliedern" absurd-komische Gedichte, die Sprache und Logik auf einzigartige Weise spielerisch unterliefen.
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Neben seiner komischen Lyrik verfasste Morgenstern auch ernste, von Rudolf Steiners Anthroposophie beeinflusste Dichtung. Er arbeitete zudem als Übersetzer, u. a. von Ibsen und Strindberg. Morgenstern starb bereits mit 42 Jahren in Untermais, Tirol, an den Folgen einer Tuberkulose-Erkrankung, die ihn sein ganzes Erwachsenenleben begleitete.

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Jede Krankheit hat ihren besonderen Sinn, denn jede Krankheit ist eine Reinigung; man muss nur herausbekommen, wovon.
— Christian Morgenstern
Es ist merkwürdig, dass ein mittelmäßiger Mensch oft vollkommen recht haben kann und doch nichts damit durchsetzt.
— Christian Morgenstern
Einander kennenlernen heißt, lernen wie fremd man einander ist.
— Christian Morgenstern
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Weise Lebensführung gelingt keinem Menschen durch Zufall. Man muss, solange man lebt, lernen, wie man leben soll.
— Seneca
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