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Sprüche über Toleranz

244 Sprüche — Seite 3

Wo Menschen verschieden denken, glauben oder leben, entscheidet Toleranz darüber, ob Unterschied zur Feindschaft wird oder nebeneinander bestehen darf. Sie verlangt innere Weite und die Fähigkeit, das Eigene nicht nur durch Abgrenzung zu sichern. Darum ist dieses Thema für jedes friedliche Zusammenleben von großer Bedeutung.

Ihr Kern liegt nicht in Gleichgültigkeit, sondern im respektvollen Ertragen und Verstehen von Verschiedenheit. Toleranz bewährt sich dort, wo Überzeugung und Offenheit einander nicht ausschließen, sondern in Spannung miteinander bestehen.

  1. Bist du alt, so gehorche deinen Kindern!

  2. Mit wem man nichts gemein hat, mit dem ist gut Frieden halten.

    Anselm Feuerbach

  3. Was jung ist, will jung sein; das ist so Brauch - als wir jung waren, wollten wir`s auch.

    Cäsar Flaischlen

  4. Wenn alle die erste Geige spielen wollen, kommt kein Orchester zusammen

    Robert Schumann

  5. Stehe nach Möglichkeit mit allen auf gutem Fuße, aber gib dich selbst dabei nicht auf. Sage deine Meinung immer ruhig und klar, und höre auch die anderen an. Selbst die Dummen - sie haben auch ihr …

  6. Wo zwei zusammenstossen, siegt der Besonnene.

    Laotse

  7. Gebt Eurer Liebe Raum, lasst die Winde des Himmels zwischen Euch tanzen.

    Khalil Gibran

  8. Der Einklang ist bei der Diskussion etwas ganz Unerwünschtes.

    Michel de Montaigne

  9. Um in der Gesellschaft Erfolg zu haben, muß man sich viele Dinge beibringen lassen, die man schon kann.

    Charles de Talleyrand

  10. Gut auseinandersetzen hilft zum guten Zusammensitzen.

    Emil Gött

  11. Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten.

    Wilhelm Busch

  12. Liebe ist gemeinsame Freude an der wechselseitigen Unvollkommenheit.

    Ludwig Börne

  13. Menschen, die sich unverstanden fühlen, haben meistens keinen Versuch unternommen, andere Menschen zu verstehen

    John Steinbeck

  14. Jeder hat das Recht, alles zu tun, wodurch er keinen verletzt.

    Arthur Schopenhauer

  15. Wir müssen immer höflich und geduldig mit den anderen umgehen, die die Dinge nicht so sehen wie wir

    Mahatma Gandhi

  16. Bist du allein, so gedenke deiner Schwächen, bist du in Gesellschaft, so sprich nicht von denen der anderen.

  17. Wir müssen die religiösen Gefühle des anderen respektieren - aber nur in der gleichen Art, wie wir seine Ansicht respektieren, dass seine Frau schön und seine Kinder wohlerzogen sind.

    H. L. Mencken

  18. Ich bin nicht ihrer Meinung, aber ich werde mich vehement dafür einsetzen, dass Sie sie äussern dürfen.

    René Descartes

  19. Im fremden Land frage man nach seinen Sitten.

  20. Die das Laster liebenswürdig machen, schätze ich doch höher als die, welche die Tugend erniedrigen.

    Joseph Joubert

  21. Noch schwieriger als ein geordnetes Leben führen ist, es anderen nicht aufzuzwingen.

    Marcel Proust

  22. Nur der Mensch hat ein Herz, der es auch für seine Mitmenschen hat.

    Maxim Gorki

  23. Um Missverständnisse, Ihr Freunde, zu vermeiden, verständigt euch nur, wo sich eure Wege scheiden. Soweit ihr einig seid, sucht ganz euch zu verstehn, und, wo die Grenz' angeht, da lasst einander g …

    Friedrich Rückert

  24. Hass und Zank hegen oder erwidern ist Schwäche - sie übersehen und mit Liebe zurückzahlen ist Stärke

    Adalbert Stifter

  25. Die begabtesten Frauenversteher sind: weiblich!

    Christa Schyboll

  26. Man wird nur dadurch dem Menschen gerecht, dass man in jedem einzelnen einen neuen Menschen sieht

    Rudolf Steiner

  27. Ein fauler und ein fleißiger Mensch können nicht gut miteinander leben, der faule verachtet den fleißigen gar zu sehr.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  28. Liebenswürdigkeit, Nachsicht und Rücksicht sind die Schlüssel zum Menschenherzen.

    Don Bosco

  29. Um andre leichter zu ertragen, mußt du dir sagen, dass du selbst nicht zu jeder Frist andern leicht zu ertragen bist.

    Friedrich Rückert

  30. Wenn zwei sich streiten, ist der, der dem Zornigen nicht widerspricht, der Weise

    Euripides

  31. Was jung ist, will jung sein, das ist so Brauch. Als wir jung waren, wollten wir's auch!

    Cäsar Flaischlen

  32. Bei Streitfragen gibt es immer zwei Standpunkte: Meinen und den falschen.

  33. Es ist leicht, weit entfernte Menschen zu lieben. Es ist aber nicht immer leicht, diejenigen zu lieben, die gleich neben uns wohnen.

    Mutter Theresa

  34. Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein; sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  35. Gleichgültigkeit ist die mildeste Form der Intoleranz.

    Karl Theodor Jaspers

  36. Ein gutes Gespräch ist ein Kompromiss zwischen Reden und Zuhören

    Friedrich Georg Jünger

  37. Der Schmetterling vergisst oft, dass er einmal eine Raupe war.

  38. Toleranz ist der Verdacht, dass der andere Recht hat.

    Kurt Tucholsky

  39. Wenn man mit sich selbst einig ist, ist man es auch mit anderen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  40. Das ist schön bei uns Deutschen; keiner ist so verückt, dass er nicht einen noch Verückteren fände, der ihn versteht.

    Christian Johann Heinrich Heine

  41. Die Jugend soll ihre eigenen Wege gehen, aber ein paar Wegweiser können nicht schaden.

    Pearl S. Buck

  42. Es gibt Augenblicke, in denen man nicht nur sehen, sondern auch ein Auge zudrücken muss.

    Benjamin Franklin

  43. Man darf nur alt werden, um milder zu sein; ich sehe keinen Fehler begehen, den ich nicht auch begangen hätte.

    Johann Wolfgang von Goethe

  44. Liebe kritisiert nie – sie nimmt das Gute, wie's kömmt, und entschuldigt das Böse ohne Vorbedacht.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  45. Tu, was deine Nachbarn tun, oder ziehe weg.

  46. Zusammenfassung des Benehmens: die eigene Würde zu bewahren, ohne die Freiheit anderer zu stören

    Francis Bacon

  47. Der schlimmste der Menschen ist der, wer keine Entschuldigung annimmt, keine Sünde deckt und keinen Fehler vergibt.

  48. Nenne mir den weiten Mantel, drunter alles sich versteckt; Liebe tut's, die alle Mängel gern verhüllt und fleißig deckt.

    Friedrich von Logau

  49. Wo einer steht, da ist des anderen Grenze.

    Friedrich Schleiermacher

  50. Nichts ist edler als Übeltaten zu verzeihen, die uns nicht betreffen

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  51. Wenn es überhaupt ein Geheimnis des Erfolges gibt, so besteht es in der Fähigkeit, sich auf den Standpunkt des anderen zu stellen und die Dinge ebenso von seiner Warte aus zu betrachten wie von un …

    Henry Ford

  52. Man muss mit seinen Feinden leben, da man nicht jedermann zum Freund haben kann.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  53. Wir sollten offen sein für das, was uns eine späte Frucht zwischen dürr gewordenen Blättern sagt

  54. Man soll die alten Leut' nicht auslachen, man will auch einmal alt werden.

  55. Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist nur möglich, wenn die Frau sich unterordnet.

    Martial

  56. Ein Miteinander zweier Menschen ist eine Unmöglichkeit und, wo es doch vorhanden scheint, eine Beschränkung, eine gegenseitige Übereinkunft, welche einen Teil oder beide Teile ihrer vollsten Fre …

    Rainer Maria Rilke

  57. Außer dir gibt es noch andere Menschen, so wie es über dem Himmel noch andere Himmel gibt

  58. Wünscht bis zum Hochzeitsglücke den Freiern Argusblicke; doch in der Ehe taugen am besten Maulwurfsaugen.

    Johann Christoph Friedrich Haug

  59. Kraftvolle Menschen sind versöhnlich.

    Emil Palleske

  60. Die Demokratie schafft kein starkes Band zwischen den Menschen. Sie erleichtert ihnen aber den Umgang miteinander.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville