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Sprüche über Traurigkeit

163 Sprüche — Seite 3

Manche Gefühle sprechen leise und reichen doch tiefer als laute Erschütterungen. Traurigkeit gehört zu jenen inneren Zuständen, in denen Verlust, Enttäuschung oder unerfüllte Sehnsucht auf eine stille Weise gegenwärtig bleiben. Deshalb ist dieses Thema nicht bloß schwer, sondern auch ein Ausdruck jener Empfindsamkeit, die das Leben ernst nimmt.

In ihr zeigt sich, wie sehr das Herz an Menschen, Hoffnungen und Erinnerungen gebunden ist. Traurigkeit verlangt weder Hast noch Verdrängung, sondern Raum, damit Schmerz sich wandeln und wieder in Sprache, Trost oder stille Reife übergehen kann.

  1. Traurigkeit ist Stille, ist Tod. Heiterkeit ist Regsamkeit, Bewegung, Leben.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  2. Arbeit schafft Hornhaut gegen den Kummer.

    Marcus Tullius Cicero

  3. Traurige trösten heisst: ihnen den Mantel der Geborgenheit umlegen

  4. Nur der verwandte Schmerz entlockt uns die Träne, und jeder weint eigentlich für sich selbst

    Christian Johann Heinrich Heine

  5. Und die Sonne trug Trauer, vom Himmel fielen Tränen, der Wind schwieg und die Tiere verstummten, denn es war ein Engel, der in Liebe starb.

  6. Gewonnen kann durch Trübseligkeit nie etwas werden.

    Theodor Fontane

  7. Nimm alles leicht! Das Träumen lass' und Grübeln! So bleibst du wohlbewahrt von allen Übeln

    Ludwig Uhland

  8. Es gibt so viele Dinge auf unserm Erdenrund, davon sind manche traurig, doch andre schön und bunt. Du musst sie nur erspähen, die Dinge, bunt und rund, die traurigen lass liegen - sonst kommst du a …

  9. Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter. Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.

    Joseph Victor von Scheffel

  10. Freude öffnet, Traurigkeit verschließt das Herz.

    Franz von Sales

  11. Alter ist ein trauriger Reisebegleiter

  12. Es ist kein Leben davon frei, ein jedes hat seine Regenzeit und Tage trüb und traurig.

    Henry Wadsworth Longfellow

  13. Die Tränen sind des Schmerzes heilig Recht

    Franz Grillparzer

  14. Die Stunde kommt, die Stunde kommt, wo du an Gräbern stehst und klagst.

    Hermann Ferdinand Freiligrath

  15. Sentimentalität und Grausamkeit sind leibliche Schwestern.

    Alexander Alexandrowitsch Block

  16. Frauen betrauern einen Verlust - Männer erinnern sich.

    Tacitus

  17. Wisse das Dunkel, Wisse das Schwere, Doch über allem wisse das Licht! Ich sterbe, aber meine Liebe zu Euch stirbt nicht; Ich werde Euch vom Himmel herab lieben wie ich Euch auf Erden geliebt habe …

  18. Leider gehen Mitmenschen von uns, doch dann muss man nicht für die Ewigkeit traurig sein, sondern wieder lachen können, weil man weiss das sie immer in unserem Herzen sein werden!

  19. Ich beeile mich, über alles zu lachen, um nicht gezwungen zu sein, darüber zu weinen.

    Pierre Augustin Baron de Beaumarchais

  20. Ich habe oft gedacht, wie traurig diese Welt ohne Kinder wäre, und wie unmenschlich ohne die Alten.

    Samuel Taylor Coleridge

  21. Dem frohen Tage folgt ein trüber, doch alles wiegt zuletzt sich auf.

    August von Platen

  22. Wenn die Sonne ihre Strahlen verbirgt, zieht auch die Welt ihre Freude zurück

    Hildegard von Bingen

  23. Ach, die liebe Wintersonne! Sie ist traurig wie eine glückliche Erinnerung.

    Gustave Flaubert

  24. Über die Vergangenheit können wir heulen; ändern können wir sie nicht!

    Nikolaus B. Enkelmann

  25. Alle Mängel im menschlichen Leben sind keine Veranlassung zu weinerlicher Klage, sondern eine Aufgabe

    Paul de Lagarde

  26. Wer nie um der Liebe willen gelitten hat, der hat auch nie Glück durch sie erfahren.

    Gottfried von Strassburg

  27. Es gibt eine Nüchternheit, die besonders traurig ist: jene, der kein Rausch vorherging.

    Otto Weiss

  28. Der betrauert die Toten, der nach ihrem Wunsche lebt.

    Edward Young

  29. Gar oft weint man im Herzensgrund, wo doch lachen muss der Mund.

    Bernhard Freidank

  30. Im allgemeinen unterschätzt man das Liebesleid der frühen Jugend, weil man es so leicht vergessen sieht.

    Fanny Lewald

  31. Die Schmerzen und Kämpfe einer Seele kann auch nur eine verwandte Seele empfinden.

    Wilhelmine von Hillern

  32. Es ist sehr traurig bemerken zu müssen, wie uns der Egoismus allenthalben nachschleicht und uns oft da am nächsten ist, wo wir ihn am fernsten von uns glaubten.

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  33. Traurigsein ist wohl etwas Natürliches. Es ist wohl ein Atemholen zur Freude, ein Vorbereiten der Seele dazu.

    Paula Modersohn-Becker

  34. Ich weiß, ich werde nicht sehr lange leben. Aber ist das denn traurig? Ist ein Fest schöner, weil es länger ist?

    Paula Modersohn-Becker

  35. Tränen sind kein Zeichen der Schwäche. Sie reinigen die Seele von Schwermut und Pein.

  36. Tränen sind das Salz des Lebens, wenn es aber versalzen ist, bleibt ein unauslöschlicher Durst zurück.

    Friedrich Schleiermacher

  37. Bittere Tränen verwandelt die Liebe in Tränen der Wonne.

    Johann Kaspar Lavater

  38. Tränen kann man trocknen, aber das Herz – niemals.

    Margarete von Valois

  39. Zeig' deine Tränen nicht; den Freund betrübest du vergebens nur, und ach, dein Feind – er lacht dazu.

    Friedrich Julius Hammer

  40. Es ist eine traurige Stärke des Alters, dass es auf alles verzichten kann.

    August Pauly

  41. Vernunftgründe sind nutzlose Medizin bei moralischen Krankheiten.

    Heinrich Martin

  42. Trennen ist ein Sterben, Schlägt die Welt in Scherben.

    Max Dauthendey

  43. Wir lieben die, die mit uns weinen

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer