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Sprüche über Streit

173 Sprüche — Seite 2

Wo Erwartungen, Meinungen oder Verletzungen aufeinanderprallen, entsteht Streit. Er gehört zum menschlichen Zusammenleben dazu, weil Nähe und Unterschied nie völlig spannungsfrei bleiben. Deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern auch aufschlussreich für die Art, wie Menschen mit Widerspruch umgehen.

Entscheidend ist nicht allein, dass gestritten wird, sondern wie. Streit kann trennen oder klären, verhärten oder reinigen, je nachdem, ob Respekt und Maß erhalten bleiben oder von Ärger und Eitelkeit verdrängt werden.

  1. Besser einander beschimpfen als einander beschießen.

    Winston Churchill

  2. Sage nicht, du kennst einen Menschen, bevor du ein Erbe mit ihm geteilt hast.

    Johann Kaspar Lavater

  3. Nichts ist gefährlicher, als zwei Menschen auszusöhnen. Sie zu entzweien ist viel sicherer und leichter.

    Jean Paul

  4. Der Juristentraum vom Himmel : Alle beanspruchen bei der Auferstehung ihr Vermögen, und jeder versucht, es von seinen Vorvätern wiederzuerlangen.

    Samuel Butler

  5. In einem guten Wort ist für drei Winter Wärme. Ein böses Wort verletzt wie sechs Monate Frost.

  6. Ein zur Unzeit gesprochenes Wort kann ein ganzes Leben umstürzen.

    Menander

  7. Wenn du wissen willst, was dein Nachbar von dir denkt, so fange Streit mit ihm an.

  8. Mancher findet nur darum ein Haar in der Suppe, weil er das eigene Haupt schüttelt, solange er ißt.

    Christian Friedrich Hebbel

  9. Man sollte weder Zeit noch Worte leichtsinnig verschwenden. Beides kann nicht wieder zurück genommen werden.

  10. Wenn du selbst keine Haare auf dem Kopf hast, dann beschimpfe andere nicht als Glatzkopf.

  11. Über den Einwand eines Gescheiten lässt sich streiten; über der Entgegnung eines Dummen muß man verstummen.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  12. Der Stein, den man gegen jemanden aufhebt, fällt einem auf die eigenen Füße.

  13. Der Himmel ist jetzt nimmer weit; es nahet die sel'ge Gotteszeit der Freiheit und Liebe. Wohlauf, du frohe Christenheit, dass jeder sich nach langem Streit in Friedenswerken übe!

    Max von Schenkendorf

  14. Zur Beruhigung der Gemüter trägt angemessene Beschäftigung viel bei.

    Wilhelm von Humboldt

  15. Wer den Sinn aufs Ganze hält gerichtet, dem ist der Streit in seiner Brust geschlichtet.

    Friedrich von Schiller

  16. Der Teufel hat die Welt verlassen, weil er weiß, dass die Menschen selbst einander die Hölle heiß machen.

    Friedrich Rückert

  17. Im Ehestand muss man sich manchmal streiten; denn dadurch erfährt man was voneinander.

    Johann Wolfgang von Goethe

  18. Ich habe kein Ehepaar kennengelernt, in dessen Leben es noch nie eine Revolution gegeben hat.

    John Knittel

  19. Solang die Schwiegermutter lebt, solang, Hausfriede, lebe wohl!

    Juvenal

  20. Überall, wo Zwist herrschen kann, da muss es auch eine Entscheidung geben.

    Dante Alighieri

  21. Durch Eintracht wachsen kleine Dinge, durch Zwietracht zerfallen die größten.

    Sallust

  22. Zorn und Kaffee muss man ganz heiß genießen

  23. Jeder von uns ist sein eigener Teufel, und wir machen uns diese Welt zur Hölle.

    Oscar Wilde

  24. Das zweite Wort macht den Streit.

  25. Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt.

    Mark Twain

  26. Im Krieg verbinden sich die letzten Raffinessen der Wissenschaft mit den Grausamkeiten der Steinzeit

    Winston Churchill

  27. Oh! In der Freundschaft geht es immer schief, hat man sich erst seine Geldgeheimnisse anvertraut.

    Jules Renard

  28. Wenn Du das große Spiel der Welt gesehen, so kehrst Du reicher in Dich selbst zurück; denn wer den Sinn aufs Ganze hält gerichtet, dem ist der Streit in seiner Brust geschlichtet.

    Friedrich von Schiller

  29. Ein böses Wort läuft bis ans Ende der Welt

    Wilhelm Busch

  30. Wer mit anderen Krieg hat, ist auch nicht im Frieden mit sich selbst.

    William Hazlitt

  31. Der Zank in das Band vieler bürgerlicher Ehen

    Stendhal

  32. An bösen Worten, die man ungesagt herunterschluckt, hat sich noch niemand den Magen verdorben.

    Winston Churchill

  33. Wo zwei zusammenstossen, siegt der Besonnene.

    Laotse

  34. Die Zeit heilt Schmerze und Streitigkeiten, weil der Mensch sich ändert.

    Blaise Pascal

  35. Der Hass unter Verwandten ist der stärkste.

    Tacitus

  36. Manch einer ist in seiner Erbitterung härter denn ein Stein, sein Herz aber ist voll von gärenden Träumen.

    Fjodor M. Dostojewski

  37. Gib den Streitenden nach; Nachgeben macht dich zum Sieger.

    Ovid

  38. Wenn wir über den Schatten streiten, übersehen wir das Wesentliche

    Aesop

  39. Böse Worte verwunden mehr als ein scharfes Schwert.

  40. Reiß nie das Band der Freundschaft im Streit zu schnell entzwei; wird es auch neu gebunden, ein Knoten bleibt dabei.

  41. Die Zunge ist ein Dolch aus Fleisch

  42. Ihr Unzufriedenen in der Ehe habt euch eure Leiden selbst zugezogen, weil ihr so unbesonnen, so eilig, so vernunftlos in euerer Wahl waret.

    Abraham a Sancta Clara

  43. Wenn das unbedachte Wort einmal heraus ist, können es selbst vier Pferde nicht wieder holen.

  44. Die Zeit heilt Schmerzen und Streitigkeiten, weil der Mensch sich ändert. Weder der Beleidiger noch der Beleidigte bleiben, was sie einmal waren

    Blaise Pascal

  45. Zwietracht und Streit sind das Werk anmaßender Begierden und Leidenschaften.

    Johann Georg Adam Forster

  46. Das schnellste Pferd kann ein im Zorn gesprochenes Wort nicht einholen.

  47. Wenn Du mit lieben Freunden streitest, bezieh Dich nur auf die aktuelle Situation - lass die Vergangenheit ruhen.

    Dalai Lama

  48. Fortuna ist ein Weib, und wenn man sie unterwerfen will, muß man mit ihr streiten und kämpfen.

    Nicolaus Machiavelli

  49. Ein zänkisches Weib ist wie ein immer durchtriefendes Dach.

    Abraham a Sancta Clara

  50. Wie Unglück bringend, liebe Mutter, ist Feindschaft zwischen Brüdern, und wie schwer hält die Versöhnung.

    Friedrich von Schiller

  51. Handle nie in Wut. Es bedeutet, im Sturn in See zu stechen.

    Thomas Fuller

  52. Hass und Zank hegen oder erwidern ist Schwäche - sie übersehen und mit Liebe zurückzahlen ist Stärke

    Adalbert Stifter

  53. Ein kleiner Zorn stärkt die Liebe

    Karl Friedrich Wilhelm Wander

  54. Mäßige Dich im Zorn, denn Du zeigst dadurch deinen Wert, weil Du Dich jederzeit demjenigen gleichstellst, gegen den Dein Zorn zum Ausbruch kommt.

    Heinrich Martin

  55. Wer sich im Streit der Meinungen auf die Autorität beruft, der arbeitet mit seinem Gedächtnis, statt mit seinem Verstand

    Leonardo da Vinci

  56. Ein böses Weib ist für Ehemann eine große Plage. Es ist wahrlich besser, unter Tigern und Löwen, unter Bären und Wölfen zu leben als mit einem bösen Weibe.

    Abraham a Sancta Clara

  57. Bei Unverträglichkeit gedeiht kein Feuer im Haus. Der eine bläst es an, der andere bläst es aus.

  58. Wo viele zarte Hände walten - na, das ist so wie es ist! Kellerschlüssel, Bodenschlüssel führen leicht zu Zank und Zwist.

    Wilhelm Busch

  59. Wenn zwei sich streiten, ist der, der dem Zornigen nicht widerspricht, der Weise

    Euripides

  60. Bei Streitfragen gibt es immer zwei Standpunkte: Meinen und den falschen.