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Sprüche über Tod

267 Sprüche — Seite 5

Kein Gedanke stellt das Leben so endgültig in Frage wie der Tod. Er markiert Grenze und Geheimnis zugleich, nimmt Gewissheiten fort und zwingt dazu, über Endlichkeit, Sinn und das Bleibende nachzudenken. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten und ältesten Gegenständen menschlicher Besinnung.

Seine Schwere liegt nicht nur im Ende selbst, sondern auch in dem, was er im Leben vorauswirft. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Furcht, Würde, Abschied und Transzendenz und zeigen, wie eng Todesgedanke und Lebensdeutung miteinander verbunden sind.

  1. Der Weise betrachtet Leben und Tod wie Morgen und Abend.

  2. Was ist notwendig? Notwendig sind die Dinge, von denen wir innerlich leben. Es sind die Dinge, die uns beim Gedanken an unsere Sterbestunde wichtig sind.

    Sebastian Faber

  3. Der Begriff der Unendlichkeit ist der Vernunft versagt, aber der der Unsterblichkeit der Seele eingeboren.

    Theodor Toeche-Mittler

  4. Nicht nur: "er hat vollendet" sollte man einem Dahingeschiedenen nachrufen, sondern hinzufügen: "und ist vollendet!"

    Theodor Toeche-Mittler

  5. Streben heißt leben: Vertausche zwei Buchstaben, es genügt, daß Alles sich ins Gegenteil fügt: sterben.

    Theodor Toeche-Mittler

  6. Ja, lerne zeitig begreifen, dass Dein ganzes Leben Dich vorbereiten muss, den Tod zu bestehen.

    Theodor Toeche-Mittler

  7. Alles, auch das Unscheinbarste, nehmen wir in seinen Wirkungen mit hinüber in die andere Welt. Es ist ein unerbittlicher Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung in bezug auf Diesseits und Jenseits.

    Paul Olaf Bodding

  8. Das völlige Vertrauen auf Gott ist Seligkeit; er stellt oft auf die Probe, lässt aber nie im Stich.

    James Hudson Taylor

  9. Das Leben zehrt den Tod auf, und nicht der Tod das Leben.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  10. Leben und Tod; daraus ist alles zusammengesetzt.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  11. Es gibt für den Sterblichen kein Zurück; auch nicht eine Minute kehrt in gleicher Weise wieder.

    Sophie Alberti

  12. Alles ist schwankend, und nur ein Glück ist sicher: seine Pflicht zu tun bis in den Tod.

    Wilhelmine von Hillern

  13. Und befreit die Todesstunde Deines Wesens Kern – heimwärts in die ewige Heimat trägt dein Engel deinen Stern.

    Manfred Kyber

  14. Der Tod allein zeigt, wie nichtig die Körperchen der Menschen sind.

    Juvenal

  15. Wie ohnmächtig stehen wir da vor dem Weltgang, indem es keine rückwärtsleitende Macht über geschehene Dinge gibt, welche wieder herstellen könnte, was wir verloren haben.

    August Pauly

  16. Es gibt Menschen, die nur so lange auf unserer Erde bleiben, als das Leben des Menschen ein engelhaftes ist, d.h. in der Kindheit, und uns dann lächelnd verlassen. Den Zurückgebliebenen ist es dann, a …

    August Pauly

  17. Die Dankbarkeit der Völker ehrt nur die Toten, selten die Lebenden.

    Theresa Keiter

  18. Wenn wir das Leben lieben, sollten wir den Tod nicht fürchten, denn er kommt aus derselben Hand.

    Michelangelo

  19. Es ist hart zu leben; aber härter ist es noch zu sterben.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch

  20. Das Leben ist wie ein Hauch, das eine Weile sichtbar ist und dann wieder verschwindet

  21. Welcher Gedanke kann so hohe Lebensklugheit geben wie der Todesgedanke!

    Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

  22. Jeder Mensch baut sich durch seine Lebensweise seine Todesweise auf.

    Max Dauthendey

  23. Ich weiß nicht, was für einen Christen schwieriger ist – richtig zu leben oder richtig zu sterben.

    Daniel Defoe

  24. Nichts, was wir lieben, nimmt uns der Tod; es lebt weiter in unserm innersten Wesen, wie es vorher in uns gelebt hat.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  25. Auf dieser Erde gehören Leben und Tod zusammen. Das Reich Gottes kennt nur noch das Leben, nicht mehr den Tod.

    Philipp Dessauer

  26. Ich habe einen Horror vor dem Tod. Die Toten sind so schnell vergessen. Aber nach meinem Tod muss man sich einfach an mich erinnern.

    Emily Elizabeth Dickinson

  27. Sterben ist eine wilde Nacht und ein neuer Weg.

    Emily Elizabeth Dickinson