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Sprüche über Tod

267 Sprüche — Seite 4

Kein Gedanke stellt das Leben so endgültig in Frage wie der Tod. Er markiert Grenze und Geheimnis zugleich, nimmt Gewissheiten fort und zwingt dazu, über Endlichkeit, Sinn und das Bleibende nachzudenken. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten und ältesten Gegenständen menschlicher Besinnung.

Seine Schwere liegt nicht nur im Ende selbst, sondern auch in dem, was er im Leben vorauswirft. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Furcht, Würde, Abschied und Transzendenz und zeigen, wie eng Todesgedanke und Lebensdeutung miteinander verbunden sind.

  1. Drei Dinge überleben den Tod. Es sind Mut, Erinnerung und Liebe.

  2. Ohne ein Leben nach dem Sterben bleibt dieses Leben ein phantastische Chaos. Verstanden werden kann das Leben nur als Leben im Licht der Ewigkeit.

    Carl Ludwig Schleich

  3. Der Mensch hat zwei Berufungen in sich: eine ruft zum Leben, die andere zum Tod.

    Hildegard von Bingen

  4. Das Leben verlieren ist keine große Sache; aber zusehen, wie der Sinn des Lebens aufgelöst wird, das ist unerträglich.

    Albert Camus

  5. Des Hirten Not, der Schafe Tod.

  6. Am Ruheplatz der Toten, da pflegt es still zu sein, man hört nur leises Beten bei Kreuz und Leichenstein

    Ludwig Uhland

  7. Arm oder reich - der Tod macht alles gleich.

  8. Auf der Welt ist kein Bestand wir müssen alle sterben.

    Georg Büchner

  9. Am Ende des längsten Lebens sind wir immer noch Anfänger.

    John Henry Newman

  10. Die Ehe ist ein Kampf auf Leben und Tod.

    Honoré de Balzac

  11. So wie ein Blatt vom Baume fällt, geht ein Leben aus der Welt, die Vöglein singen weiter.

    Theodor Storm

  12. Die Geburt ist offenbar ein Schwerverbrechen, denn sie wird mit dem Tode bestraft.

    Voltaire

  13. Je länger das Leben dauert, desto kürzer wird es.

  14. Dein Leben fand ein unerwartet schnelles Ende Doch die Spuren deines Lebens, in Gedanken, Bildern, Augenblicken, werden uns immer an dich erinnern. Du wirst immer in unserer Mitte bleiben.

  15. Wenn ich schlafe oder sterbe, endet meine Welt mit mir, aber die Welt der anderen bleibt. Mit jedem neugeborenen Kind erwacht auch seine Welt.

    Oswald Spengler

  16. Schrecklicher Gedanke, diese wundervolle Welt mit allen Schmerzen und Freuden einmal zu verlassen.

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  17. Den Weg, den du vor dir hast, kennt keiner. Nie ist ihn einer so gegangen, wie du ihn gehen wirst. Es ist dein Weg!

  18. Die Liebe ist der Hunger der Seele. Sie ist da, sie ist wirklich - wie der leibliche Hunger. Und sie schließt ein Bedürfen in sich, ohne dessen Befriedigung der Tod eintritt.

    Paul Keller

  19. Nichts ist so hoffnungslos, dass wir nicht Grund zu neuer Hoffnung fänden.

    Nicolaus Machiavelli

  20. Im Tode gibt es nichts Schreckliches. Das, was schrecklich daran ist, hängt vom Leben ab.

    Leo Tolstoi

  21. Traurigkeit ist Stille, ist Tod. Heiterkeit ist Regsamkeit, Bewegung, Leben.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  22. Nach meinem Tod will ich es Rosen regnen lassen

    Theresia von Lisieux

  23. Der kleinste Erdenmensch, ein Sohn der Ewigkeit, besiegt in immer neuen Leben den alten Tod.

    Rudolf Steiner

  24. Der Tod ist unser Trost und, ach!, auch unser Leben, er ist des Lebens Ziel, das wir voll Hoffnung sehn, er kann, ein Zaubertrank, berauschen und erheben, dass wir mit neuem Mut der Nacht entgeg …

    Charles Baudelaire

  25. Man muss die Menschen bei ihrer Geburt beweinen, nicht bei ihrem Tode.

    Blaise Pascal

  26. Komm, o Tod, du Schlafes Bruder, komm und führe mich nur fort; löse meines Schiffleins Ruder, bringe mich in sicheren Port.

    Johann Sebastian Bach

  27. Und die Sonne trug Trauer, vom Himmel fielen Tränen, der Wind schwieg und die Tiere verstummten, denn es war ein Engel, der in Liebe starb.

  28. Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges.

    Franz von Assisi

  29. Der Segen der Erde, der guten, der reichen Erde sei für dich da! Weich sei die Erde dir, wenn du auf ihr ruhst, müde am Ende des Tages, und leicht ruhe die Erde auf dir am Ende des Lebens, dass d …

  30. Nicht der sei gelobt der mit Blut seinen Ruhm erkauft. Vielmehr sei es der der das kann ohne Tod

    Martial

  31. Es gibt zwei Arten guter Menschen: Die Toten und die Ungeborenen.

  32. Wir wissen, dass wir vom Tag unserer Geburt bis zu unserem Tod betrogen werden. Aber wir leben trotzdem.

    John Steinbeck

  33. Drei Menschen können ein Geheimnis bewahren, wenn zwei von ihnen tot sind

    Benjamin Franklin

  34. Mit jedem Menschen sterben auch die Toten, die nur in ihm noch gelebt haben.

    Richard von Schaukal

  35. In dieser Welt gibt es nichts sichereres als den Tod und die Steuern.

    Benjamin Franklin

  36. Der Geschmack des Todes ist auf meiner Zunge, ich fühle etwas, das nicht von dieser Welt ist.

    Wolfgang Amadeus Mozart

  37. Wo Aas ist, da sammeln sich die Adler.

  38. Viel Säcke sind des Esels Tod.

  39. Stirbt der Fuchs, so gilt der Balg.

  40. Besser ein lebender Hund als ein toter Löwe.

  41. Tote Hunde beißen nicht.

  42. Der Katzen Scherz ist der Mäuse Tod.

  43. Tote Katzen beißen auch die Mäus.

  44. Wen die Liebe kitzelt, dem ist der Tod nicht verhaßter als Aufschub.

  45. Wer ohne Liebe lebt, ist lebendig tot.

  46. Ist der Löwe tot, so rauft ihn auch der Hase beim Bart.

  47. Den toten Löwen kann jeder Hase an der Mähne zupfen.

  48. Wenn die Mücke ein Hühnerei legen will, ist's ihr Tod.

  49. Das Pferd stirbt oft, eh das Gras wächst.

  50. Es stirbt keine Sau ob einem unsauberen Troge.

  51. Wird einer früh vom Tod betroffen, heißt´s gleich, der hat sich tot gesoffen. Ist´s einer von den guten Alten, dann heißt´s gleich: Den hat der Wein erhalten.

  52. Gott hat uns aus der Tiefe seines Herzens für eine Weile ins Leben gerufen und nimmt uns danach wieder in seinen ewigen Schoß zurück.

  53. Sich abschließen heißt sich einmauern, und sich einmauern ist Tod.

    Theodor Fontane

  54. Erst der Tod un die letzten Minuten, Stunden und Jahre geben dem Leben Sinn.

    Leo Tolstoi

  55. Ein ungeraten Kind ist ein Nagel zum Sarg der Mutter.

    William Makepeace Thackeray

  56. Jeder Schritt im Leben ist ein Schritt dem Tode entgegen.

    Casimir Delavigne

  57. Der Tod ist ein Riese, vor dem auch der Zar die Waffen strecken muss.

  58. Der ist elend, der den Tod wünscht; noch elender aber der, der ihn fürchtet.

    Julius Wilhelm Zincgref

  59. Ein Rätsel ist die Welt, ein Rätsel sind wir selbst, ein Rätsel ist das Leben, ein Rätsel der Tod.

    Helene von Druskowitz

  60. Übermäßiges Essen und Trinken tötet mehr Menschen als das Schwert.

    William Osler