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Sprüche über Tot

237 Sprüche — Seite 4

Wenn Leben erloschen ist, bleibt für die Zurückbleibenden eine Wirklichkeit, die schwer in Worte zu fassen ist. Das Totsein markiert jene endgültige Grenze, an der Bewegung, Stimme und Gegenwart enden und Erinnerung an ihre Stelle tritt. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur das Denken, sondern vor allem das Empfinden.

Seine Schwere liegt in der Unumkehrbarkeit und in der Leere, die danach zurückbleibt. Die Sprüche zu diesem Thema geben dem Blick auf das Ende des Lebendigen eine ernste Sprache und lassen spüren, wie nah Totsein und Erinnerung beieinander liegen.

  1. Nach der Hochzeit ist man ein Jahr lang froh, nach dem Begräbnis zwei Jahre lang traurig.

  2. Nach meinem Tod will ich es Rosen regnen lassen

    Theresia von Lisieux

  3. Der Tod bedeutet die Tilgung jeglichen Schmerzes, und er ist die Grenze, über die unsere Leiden nicht hinausgelangen; er gibt uns wieder jenen Zustand der Ruhe zurück, dem wir vor unserer Geburt a …

    Seneca

  4. Stets einfach war Dein Leben, Du dachtest nie an Dich. Nur für die anderen streben hiltest Du für Deine Pflicht.

  5. Fällt der Bauer tot vom Traktor, ist kaputt der Kernreaktor

  6. Fleischesser sind die lebenden Gräber ermordeter Tiere.

    Leo Tolstoi

  7. Abschied nehmen bedeutet immer ein wenig sterben.

  8. Den letzten Weg musst du alleine gehen, ohne Hilfe, ohne Hand. Doch Gott, der Herr, wird am Wege stehen und führt Dich hinein in sein himmlisches Land.

  9. Wenn wir mit Christus gestorben sind, dann werden wir auch mit ihm leben.

  10. Der Tod entwaffnet den Hass, bringt Neid und Verleumdung zum Schweigen und erlaubt der Gerechtigkeit, ihre Stimme zu Gunsten derer zu erheben, die ein Recht auf Bewunderung durch die Nachwelt habe …

  11. Die Lüge tötet die Liebe. Aber die Aufrichtigkeit tötet sie erst recht.

    Ernest Miller Hemingway

  12. Die Ärzte sollten nicht sagen: "Den habe ich geheilt", sondern: "Der ist mir nicht gestorben."

    Georg Christoph Lichtenberg

  13. Gott hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu trösten alle Trauernden. Die in Trauerkleidung herumgehen sollen wieder Gewänder des Lebens …

  14. Ihr habt jetzt Trauer, aber ich werde euch wieder sehen und euer Herz wird sich freuen.

  15. Oftmals wollt' ich schon verzagen und ich dacht' ich trag es nie und ich hab es doch getragen, aber, fragt mich bloß nicht, wie!

  16. Sei treu bis in den Tod, dann werde ich dir den Kranz des Lebens geben.

  17. Und geht es auch durch dunkle Täler, fürchte ich mich nicht, denn du, Herr, bist bei mir. Du beschützt mich mit deinem Hirtenstab

  18. Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde. Geboren werden und sterben ... weinen, lachen, klagen und tanzen.

  19. Wenn du das Verlorene mit der Trauer in deinem Herzen begräbst, missbrauchst du es. Es taugt nicht als Grab. Erst wenn du das Tote dem irdischen Mutterschoß zurückgegeben hast, ist dein Herz …

  20. Obwohl aller sterblichen Natur unsichtbar, wird Gott aus seinen Werken selber ersehen.

    Aristoteles

  21. Drei Menschen können ein Geheimnis bewahren, wenn zwei von ihnen tot sind

    Benjamin Franklin

  22. Wer so gewirkt im Leben, wer so erfüllte seine Pflicht und stets ein Bestes hat gegeben, für immer bleibt er euch ein Licht.

  23. Witz tötet, Humor macht lebendig! Er führt zum Nachdenken, während jener alles Denken wie durch einen scharfen Blitz beendet.

    Georg Christoph Lichtenberg

  24. Eine Ehefrau beschert einem zwei gute Tage: den Hochzeitstag und ihren Sterbetag.

  25. Wir rühmen uns des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus. In ihm ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben. Durch ihn sind wir erlöst und befreit.

  26. 's Alter ist eine Krankheit, an der man sterben muss.

  27. Wird einer früh vom Tod betroffen, heißt´s gleich, der hat sich tot gesoffen. Ist´s einer von den guten Alten, dann heißt´s gleich: Den hat der Wein erhalten.

  28. Wer einen Menschen tötet, tötet ein vernünftiges Wesen, Gottes Ebenbild; aber wer ein gutes Buch vernichtet, tötet die Vernunft selbst, tötet das Ebenbild Gottes, sozusagen als Abbild.

    John Milton

  29. Liegt der Bauer tot im Keller, war der Knecht mal wieder schneller.

  30. Ein Ideal, für das ein Mann oder eine Frau nicht kämpfen wollen, stirbt - das ist ein Naturgesetz.

    Kurt Tucholsky

  31. Ein lebendiger Esel gilt mehr als ein toter Doktor.

  32. Das Leben besteht nicht aus siebzig Jahren, sondern die siebzig Jahre bestehen aus einem fortwehenden Leben, und man hat allemal gelebt und genug gelebt, man sterbe, wann man will.

    Jean Paul

  33. Das Leben gab den Sterblichen nichts ohne große Arbeit.

    Horaz

  34. Die Tradition ist eine Ausdehnung des Wahlrechts. Tradition ist die Demokratie der Toten.

    Gilbert Keith Chesterton

  35. Die Stunde kommt, die Stunde kommt, wo du an Gräbern stehst und klagst.

    Hermann Ferdinand Freiligrath

  36. Österreich ist ein seltsames Land. Man muss hier unbedingt schon gestorben sein, damit einen die Leute leben lassen.

    Gustav Mahler

  37. Schlimmer als sterben ist die schimpfliche Ruhe.

    Niccolò Tommaseo

  38. Wo keine Hoffnung ist, gibt es kein Sterben.

    Samuel Johnson

  39. Ein jeder Tag bricht dir was ab von deiner Schönheit bis ins Grab.

    H. J. Christoph von Grimmelshausen

  40. Die Wirkung, die der Mensch ausübt, ist der einzige Beweis, dass er lebt. Solange noch eine klägliche Erinnerung bleibt, ist der Mensch noch nicht tot.

    John Steinbeck

  41. Nackt ward ich zur Welt geboren, nackt scharrt man in's Grab mich ein: Also hab' ich durch mein Sein nichts gewonnen, nichts verloren.

    Aloys Blumauer

  42. Vor dem Sterben ist es gut, wenn der Mensch alleine ist.

    Reinhold Messner

  43. Der ewige Friede paßt als Aufschrift über Kirchhofspforten; denn nur die Toten schlagen sich nicht mehr.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  44. Man glaub gewöhnlich, es gibt keine Steigerungsform von tot. Diese gibt es aber doch: ausgestorben

    Martin Kessel

  45. Das Leben ist eine Krankheit, die tödlich endet

    Abraham Cowley

  46. Wir sind das, was dann übrig bleibt, wenn das Vergängliche von uns genommen ist.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  47. Gänse wollen immer im Nassen sein, lebendig im Wasser und tot im Wein.

    Giovanni Visconti

  48. Gott schickt am End uns Leiden, auf dass uns diese Welt, wenn wir nun von ihr scheiden, nicht mehr so mächtig hält.

    Justinus Andreas Christian Kerner

  49. Wenn das Leben vollendet ist, gehen wir mit leeren Händen fort.

  50. Ein Volk wird danach beurteilt, wie es seine Toten bestattet

    Perikles

  51. Die unbändigen und stürmischen Genüsse des Lebens sind durch keinen Hauch von Sterblichkeit getrübt.

    Charles Lamb

  52. Die erste Wasserkur war die Sintflut und die tötete mehr, als sie heilte.

    Charles Lamb

  53. Ein schönes Sterben ehrt das ganze Leben

    Francesco Petrarca

  54. Wer im Leben keine Richter hat, dem zahlt der Tod seine Missetat.

    Georg Rollenhagen

  55. Der betrauert die Toten, der nach ihrem Wunsche lebt.

    Edward Young

  56. Der ist elend, der den Tod wünscht; noch elender aber der, der ihn fürchtet.

    Julius Wilhelm Zincgref

  57. Es ist meistens leichter für etwas zu sterben als dafür zu leben.

    Camillo Benso Graf von Cavour