
Mir ist kein Lesen nützlicher, als solches kurzer Gedanken. Keines scheint mir reichhaltiger, belehrender, anwendbarer.
Bedeutung
Johann Kaspar Lavater, der Schweizer Theologe und Physiognomiker, formuliert in diesem Satz eine Überzeugung über das Lesen kurzer, konzentrierter Texte: Aphorismen, Sentenzen und Maximen sind die reichhaltigste und lehrreichste Form der Lektüre. Das ist ein Plädoyer für die Dichte des Kurzen: Ein einziger guter Satz kann mehr enthalten als ein ganzes Buch. Lavater, der selbst in Aphorismen schrieb und sein Denken in kurzen, prägnanten Formen verdichtete, beschreibt damit eine Ästhetik der Konzentration: Das Kurze ist oft das Reichste.
Verwendung
Passend als Lavater-Zitat in Texten über Aphorismen, Sentenzen und den besonderen Wert kurzer, konzentrierter Texte sowie für Beiträge über Lesen, Bildung und die Überzeugung, dass im Kurzen oft die größte Dichte steckt. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Kunst der Verdichtung.
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Über Johann Kaspar Lavater
Über den Autor
Philosoph und Schriftsteller · Schweizerisch · 1741 - 1801
Johann Kaspar Lavater (1741–1801) war ein Zürcher Pfarrer und Philosoph, der als Hauptvertreter der Physiognomik den Charakter eines Menschen aus seinen Gesichtszügen zu deuten versuchte.
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Lavater wirkte in der Zeit der Aufklärung und verband theologisches Denken mit dem Versuch, Persönlichkeit und Seele durch die äußere Erscheinung des Menschen wissenschaftlich zu erfassen. Seine Werke zur Physiognomik fanden in ganz Europa Beachtung und machten ihn zu einer der einflussreichsten Figuren des späten 18. Jahrhunderts. Er lebte und starb in Zürich, wo er auch als reformierter Geistlicher tätig war.

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