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Sprüche über Ungerechtigkeit

119 Sprüche — Seite 2

Nichts wird von Kindern wie von Erwachsenen so schnell und so scharf empfunden wie Ungerechtigkeit. Sie verletzt das Vertrauen darauf, dass Leistung, Bedürftigkeit oder Würde angemessen wahrgenommen werden, und hinterlässt deshalb oft tiefe Bitterkeit. Darum gehört dieses Thema zu den empfindlichsten Fragen des Zusammenlebens.

Ihre Schärfe liegt darin, dass Ungerechtigkeit nicht nur äußeren Schaden anrichtet, sondern auch das Gefühl für Ordnung und Zugehörigkeit erschüttert. Wo sie sich häuft, wachsen Ohnmacht, Zorn und Misstrauen gegen die Welt.

  1. Erziehung läuft auf zweierlei hinaus: Ungerechtigkeiten erdulden und Langeweile ertragen lernen.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  2. Wahrhaft ungütig sind wir nur gegen Menschen, von denen wir wissen, dass sie uns niemals verloren gehen können.

    Arthur Schnitzler

  3. In eigener Sache ist man immer der mildeste Richter

  4. Mach einen Freund nicht einem Bruder gleich, doch wenn, tu ihm als Erster nicht ein Unrecht an.

  5. Das erste, was Kinder in der Schule lernen, ist, dass andere Kinder mehr Taschengeld bekommen als sie.

  6. Erfolge nehmen alle in Anspruch, Misserfolge werden einem einzigen zugeschrieben.

    Sophokles

  7. Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht

    Marie von Ebner-Eschenbach

  8. Der Gerechte ist am wenigsten zu erschüttern; der Ungerechte ist von höchster Erschütterung durchdrungen.

    Epikur

  9. Eine Frau, die heute in einem wissenschaftlichen Beruf ebensoviel leistet wie ein Mann, muss zehnmal tüchtiger sein als dieser, weil sie zehnmal mehr Schwierigkeiten zu überwinden hat.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  10. Der eine hat Glück, der andre sät darauf.

  11. Wer ein Vergehen übergeht, lädt zu neuen Fehltritten ein.

    Publius Syrus

  12. Man tut den Frauen Unrecht, wenn man sagt, sie würden immer zu spät fertig; es ist nicht wahr: sie fangen immer nur zu spät an.

    Gottlieb Moritz Saphir

  13. Wer einen Stein verrückt am Bau des Rechtes, wirft das Haus zusammen.

    Friedrich Halm

  14. Einer, dessen Herz von Eifersucht verzehrt wird, ist niemals gerecht.

    George Sand

  15. Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein, um sicher Unrecht zu tun, muss man die Rechte studiert haben.

    Georg Christoph Lichtenberg

  16. Das Leben ist ungerecht, aber nicht immer zu deinen Ungunsten.

    John F. Kennedy

  17. Die Fliege setzt sich immer auf ein mageres Pferd.

  18. Beleidigungen sind die Argumente derer, die unrecht haben.

    Jean-Jacques Rousseau

  19. Hochmut ist, aus Liebe zu sich selbst eine höhere Meinung von sich haben, als recht ist.

    Baruch de Spinoza

  20. Ich darf nicht einem entfernten Nachbarn helfen, wenn es auf Kosten des nächsten geht.

    Mahatma Gandhi

  21. Der Irrtum und das Unrecht der Könige werden mit ihnen begraben, aber das Unrecht der Gesetzgeber dauert von Geschlecht zu Geschlecht.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  22. Die Jungen sind die härtesten und ungerechtesten Richter.

    Paul Keller

  23. Abwesende sind immer im Unrecht

    Philippe Destouches

  24. Der eine hat die Mühe, der andre hat die Brühe.

  25. Das Recht hat die merkwürdige Eigenschaft, dass man es behalten kann, ohne es zu haben.

    Joseph Unger

  26. Warum halten sich die Menschen für scharfsichtiger, wenn sie das geheime Böse entdecken, als das geheime Gute?

    Jean Paul

  27. Wir brauchen Bücher, immer mehr Bücher! Durch das Buch, nicht durch das Schwert, wird die Menschheit die Lüge und die Ungerechtigkeit besiegen, den endgültigen Bruderfrieden unter den Völkern erobe …

    Emile Zola

  28. Ein Mann, der gern arbeiten möchte und keine Arbeit finden kann, ist vielleicht der traurigste Anblick, den uns die Ungleichheit des Glückes unter der Sonne sehen läßt.

    Thomas Carlyle

  29. Das Brot, das ihr verderben laßt, ist das Brot der Hungernden.

    Basilius von Caesarea

  30. Man ist nie geneigter, Unrecht zu tun, als wenn man Unrecht hat.

    Johann Peter Hebel

  31. Eher wird ein Unrecht verziehen als eine Beleidigung.

    Philip Chesterfield

  32. Darin besteht das unantastbare Recht vieler: dasjenige zu ernten, was andre gesät haben.

    Otto Weiss

  33. Gönne dir einen Augenblick der Ruhe und du begreifst, wie närrisch du herumgehastet bist. Lerne zu schweigen und du merkst, daß du viel zu viel geredet hast. Sei gütig und du siehst ein, daß dei …

  34. Während das Gute um einen Fuß steigt, nimmt das Böse um zehn Fuß zu.

  35. Man vergisst die Reuse, wenn die Fische gefangen sind.

  36. Das Unrecht bestraft sich selbst.

    Ludwig Tieck

  37. Es wird völlig zu Unrecht gesagt, dass unsere Generation keine Philosophen aufzuweisen habe. In der Tat haben die heutigen Philosophen nur die Fakultät gewechselt, und ihre Namen sind Planck und Einst …

    Karl Gustav Adolf von Harnack

  38. Es gibt für uns noch einen anderen Ursprung des Irrtums, nämlich die Krankheiten. Sie verderben uns Urteil und Sinn.

    Blaise Pascal

  39. Egoismus ist das verabscheuungswürdigste Laster, das keiner beim anderen vergeben will und ohne das er selbst nicht sein kann.

    Henry Ward Beecher

  40. Autorität wie Vertrauen werden durch nichts mehr erschüttert als durch das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden

    Theodor Storm

  41. Wo der Zorn den Richter macht, hat Gerechter schon verspielt, Weil der Zorn nicht auf das Recht, sondern auf die Rache zielt.

    Friedrich von Logau

  42. Der da hat keine Mühe, dem gibt man die Kühe, und der da hat die Mühe, dem nimmt man die Kühe und gibt ihm die Brühe.

  43. Ein ungerechter Pfennig frißt zehn andere.

  44. Das Pferd, das am besten zieht, bekommt die meisten Schläge.

  45. Die Rosse fressen den Hafer, die ihn nicht verdienen.

  46. Der eine erregt den Staub, und einem andern fliegt er ins Auge.

  47. Wer fällt ein Urteil oder kennt den Sachverhalt, bevor er beide Teile klar vernommen hat?

    Euripides

  48. Man überzeugt am besten von seiner Macht, wenn man sie missbraucht

    Daniel Spitzer

  49. Eine Ungerechtigkeit Allahs ist sein Gesetz, wonach eine Frau immer das letzte Wort haben muss.

    George Bernard Shaw

  50. Eine ungerechte Tat, mit guter Absicht und aus Unwissenheit des Bösen begangen, bleibt immer ein Verbrechen, wenngleich die Schuld des Täters wegfällt und wir nur die Beschränktheit seiner Einsicht be …

    Johann Georg Adam Forster

  51. Kleinen Mörder schlägt man den Kopf ab, dem großen setzt man einen Lorbeerkranz auf

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  52. Wenn irgend etwas Unerfreuliches passiert, kommen die Männer mit Sicherheit drum herum.

    Jane Austen

  53. Es soll bloß keiner sagen, Ehen würden im Himmel geschlossen. Die Götter würden so eine große Ungerechtigkeit nicht begehen.

    Margarete von Valois

  54. Die Polizei sieht den Schuldigen durch die Finger; die Unschuldigen aber verdächtigt sie.

    Juvenal

  55. Die Pferde rennen nach dem Lohn, und die Esel erhalten ihn.

    Franz Emanuel August Geibel

  56. Was schlechte Richter sind, können wir an uns selbst lernen, wenn wir die Vergehen unserer Kinder strafen.

    August Pauly

  57. Die Verteidiger schwerer Irrtümer erinnern an die Soldaten der Termiten: Sie haben große Beißzangen und sind blind.

    August Pauly

  58. Das Unglück bricht manche Menschen, lässt andere aber Rekorde brechen.

    Sir Adolphus William Ward

  59. Unrecht Gut kommt nicht an den dritten Erben.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch