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Sprüche über Verschwendung

131 Sprüche — Seite 2

Was über das Notwendige hinaus leichtfertig verbraucht wird, offenbart oft ein gestörtes Verhältnis zu Maß und Wert. Verschwendung betrifft Zeit, Worte, Geld und Kräfte und macht sichtbar, wie wenig das Gegebene geachtet wird, wenn Fülle für selbstverständlich gehalten wird. Darum trägt dieses Thema eine moralische Schärfe in sich.

Ihr Problem ist nicht bloß Übermaß, sondern Blindheit für Folgen und Bedeutung. Verschwendung entwertet, was kostbar sein könnte, und erinnert daran, dass der rechte Umgang mit Gütern immer auch eine Frage der inneren Haltung ist.

  1. Durch Schlemmerei und Schlaf und Müßiggang, ward alle Tugend aus der Welt vertrieben

    Francesco Petrarca

  2. Wenn Menschen Glück kaufen könnten, würden sie es bestimmt eine Nummer zu gross wählen.

    Pearl S. Buck

  3. Wir sind Dickhäuter, wir strecken die Hände nacheinander aus, aber es ist vergebliche Mühe, wir reiben nur das grobe Leder aneinander ab.

    Georg Büchner

  4. Auf dieser Welt halte ich zwei Beschäftigungen für besonders nutzlos: Laubsägearbeiten und die Fotografie.

    Anton Tschechow

  5. Die Gesellschaft setzt sich aus nur zwei großen Klassen zusammen: die einen haben mehr Mahlzeiten als Appetit, und die andern weit mehr Appetit als Mahlzeiten.

    Nicolas Chamfort

  6. Vielleicht war meine Gleichgültigkeit nur ein Übermaß an Begierde.

    Gustave Flaubert

  7. Mitgefühl ist nie verschwendet, es sei denn, man hat Mitleid mit sich selbst.

    Henri Dunant

  8. Liebe ist eine Frucht, die immer Saison hat, und jeder kann davon pflücken, soviel er will.

    Mutter Theresa

  9. Die Straße des Exzesses führt zum Palast der Weisheit

    William Blake

  10. Das Grämen vor der Zeit halte ich für ein sehr unnützes Geschäft

    Katharina Elisabeth Goethe

  11. Die Natur ist ein Verschwender, der keine Kosten scheut, um sein Werk in kürzester Zeit zu vollenden.

    Thomas Alva Edison

  12. Wo immer es exzessiven Reichtum gibt, herrscht im Gegenzug auch exzessive Armut.

    Walter Savage Landor

  13. Wer in der Einsamkeit noch geistig mit seinen Widersachern weiterkämpft, gibt sich überflüssig aus.

    Prentice Mulford

  14. Für Verschwender ist das Geld rund, für Sparsame flach.

    Honoré de Balzac

  15. Alle Dinge, die über Maß und Zeit gehen, sind von kurzer Dauer.

    Giovanni Boccaccio

  16. Mäßigung und freiwillige Enthaltsamkeit sind das sicherste Verwahrungsmittel gegen Überdruß und Erschlaffung.

    Christoph Martin Wieland

  17. Verschwendete Zeit ist Dasein; gebrauchte Zeit ist Leben.

    Edward Young

  18. Ich wundere mich oft darüber, wie leichtfertig man um Zeit bittet und sie anderen gewährt. Es ist gleichsam, als wenn um ein Nichts gebeten würde.

    Seneca

  19. Ist die Zeit das Kostbarste unter allem, so ist Zeitverschwendung die allergrößte Verschwendung.

    Benjamin Franklin

  20. Wenn ganz ohne Sorgen die Tage verschweben, das ist ein hohles, ein halbes Leben, doch glücklich ist der begnadete Mann, der seine Sorgen sich wählen kann.

    Oscar Blumenthal

  21. Fortwährendem Entbehren folgt Stumpfheit ebenso wie übermässigem Genuss.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  22. Die Jugend ist etwas Wundervolles. Es ist eine wahre Schande, dass man sie an Kinder vergeudet

    George Bernard Shaw

  23. Borgen macht Sorgen, drum soll man nicht mehr verzehren, als der Pflug kann ernähren.

  24. Fettes Leben macht mageres Testament.

  25. Wer viel kauft, was er nicht braucht, muss bald verkaufen, was er braucht.

  26. Prozesse, Karten und Wirtshaus, bringen den Bettelstock ins Haus.

  27. Wer ausgibt und nicht Rechnung führt, der wird bald arm, ohn' dass er's spürt.

  28. Zwei Schelme braucht Geld und Gut, einen, der's gewinnt, und einen, der's vertut.

  29. Mancher sucht einen Pfennig und verbrennt ein Dreierlicht.

  30. Zügellosigkeit hat zur natürlichen Folge Erschlaffung, Missbrauch der Freiheit den Verlust derselben.

    Friedrich von Schlegel

  31. Tee, Kaffee und Leckerli bringen den Bürger ums Äckerli.

  32. Jeder Luxus verdirbt die Sitten oder den Geschmack

    Joseph Joubert

  33. Jeder Segen der Zivilisation ist entweder ein Fluch oder überflüssig.

    August Strindberg

  34. Wenn zu rechter Zeit der Mensch fassen würde, welch süße Gabe der Schlaf ist, es würde keiner mehr ihn mutwillig auf das Nichtswürdigste verschleudern.

    Jeremias Gotthelf

  35. Fanatiker sind unverbesserlich. Man sollte seine Zeit nicht damit verbringen, sie zu bekämpfen oder überzeugen zu wollen.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  36. Nichts lernt sich so leicht wie der Luxus, auch der des Geistes.

    Moritz Heimann

  37. Wir verschwenden unsere Zufriedenheiten und rechnen wie Geizhälse mit unseren Widerwärtigkeiten.

    Carl Ludwig Schleich

  38. Worte sind wie Laub - wo sie im Übermaß sind, findet man keine Früchte darunter

    Alexander Pope

  39. Das Glück gleicht oft den reichen, verschenderischen Frauen, welche die Häuser ruinieren, denen sie eine große Mitgift zugebracht haben.

    Nicolas Chamfort

  40. Wenn die Menschen auf Staatsangelegenheiten, Politik und auch auf ihre eigenen Geschäfte so viel Denken, Sorge, Erwägung verwenden würden, wie sie darauf verschwenden, was sie zu einem Maskenball anzi …

    John Steinbeck

  41. Manche Leute fällen einen Baum, wenn sie einen Zahnstocher brauchen.

  42. Zu viel verschenkt, wer selber Freude braucht.

    Else Pannek

  43. Republiken enden durch Luxus, Monarchien durch Armut

    Charles-Louis de Montesquieu

  44. Luxus muss sein. Wenn die Reichen nichts verschwenden, verhungern die Armen.

    Charles-Louis de Montesquieu

  45. Fresser und Säufer verstehen nichts vom Essen und vom Trinken.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  46. Auch Quellen und Brunnen versiegen, wenn man zu oft aus ihnen schöpft

    Demosthenes

  47. Man weiß nicht, was genug ist, bevor man weiß, was mehr als genug ist

    William Blake

  48. Der Arme soll sparsam sein, der Reiche soll ausgeben

    Carl Friedrich Paul Ernst

  49. Die Zeit, welche die Technik erspart, kostet der Bürokrat, der sie organisiert

    Ludwig Marcuse

  50. Am glücklichsten ist, wer sowohl Geld spart, als auch ausgibt, denn beides macht Spaß

    Samuel Johnson

  51. Drei Dinge muss der Mensch wissen, um gut zu leben: Was für ihn zu viel, was für ihn zu wenig, und was genau richtig ist

  52. Eine Insel ist nicht mehr wert als das Festland, wenn sie zu groß ist.

    David Herbert Lawrence

  53. Bisweilen macht sich das Schicksal über einen armen Teufel lustig, und lässt ihn im Greisenalter reich werden.

    Otto Weiss

  54. Wer nicht Undank leiden kann, ist der Welt ein unnützer Mann.

    Georg Rollenhagen

  55. Es gibt keinen größeren Verschwender als den Geizhals. Er vergeudet sein Leben auf die Entbehrung dessen, was er weder genießen kann noch will.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  56. Ehe sie den Wert des Lebens erkannt, haben die meisten es schon halb durcheilt.

    Theodor Toeche-Mittler

  57. Jeder Tag ohne Liebe zu erweisen oder zu empfangen, ist ein verlorener in Gottes Reich.

    Theodor Toeche-Mittler

  58. Zeitvertreib ist etwas Abscheuliches. Man verscheucht dabei das, was man am dringendsten braucht.

    Frederico Garcia Lorca

  59. Sind der Bauleute zu viele, so wird das Haus schief.

  60. Eine Chance ist wie ein Sessellift. Sie geht niemals verloren. Sie geht höchstens vorbei.