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Sprüche über Streit

173 Sprüche — Seite 3

Wo Erwartungen, Meinungen oder Verletzungen aufeinanderprallen, entsteht Streit. Er gehört zum menschlichen Zusammenleben dazu, weil Nähe und Unterschied nie völlig spannungsfrei bleiben. Deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern auch aufschlussreich für die Art, wie Menschen mit Widerspruch umgehen.

Entscheidend ist nicht allein, dass gestritten wird, sondern wie. Streit kann trennen oder klären, verhärten oder reinigen, je nachdem, ob Respekt und Maß erhalten bleiben oder von Ärger und Eitelkeit verdrängt werden.

  1. Das Geld, was man für seine Hochzeit ausgibt, ist sehr häufig die erste Einzahlung in die wechselseitige Lebensverbitterungsanstalt

    Johann Nepomuk Nestroy

  2. Die Streitigkeiten der Liebenden sind die Erneuerung der Liebe

    Publius Syrus

  3. Wenn schlechte Leute zanken, riecht's übel um sie her; doch wenn sie sich versöhnen, so stinkt es noch viel mehr

    Gottfried Keller

  4. Ein Ärgernis ist nur, wo man es nimmt, gegeben: dir Vorgeworfnes brauchst du ja nicht aufzuheben.

    Friedrich Rückert

  5. Nichts ist häufiger, als dass am Ende eines Streits beide Gegner um die Wette Unsinn reden.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  6. Ein Streitgespräch mit einem Mann, der seinen Verstand aufgegeben hat, entspricht der Verabreichung von Medizin an die Toten

    Thomas Paine

  7. Bösewicht mit Bösewicht - auf die Dauer geht es nicht.

    Wilhelm Busch

  8. Keiner ist zu arm dafür, es kostet nichts, bewirkt doch viel und erhält seinen Wert erst, wenn man es weitergibst: ein böses Wort.

    Baltasar Gracián y Morales

  9. Zürnt Dein Freund mit Dir, so verschaff ihm Gelegenheit, Dir einen großen Gefallen zu erweisen. Darüber muß sein Herz zerfließen, und er wird Dich wieder lieben.

    Jean Paul

  10. Wenn ein böser Mann wie der Teufel ist, dann ist eine böse Frau die ganze Hölle

  11. Wodurch sich dieser und jener Konflikt sehr in die Länge zieht: durch gegenseitige Zugeständnisse.

    Otto Weiss

  12. Es gibt ein altes Sprichwort: Ein Ermüdeter sucht Streit. Dasselbe gilt vom Hungrigen und Durstigen und überhaupt von jedem Menschen, den etwas quält.

    Seneca

  13. Fluche einem Nachbarn, und du gräbst zwei Gräber.

  14. Einen Satz trag´ in den Ohren: Wer sich aufregt, hat verloren.

    Karl-Heinz Söhler

  15. Die Wunde von eines Messers Schneide heilt, aber der Hass, den böse Worte schlugen, stirbt nicht ab.

  16. Ein böses Wort, das einem "auf der Zunge liegt", sollte man auch da liegen lassen.

  17. Ein Schiff, auf dem sich zwei Kapitäne befinden, geht unter.

  18. Zehn Späße bringen dir hundert Feinde ein.

    Laurence Sterne

  19. Warum sie doch zu Schutz und Trutz die Tonart stets verschärfen? Nicht formen lässt sich jeder Schmutz, doch jeder lässt sich werfen.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  20. Wo leer zur Essenszeit im Hause sind die Töpfe, die werfen Mann und Frau einander an die Köpfe.

    Friedrich Rückert

  21. Jede einem Menschen zugefügte Beleidigung, geleichgültig, welcher Rasse er angehört, ist eine Herabwürdigung der ganzen Menschheit.

    Albert Camus

  22. Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit. Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid. Ein bisschen mehr Wir und weniger Ich. Ein bisschen mehr Kraft, nicht so zimperlich. Und viel mehr Blumen währ …

    Peter Rosegger

  23. Zank ist der Rauch der Liebe.

    Ludwig Börne

  24. Der große Mann braucht überall viel Boden, und mehrere, zu nah gepflanzt, zerschlagen sich nur die Äste.

    Gotthold Ephraim Lessing

  25. Der Wein behebt den Streit in kürzrer Zeit als Pfaff und Obrigkeit.

    Richard Brinsley Sheridan

  26. Es ist schwer den harten Stein böser Worte glatt zu schleifen.

  27. Vergleichen und ertragen ist besser als Zank und Klagen.

  28. Mit dem du dich tausend Mal geprügelt und zehntausend Mal gestritten hast, setze dich am letzten Tag des Jahres einträchtig zum Essen nieder.

  29. Bruderzwist gar heftig ist.

  30. Zwei Hahnen auf einem Mist vertragen sich nicht.

  31. Wer will hadern um ein Schwein, nehm die Wurst und lass es sein.

  32. Es ist unmöglich, jemandem ein Ärgernis zu geben, wenn er es nicht nehmen will.

    Friedrich von Schlegel

  33. So ein ordentlicher Krach macht das Leben pikant.

    John Knittel

  34. Wer Frieden haben will, tut übel, dass er Streit anfängt

  35. Wenn Eltern sich verletzend streiten, verletzen sie auch ihre Kinder.

    Else Pannek

  36. Wer die Jugend schilt und Jugend scheucht, einsam durch mürr'sches Alter kreucht.

    Carl Leberecht Immermann

  37. Der Liebe ohne Zank und Streit fehlt das Salz der Seligkeit

  38. Selbst einem gerechten Mandarin fällt es schwer, einen Familienstreit zu schlichten.

  39. Da streiten sich die Leut' herum oft um den Wert des Glücks. Der eine heißt den andern dumm, am End' weiß keiner nix.

    Ferdinand Raimund

  40. Aus der Unsitte, die Blutsverwandte räumlich zusammen leben lässt, entspringt oft unabsehbarer Schaden.

    Prentice Mulford

  41. Die Ehe ist ein Hafen im Sturm, öfters aber ein Sturm im Hafen.

    Jean Antoine Petit-Senn

  42. Im Streit, da kommt mancher immer wieder auf das zurück, wovon er durchaus nicht sprechen wollte.

    Otto Weiss

  43. Oft ist bei Konflikten der eine Teil formell im Recht, der andere bloß tatsächlich.

    Otto Weiss

  44. Der Krieg fängt dann an, wenn die andere Seite sich verteidigt

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  45. Wer noch einmal eine Waffe in die Hand nimmt, dem soll die Hand abfallen.

    Franz Josef Strauß

  46. In der Politik gibt es nichts Dümmeres als alten Groll.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  47. Das schlimmste Glied, das Menschen tragen, ist die Zunge, hör' ich sagen.

    Bernhard Freidank

  48. Man ist nicht eifersüchtig, wo man liebt, aber da, wo man geliebt sein will.

    Rahel Varnhagen von Ense

  49. Es gibt in der Regel keinen Prozess, in dem nicht eine Frau den Streit verursacht hätte

    Juvenal

  50. Die Begeisterungen der Dichter und Künstler sind von jeher der Welt ein großer Anstoss und Gegenstand des Streites gewesen.

    Wilhelm Heinrich Wackenroder

  51. Des Menschen Feind, Bruder, ist der Mensch!

    Lewis Wallace

  52. Unannehmlichkeiten von rohen Menschen sollte man abschütteln wie Schneeflocken. Höchstens darf eine leise auf uns vergehen und ein Tropfen Wasser werden, eine stille Träne.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch

  53. Ein schlimmes Wort ist leicht zurückgegeben, aber nur schwer zurückgenommen.

    Georg Jacob F. P. H. Dechent