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Sprüche über Traurigkeit

163 Sprüche — Seite 2

Manche Gefühle sprechen leise und reichen doch tiefer als laute Erschütterungen. Traurigkeit gehört zu jenen inneren Zuständen, in denen Verlust, Enttäuschung oder unerfüllte Sehnsucht auf eine stille Weise gegenwärtig bleiben. Deshalb ist dieses Thema nicht bloß schwer, sondern auch ein Ausdruck jener Empfindsamkeit, die das Leben ernst nimmt.

In ihr zeigt sich, wie sehr das Herz an Menschen, Hoffnungen und Erinnerungen gebunden ist. Traurigkeit verlangt weder Hast noch Verdrängung, sondern Raum, damit Schmerz sich wandeln und wieder in Sprache, Trost oder stille Reife übergehen kann.

  1. Wir Menschen bereiten Schmerz schon bei unserem Eintritt in die Welt, und Jammer, wenn wir sie verlassen, und so ist es unsere Schuldigkeit, in der Zwischenzeit das Leiden zu bekämpfen und Freuden zu …

    Georg Ebers

  2. Sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen, sondern schließe deine Augen und du wirst mich unter euch sehen, jetzt und immer.

  3. Fünf Heilmittel gegen Schmerzen und Traurigkeit: Tränen, das Mitleid der Freunde, der Wahrheit ins Auge sehn, schlafen, baden...

    Thomas von Aquin

  4. Tod! Eine Welt voll Schmerzen liegt in diesem Worte. Es ist ein zweischneidiges Schwert, das, indem es das teuerste unseres Herzens mordet, so tief in die Brust eindringt, dass sich alles um uns h …

    Hans Christian Andersen

  5. Verzweiflung ist nicht nur der Gipfel unseres Unglücks, sondern auch unserer Schwäche

    Marquis de Vauvenargues

  6. Der Glaube ist nimmermehr stärker und herrlicher, denn wenn die Trübsal und Anfechtung am größten ist

    Martin Luther

  7. Lustige Leute begehen mehr Torheiten als traurige. Aber traurige Menschen begehen größere

    Heinrich von Kleist

  8. Der Tod ist nichts anderes als die Grenze unseres Sehens. Wenn wir um einen Menschen trauern, freuen sich andere, die ihn hinter dieser Grenze wiedersehen.

  9. Grausam unter stillen Sternen würgt das Leben dich kaputt. Heulst du? Laß dich nicht entkernen: Lachen ist dein Menschengut.

    Francois Rabelais

  10. Das Heimweh hört doch nie auf

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  11. Wir armen Teufel von Männern sind am glücklichsten, wenn wir lieben und geliebt werden. Bitter und traurig muss das Schicksal eines Mannes sein, der liebt, ohne wiedergeliebt zu werden

    Jack London

  12. Es ist besser, Liebe empfunden und Verlust erlitten zu haben, als niemals geliebt zu haben.

    Alfred Lord Tennyson

  13. Wir müssen nicht klagen, dass alles vergänglich sei. Das Vergänglichste, wenn es wahrhaft berührt, weckt in uns ein Unvergängliches.

    Christian Friedrich Hebbel

  14. Die Hoffnung ist wie ein Sonnenstrahl, der in ein trauriges Herz dringt. Öffne es weit und lass sie hinein.

    Christian Friedrich Hebbel

  15. Es wär´ so schön gewesen, es hat nicht sollen sein

    Joseph Victor von Scheffel

  16. Schmerzlich ist für uns dein Scheiden, viel zu früh uns noch dein Tod, doch du bist befreit vom Leiden, und von jeder Erdennot.

  17. Stille um uns, Stille in uns. Stille, die unsere Trauer umfängt und trägt. Stille, in der unser Herz voller Sehnsucht nach dem geliebten Menschen ist.

  18. Man beneidet manchem um das, worum er sich bedauert.

    Emanuel Wertheimer

  19. Die Arznei macht kranke, die Mathematik traurige und die Theologie sündhafte Leute.

    Martin Luther

  20. Wo Worte fehlen das Unbeschreibliche zu beschreiben, wo die Augen versagen das Unabwendbare zu sehen, wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können, bleibt einzig die Gewissheit, dass du in …

  21. Der Glaube tröstet, wo die Liebe weint.

    Paul Verlaine

  22. Das Weinen ist dem Menschen angeboren, aber das Lachen will gelernt sein.

    Max Pallenberg

  23. Der wahre Mensch ist immer traurig; seine Freuden sind Blitze in der Nacht

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  24. Wein erfrischt matte Kräfte, Traurigkeit verscheucht er, alle Müdigkeit der Seele verjagt er

    Augustinus

  25. Klugheit tötet Weisheit; das ist eine der wenigen zugleich traurigen und wahren Tatsachen.

    Gilbert Keith Chesterton

  26. Die Liebe weint mit den Weinenden, freut sich mit den Frohen, ist glücklicher über des anderen Wohl als über das eigene.

    Katharina von Siena

  27. Zurück ins Leben findet man erst im Durchleben der Trauer.

  28. Keine Beleidigung würde mich so hart treffen, wie ein misstrauischer Blick von einem meiner Hunde.

    James Gardner

  29. Nur die Weisheit ist es, welche die Traurigkeit aus dem Herzen vertreibt und die uns nicht vor Angst erstarren läßt. Unter ihrem Geleit läßt sich in Seelenfrieden leben.

    Marcus Tullius Cicero

  30. Die Zeit heilt nicht alles; aber sie rückt vielleicht das Unheilbare aus dem Mittelpunkt.

    Ludwig Marcuse

  31. Der Mensch ist das einzige Tier, das lacht und weint. Denn er ist das einzige Tier, das den Unterschied erkennt zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte.

    William Hazlitt

  32. Fröhlichkeit ist nicht die Flucht vor Traurigkeit, sondern der Sieg über sie.

    Gorch Fock

  33. In erster Linie habe ich stets die Regel befolgt, mir deprimierende Gedanken fernzuhalten.

    Wladimir Iljitsch Lenin

  34. Ein nicht fröhliches Kind ist unter allen Umständen ein krankes Kind.

    Carl Ludwig Schleich

  35. Es ist das große Traurige, daß eine Seele stets allein ist.

    Jens Peter Jacobsen

  36. Wir können nicht aus der Traurigkeit heraus, wenn wir uns ständig den Puls fühlen.

    Martin Luther

  37. Die Musik ist imstande, bei Unglück in der Liebe zu trösten.

    Diogenes von Apollonia

  38. Ein Mann, der gern arbeiten möchte und keine Arbeit finden kann, ist vielleicht der traurigste Anblick, den uns die Ungleichheit des Glückes unter der Sonne sehen läßt.

    Thomas Carlyle

  39. Es ist nichts Intelligentes daran, nicht glücklich zu sein...

    Dalai Lama

  40. Schafft die Tränen der Kinder ab! Das lange Regnen in den Blüten ist so schädlich!

    Jean Paul

  41. Die Traurigen hassen die Fröhlichen. Die Lustigen den Traurigen.

    Horaz

  42. Der Abschied von einer langen und wichtigen Arbeit ist immer mehr traurig als erfreulich.

    Friedrich von Schiller

  43. Was im weinenden Auge mir oft die Tränen zurückhält, ist ein spielendes Kind oder ein Vogel im Flug

    Justinus Andreas Christian Kerner

  44. Die Träne ist die Sprache der Seele und die Stimme des Gefühls.

    Filippo Pananti

  45. Ist dir an schlechten Tagen, das Herz voll Traurigkeit, lass dir nur tröstlich sagen: Die Welt ist schön und weit.

  46. Optimisten wandeln auf der Wolke, unter der die anderen Trübsal blasen.

  47. Indem man sich beklagt, tröstet man sich.

    Alfred de Musset

  48. Heiterkeit kann kein Übermaß haben, sondern ist immer gut, Melancholie dagegen ist immer schlecht.

    Baruch de Spinoza

  49. Keine Ruh bei Tag und Nacht, Nichts, was mir Vergnügen macht, Schmale Kost und wenig Geld, Das ertrage, wem's gefällt.

    Lorenzo da Ponte

  50. Nun laß den Sommer gehen, Laß Sturm und Winde wehen. Bleibt diese Rose mein, Wie könnt ich traurig sein?

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  51. Ein Tag voller Freude ist zwei traurige Tage wert.

  52. Wo ich auch war und was mir das Leben auch gab, immer hatte ich Heimweh.

    Hans Thoma

  53. Aufgelöst und gestillt wird durch Tränen der Schmerz.

    Ovid

  54. Das Leben ist anderswo

    Arthur Rimbaud

  55. Überlasst euch nie der Niedergeschlagenheit, sondern seid froh und nicht traurig.

    Maria Ward

  56. Wenn du einmal ganz traurig bist, schick mir einfach eine Eulenpost. Ich fliege dann wie Zauberei mit Harrys Besen schnell herbei.

  57. Wenn die Geizhälse nicht das kriegen, was sie wollen, fallen sie in eine Traurigkeit, aus der sie sich nicht leicht erheben können.

    Hildegard von Bingen

  58. Die Tränen lassen nichts gelingen. Wer schaffen will, muss fröhlich sein.

    Theodor Fontane

  59. Auf der Straße, ach wie schaurig, lag ein Herz und weinte traurig. Heb es auf, zertritt es nicht, denn es heißt "Vergiss mich nicht!"

  60. Nach der Hochzeit ist man ein Jahr lang froh, nach dem Begräbnis zwei Jahre lang traurig.