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Sprüche über Würde

162 Sprüche — Seite 3

Würde bezeichnet jenen inneren Wert, der einem Menschen nicht erst durch Erfolg, Stellung oder Zustimmung verliehen werden muss. Sie zeigt sich in Haltung, Selbstachtung und dem stillen Bewusstsein, auch unter Druck nicht beliebig zu werden. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Grundlagen menschlicher Größe.

Besonders sichtbar wird Würde dort, wo jemand nicht durch äußeren Glanz, sondern durch Standhaftigkeit und Maß beeindruckt. Sie bewährt sich in Niederlagen ebenso wie in Anerkennung und verlangt, dass das Eigene nicht unter dem Blick anderer preisgegeben wird.

  1. Die Ehre hat gesetzlichen Anspruch auf Feierabend und Pension.

    Emil Gött

  2. Am teuflischsten ist der Teufel in ehrbarem Gewand

    Elizabeth Barrett Browning

  3. Das Leben ist weder ein Vergnügen noch ein Schmerz, sondern eine ernste Angelegenheit, mit welcher wir beauftragt sind und die wir zu unserer Ehre führen und vollenden müssen.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  4. Ich wollte, ich stände auf einem hohen Berge, von wo aus ich auf der ganzen Welt gehört werden könnte; ich würde rufen mit solcher Stimme, daß alle es hörten: O ihr Menschenkinder, betet, betet, …

    Theresia von Avila

  5. Wenn bei einer Diskussion auch nur ein Fünkchen Wahrheit herauskäme, würde weniger diskutiert werden. Nichts ist so tödlich langweilig, wie einander zu verstehen: Man hat sich nichts mehr zu sagen.

    Jules Renard

  6. Der Ruhm eines Hochmütigen wird schnell zur Schande.

    Publius Syrus

  7. Ich würde dir gern schreiben, ins Album ein Gedicht. Sorry, das ist unmöglich, denn dichten kann ich nicht.

  8. Sollten alle Ehebrecher graue Röcke tragen, so würde das Tuch teuer.

  9. Der Krone würdig sein, ist mehr, als Kronen tragen.

    Friedrich von Cronegk

  10. Geistige Größe kann alle körperlichen Gebrechen unsichtbar machen.

  11. Der Mensch kann nichts Höheres erstreben im Kampfe mit Sorge und Not, al ein gutes Gewissen im Leben und einen guten Namen im Tod.

    Friedrich von Bodenstedt

  12. Es gibt eine natürliche Aristokratie unter den Menschen. Sie beruht auf Tugend und Talent.

    Thomas Jefferson

  13. Entfremdet und entwürdigt ist nicht nur der, der kein Brot hat, sondern auch der, der keinen Anteil an den großen Gütern der Menschheit hat.

    Rosa Luxemburg

  14. Der Stand der Schauspieler galt bei den Römern für schimpflich, bei den Griechen für ehrbar. Heute denken wir über sie im Grunde immer noch wie die Römer, verkehren aber mit ihnen wie die Griechen.

    Jean de la Bruyère

  15. Wenn der Vogel wüßte, wie arm er ist, würde er nicht so süß singen.

  16. Wodurch wird Würd und Glück erhalten lange Zeit? Ich meine, durch nichts mehr als Bescheidenheit

    Friedrich von Logau

  17. Kein einziges Tier der ganzen Erde ist der vollsten und ungeteiltesten Achtung, der Freundschaft und Liebe des Menschen würdiger als der Hund

    Alfred Edmund Brehm

  18. Es würde nichts nützen, wenn wir uns selbst so sehen könnten, wie uns andere sehen - denn wir würden es eh' nicht glauben!

    James Thurber

  19. Achtung ist mehr als Beachtung, Ansehen mehr als Ruf. Ehre mehr als Ruhm.

    Nicolas Chamfort

  20. Wenn wir uns so sehen würden, wie uns andere sehen - würde das unsere schlimmsten Befürchtungen über sie bestätigen

    Franklin P. Jones

  21. Kein großer Mensch hinterlässt uns von sich ein verschwommenes Bild, sondern ein scharfes und sehr bestimmtes.

    André Gide

  22. Jedes kleine Wesen würde erfrieren und sinken, würde es nicht vom rings umwallenden Leben gewärmt und getragen.

    Jean Paul

  23. Ein Volk wird danach beurteilt, wie es seine Toten bestattet

    Perikles

  24. Der Mensch setzt Ruhm an wie das Schwein Fett

  25. Wenn ich unter all den Müttern, die ich sah, zu wählen hätte, würde ich meine Mutter gewählt haben

    Thomas Carlyle

  26. Wer den Begriff Komplex der Ehre großzügig interpretiert, kann unbeschadet ein Leben lang Politiker bleiben

    Christa Schyboll

  27. Ein schönes Sterben ehrt das ganze Leben

    Francesco Petrarca

  28. Das Leben ist eine Anstrengung, die einer besseren Sache würdig wäre.

    Karl Kraus

  29. Für die Völker wie für den Einzelnen gibt es Umstände, wo die Stimme der Ehre diejenige der Klugheit übertönen muss.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  30. Der Schmeichler ist dem Herren lieb, doch stiehlt er die Ehr' ihm wie ein Dieb

  31. Sei Mensch und ehre Menschenwürde

    Robert Bosch

  32. Es ist die Würde des Menschen im Schriftsteller, was den Stil macht, nicht das Können.

    Fanny Lewald

  33. Der Mensch hängt unzerreißbar fest an den Wurzeln seiner Ehre, wie weit sie auch in die graueste Vergangenheit hineinragen.

    Wilhelmine von Hillern

  34. Jeden adelt sein eigenes Werk.

    Juvenal

  35. Tränen sind der Augen edle Sprache.

    Robert Herrick

  36. Die ganze Welt liebt einen guten Verlierer

    Kin Hubbard

  37. Zeit verleiht allen Dingen Würde. Sie gibt ein Weniges von ihrer Ewigkeit an sie ab.

    August Pauly

  38. Würde ist ein goldener Sattel, die jedem Esel auferlegt werden kann.

    August Pauly

  39. Es gibt viele Leute in der Welt, aber wenig Menschen.

    August Pauly

  40. Edler Stolz erkennt sich selbst; Hochmut sieht nur die Gebrechen anderer.

    Heinrich Martin

  41. Die Ehre gleicht einer abschüssigen, unzugänglichen Insel. Man kann nicht wieder zu ihr zurück, wenn man sie einmal verlassen hat.

    Nicolas Boileau-Despreaux

  42. Legen wir unserer Begabung keine Zwang auf; das Ergebnis würde immer nur plump ausfallen.

    August Lafontaine