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Sprüche über Würde

162 Sprüche — Seite 2

Würde bezeichnet jenen inneren Wert, der einem Menschen nicht erst durch Erfolg, Stellung oder Zustimmung verliehen werden muss. Sie zeigt sich in Haltung, Selbstachtung und dem stillen Bewusstsein, auch unter Druck nicht beliebig zu werden. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Grundlagen menschlicher Größe.

Besonders sichtbar wird Würde dort, wo jemand nicht durch äußeren Glanz, sondern durch Standhaftigkeit und Maß beeindruckt. Sie bewährt sich in Niederlagen ebenso wie in Anerkennung und verlangt, dass das Eigene nicht unter dem Blick anderer preisgegeben wird.

  1. Das nenne ich würdig, fürwahr, sich im Alter zu beschäftigen!

    Heinrich von Kleist

  2. Die Würde, die in der Bewegung eines Eisberges liegt, beruht darauf, dass nur ein Achtel von ihm über dem Wasser ist.

    Ernest Miller Hemingway

  3. Von der Zunge hängt des Menschen Würde und Glück ab.

    Erasmus von Rotterdam

  4. Wie kahl und jämmerlich würde manches Stück Erde aussehen, wenn kein Unkraut darauf wüchse.

    Wilhelm Raabe

  5. Größe ist nicht, Anerkennungen zu erhalten, sondern sie zu verdienen

    Aristoteles

  6. Wie froh bin ich, dass ich Spargel nicht leiden kann; denn wenn er mir schmecken würde, dann würde ich ihn essen, und ich hasse das Zeug !

    Lewis Carroll

  7. Arbeit schändet nicht.

    Hesiod

  8. Für die Menschen gibt es nichts Überzeugenderes als die Erfolge, willig beugen sie sich dem Glücke und dem Ruhm.

    Leopold von Ranke

  9. Nicht mit Worten wirkt man auf den anderen, sondern durch sein Wesen.

    Romain Rolland

  10. Lebenswert wird diese Erde durch Menschen, die sich nicht kaufen und bestechen lassen, sondern die den Wert jeder Person höher einschätzen als großen Gewinn oder eigenen Erfolg.

    Rainer Haak

  11. Sklavische Hingabe an die Launen des Schicksals ist eines denkenden Menschen unwürdig.

    Heinrich von Kleist

  12. Gute Arbeit wird durch ein stärkendes Umfeld gefördert. Würdelose Behandlung untergräbt sie.

    Else Pannek

  13. Takt und Würde lehrt das eigene Herz, nicht der Tanzmeister

    Fjodor M. Dostojewski

  14. Wer seine Freunde zu Gast hat und sich in keiner Weise persönlich um das Mahl kümmert, das für sie bereitet wird, ist unwürdig, Freunde zu haben.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  15. Die Pflicht gegen sich selbst besteht darin, dass der Mensch die Würde der Menschheit in seiner eigenen Person bewahre.

    Immanuel Kant

  16. Schöne Mädchen geben ihren schlecht behandelten Liebhabern oft durch hässliche oder unwürdige Ehemänner eine späte, ausreichende Genugtuung.

    Jean de la Bruyère

  17. Es ist leicht, ein Werk zu kritisieren, aber es ist schwer, es zu würdigen.

    Marquis de Vauvenargues

  18. Man muss einen Fehler mit Anmut rügen, und mit Würde bekennen.

    Friedrich von Schiller

  19. Der Beweis von Heldentum liegt nicht im Gewinnen einer Schlacht, sondern im Ertragen einer Niederlage

    David Lloyd George

  20. Wer tugendhaft lebt und handelt, der legt seinen Adel an den Tag.

    Giovanni Boccaccio

  21. Die Tugend würde nicht so weit gehen, wenn die Eitelkeit ihr nicht Gesellschaft leisten würde.

    François de la Rochefoucauld

  22. Einen Dummkopf zu betrügen, ist eine Handlung, die eines Menschen von Geist würdig ist.

    Giacomo Casanova

  23. Der Begleiter des Ruhms ist der Neid

    Cornelius Nepos

  24. Das Wichtigste im Leben ist halt doch, dass man sich eines guten Rufes erfreut. Dann kann man sich leisten, was man will!

    Don Bosco

  25. Es ist keine Ehre von einem Narren gelobt zu werden

    Konfuzius

  26. Würde bringt Bürde

  27. Offenbar ist der Mensch zum Denken bestimmt - das ist seine Würde und Größe, seine Pflicht aber ist es, richtig zu denken.

    Blaise Pascal

  28. Es ist nicht leicht, Glück mit Anstand zu tragen.

  29. Armut schändet nicht - ist ein Sprichwort, das alle Menschen im Munde führen, aber keiner im Herzen.

    August von Kotzebue

  30. Ein Charakter ist wie ein Baum und der gute Ruf wie sein Schatten

    Abraham Lincoln

  31. Die Anerkennung ernster Menschen gewinnen wir durch Leistung, die der Masse durch Glück.

    François de la Rochefoucauld

  32. Wir müssen lernen, den Menschen weniger auf das, was er tut oder läßt, als auf das, was er leidet, anzusehen.

    Dietrich Bonhoeffer

  33. So wie die großen Sphinxen, in nobler Haltung durch die Ewigkeit durch lauernd auf dem heißen Wüstensand, so starren Katzen sorglos ins Nichts, ruhig und weise.

    Charles Baudelaire

  34. Wenn aus dir selbst nicht der Adel spricht, so nützen tausend Ahnen nichts.

  35. Nicht, dass man dich nicht kennt, sei deine Sorge, sorge dafür, dass du des Kennens wert bist.

    Konfuzius

  36. Die Arbeit ist der Eckstein, auf dem die Welt ruht, sie ist die Wurzel unserer Selbstachtung.

    Henry Ford

  37. Es liegt in der deutschen Natur, alles Ausländische in seiner Art zu würdigen, und sich fremder Eigentümlichkeit zu bequemen.

    Johann Peter Eckermann

  38. Wenn ich nochmals eine Frau entführen sollte, würde ich den Gatten mitnehmen.

    Franz Liszt

  39. Alles Denken ist wesentlich optimistisch. Der vollendete Pessimist würde verstummen und -sterben

    Christian Morgenstern

  40. Wenn ich acht Stunden Zeit hätte, einen Baum zu fällen, würde ich sechs Stunden die Axt schleifen.

    Abraham Lincoln

  41. Männer, die in Stiefeln zu sterben hoffen, verunglücken gar zu oft in Pantoffeln.

  42. Ein Mann, den niemand achtet, verliert dadurch seine Würde, und so zählt dieser Mann nur noch halb, auch wenn er unversehrt ist.

    Gottfried von Strassburg

  43. Wer tugendhaft lebt, wird geehrt, aber er wird nicht beneidet.

  44. Keine wahre und dauernde Liebe kann ohne Achtung bestehen; jede andere zieht Reue nach sich und ist einer edlen Sache unwürdig.

    Johann Gottlieb Fichte

  45. Große Menschen sind Inhaltsverzeichnise der Menschheit.

    Christian Friedrich Hebbel

  46. Für mich ist die größte Entfaltung menschlichen Lebens, in Frieden und Würde zu sterben, denn das ist die Ewigkeit.

    Mutter Theresa

  47. Vom Fleißigen ist immer viel zu lernen, doch zu beseligen vermag nur Größe.

    Christian Morgenstern

  48. Würde ist eine körperliche Kunst, erfunden, um die Mängel des Geistes zu verbergen.

    François de la Rochefoucauld

  49. Wenn alle Tage im Jahre gefeiert würden, so würde Spiel so lästig sein wie Arbeit.

    William Shakespeare

  50. Was ist Ehre ohne Verdienst? Und was kann man gerechtes Verdienst nennen, wenn nicht das, was einen Menschen sowohl gut als groß macht?

    Daniel Defoe

  51. Die begründete wie die unbegründete Eifersucht vernichtet diejenige Würde, deren die gute Liebe bedarf.

    Gottfried Keller

  52. Ruhm ist die Summe der Missverständnisse, die sich um einen Namen sammeln.

    Rainer Maria Rilke

  53. Bei seinem Tun und Lassen sollte es dem Menschen auf Billigung und nicht auf Beifall ankommen.

    Charles-Louis de Montesquieu

  54. Hätte ich mich mit dem Schöpfer beraten, als er das Menschengeschlecht schuf, so würde ich ihn gebeten haben, die Runzeln unterhalb der Ferse anzubringen.

    Ninon de Lenclos

  55. Nimmer würde ein Mensch, der Durst nach Wein hat, so sehnlich seiner begehren, dafern nicht etwas von Gott in ihm wäre.

    Eckhart von Hochheim

  56. Zusammenfassung des Benehmens: die eigene Würde zu bewahren, ohne die Freiheit anderer zu stören

    Francis Bacon

  57. Wüsste ich nicht, dass die Treue so alt ist wie die Welt, so würde ich glauben, ein deutsches Herz habe sie erfunden.

    Christian Johann Heinrich Heine

  58. Im Dunkeln bleibt hell auch der gute Name

    Publius Syrus

  59. Arbeit schändet nicht, die Trägheit aber entehrt uns

    Hesiod

  60. Wenn das Herz denken könnte, würde es still stehen.

    Fernando Pessoa