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Sprüche über Mitleid

158 Sprüche — Seite 2

Wenn das Leid eines anderen nicht gleichgültig lässt, beginnt Mitleid in seiner menschlichen Tiefe. Es ist jene Bewegung des Herzens, die nicht nur wahrnimmt, sondern innerlich mitträgt, was dem Gegenüber widerfährt. Deshalb gehört dieses Thema zu den grundlegenden Formen von Mitmenschlichkeit und moralischer Aufmerksamkeit.

Sein Wert zeigt sich darin, dass Mitleid nicht bloß Gefühl bleibt, sondern Nähe und Hilfe möglich machen kann. Es überwindet Distanz, ohne den anderen zu erniedrigen, und erinnert daran, dass kein Schmerz ganz fremd sein muss.

  1. Es ist keine Höflichkeit, dem Lahmen den Stock tragen zu wollen.

    Arthur Schnitzler

  2. Fünf Heilmittel gegen Schmerzen und Traurigkeit: Tränen, das Mitleid der Freunde, der Wahrheit ins Auge sehn, schlafen, baden...

    Thomas von Aquin

  3. Ein gutes Argument wirkt wundervoll - nur nicht auf den, der etwas hergeben soll.

    Bertolt Brecht

  4. Man soll tun, was man kann, einzelne Menschen vom Untergang zu retten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  5. Teilnahme ist der goldene Schlüssel, der die Herzen anderer öffnet.

    Samuel Smiles

  6. Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht.

    Friedrich von Schiller

  7. Zum Mitleiden gab die Natur vielen ein Talent, zur Mitfreude nur wenigen.

    Christian Friedrich Hebbel

  8. Gebt denen, die hungern, von eurem Reis; gebt denen, die leiden, von eurem Herzen.

  9. Nur ein genialer Reicher kann sich die Armut vorstellen.

    Charles Péguy

  10. Jedermann ist zu bedauern, der gerade genug Verstand hat, seine Mängel wahrzunehmen.

    William Hazlitt

  11. Gib dem Hungernden von deinem Reis und dem Leidenden von deinem Herzen.

  12. Wenn jemand neidvoll an Dich denkt, verzieh nicht deine Mienen. Mitleid kriegst du umsonst geschenkt, Neid muss man sich verdienen.

  13. Tue das Gute vor dich hin und bekümmere dich nicht, was daraus werden soll

    Matthias Claudius

  14. Es entmutigt oft den wärmsten Menschenfreund, dass er so vielen Hilfsbedürftigen begegnet, denen nicht zu helfen ist.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  15. Man liest manches Buch mit einem Gefühl, als ob man dem Verfasser ein Almosen geben möchte.

    Christian Friedrich Hebbel

  16. Leih jedem dein Ohr, doch wenigen deine Stimme

    William Shakespeare

  17. Aus dem Ei des Mitleids ist schon oft die Henne der Liebe gekrochen

  18. Es ist kein Mensch so reich, dass er nicht zuweilen etwas schuldig bliebe und kein Mensch so arm, dass er nicht zuweilen etwas leihen würde.

    Francois Rabelais

  19. Niemand kann einem anderen die Tränen trocknen, ohne sich selbst die Hände nass zu machen

  20. Wer fliegen kann, sollte nicht seine Schwingen aus Mitleid mit den Fußgängern abwerfen; er soll lieber das Fliegen lehren.

    Daphne du Maurier

  21. In aller Stille hat uns ein unvergesslicher Mensch verlassen. In aufrichtiger Anteilnahme möchten wir unsere Trauer ausdrücken und helfen, den Schmerz zu tragen.

  22. Eines Kindes Schmerzen sind hunderttausend Schmerzen.

  23. Die Anteilnahme der Nebenmenschen an unserem Schicksal ist Schadenfreude, Zudringlichkeit und Besserwisserei in wechselndem Gemisch.

    Arthur Schnitzler

  24. Man verlässt Gott nicht, wenn man zu einem Hilfsbedürftigen geht, denn man findet ihn dort wieder

    Vinzenz von Paul

  25. Bei allem was man mit dem Herzen tut, braucht man keinen Helfer.

  26. Dem Nächsten muß man helfen: Es kann uns allen ja Gleiches begegnen

    Friedrich von Schiller

  27. Ich darf nicht einem entfernten Nachbarn helfen, wenn es auf Kosten des nächsten geht.

    Mahatma Gandhi

  28. Man hat nur dann ein Herz, wenn man es hat für andere

    Christian Friedrich Hebbel

  29. Einen Geizhals zu bitten, heißt einen Graben ins Meer schaufeln.

  30. Einem Menschen die Hand hinstrecken, heißt, ihn retten.

    Honoré de Balzac

  31. Also sollen wir wissen, dass zwei Arten der Ärzte sind: die aus der Lieb handlen und aus dem Eigennutz.

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  32. Nächstenliebe ist die einzig mögliche Realpolitik

    Fridtjof Nansen

  33. Liebe, Almosen, Hingabe und Geduld sind die vier Dinge, die aus einem Menschen einen Heiligen machen.

  34. Die Jugend ist nicht das Alter der Rache und des Hasses, sondern das des Mitleidens, der Milde, der Großmut.

    Jean-Jacques Rousseau

  35. Mitleid eines Mannes zu einer leidenden Frau ist immer Zärtlichkeit.

    Stefan Zweig

  36. Mitgefühl ist nie verschwendet, es sei denn, man hat Mitleid mit sich selbst.

    Henri Dunant

  37. Man sollte Mitleid mit denjenigen haben, die sich alles erlauben können

    Jean Anouilh

  38. Du bist freigiebig und galant, und das hält man dir vor; viel besser als eine offene Hand ist oft ein offenes Ohr.

  39. Es ist töricht zu fallen in der Hoffnung, jemand zu finden, der einem wieder aufhilft.

    Nicolaus Machiavelli

  40. Wenn man Mitleid fühlt, so fragt man nicht erst andere Leute, ob man es fühlen soll.

    Georg Christoph Lichtenberg

  41. Möge dir die Arbeit immer flott von der Hand gehen. Nicht minder eifrig sei deine Hand, wenn sich eine andere um Hilfe nach der deinen ausstreckt.

  42. Handle gut im Augenblick, und du hast für alle Ewigkeit eine gute Tat getan

    Johann Kaspar Lavater

  43. Herzenswärme ist noch immer die zuverlässigste Energiequelle

  44. Tue Gutes und wirf es dann ins Wasser.

  45. Wer Wohltat dir erwies, sei deines Danks gewiß! Die du erwiesen, die vergiß!

  46. Indessen ist es bezeichnend für die menschliche Eitelkeit, dass sich jeder einbildet, das ganze All kümmere sich um seine kleinsten Sorgen.

    Jonathan Swift

  47. Oft beklagen wird das Unglück unserer Feinde mehr aus Stolz als aus Mitleid. Um ihnen zu zeigen, dass wir erhaben über sie sind, geben wir ihnen Beweise unseres Mitleids

    François de la Rochefoucauld

  48. Die Hauptbestandteile eines guten Charakters sind Treue und Mitleid

    Carl Hilty

  49. Es gibt kein grausameres Tier als einen Menschen ohne Mitleid.

    August von Kotzebue

  50. Wer erst vom süßen Weine trank und dann von einem sauern, spürt im Gedärm 'nen starken Drang und ist sehr zu bedauern.

  51. Ein guter Gedanke macht froh, erst recht eine gute Tat

    Peter Rosegger

  52. Barmherzigkeit beginnt im eigenen Haus - aber sie sollte nicht auch dort enden.

  53. In früheren Zeiten konnte einer ruhig vor seinem vollen Teller sitzen und sich's schmecken lassen, ohne sich darum zu kümmern, dass der Teller seines Nachbarn leer war. Das geht jetzt nicht mehr, auß …

    Marie von Ebner-Eschenbach

  54. Das Mitleid ist die letzte Weihe der Liebe, vielleicht die Liebe selbst.

    Christian Johann Heinrich Heine

  55. Wer anderer Not löst, ist der Erlöste.

    Laotse

  56. Nur der verwandte Schmerz entlockt uns die Träne, und jeder weint eigentlich für sich selbst

    Christian Johann Heinrich Heine

  57. Gute Taten werden hauptsächlich von Männern gepredigt und von Frauen getan.

  58. Kein Wort und keine Tat vergehen. Alles bleibt und trägt Frucht.

    Carl Hilty

  59. Die erste Gunst ist Gunst, die zweite schon Verpflichtung.

  60. Die Großmut muss eine beständige Eigenschaft der Seele sein und ihr nicht bloß ruckweise entfahren.

    Gotthold Ephraim Lessing