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Sprüche über Gelassenheit

226 Sprüche — Seite 4

Was den Menschen inmitten von Unruhe und Druck innerlich aufrecht hält, wird oft als Gelassenheit erfahren. Sie bedeutet nicht Teilnahmslosigkeit, sondern die Fähigkeit, das Nötige zu tun, ohne von jeder Erschütterung fortgerissen zu werden. Darum besitzt dieses Thema eine stille und reife Stärke.

Ihr Wert zeigt sich dort, wo Hast Fehler nährt und Aufgeregtheit den Blick verengt. Gelassenheit schafft Raum für Klarheit, Maß und Humor und lässt selbst Schwieriges weniger bedrohlich erscheinen.

  1. Nicht hastig leben! Die Sachen zu verteilen wissen heißt, sie zu genießen verstehen.

    Baltasar Gracián y Morales

  2. Es ist schwer, stark zu sein, aber nicht unbesonnen

  3. Mit Geduld kriegst du Sirup auch aus unreifen Trauben

  4. Um Frankreich zu regieren, bedarf es heftiger Worte und maßvoller Taten

    Leon Gambetta

  5. Einer schlechten Sache müssen ihre Gegner nur unbegrenzten Spielraum lassen, sich selbst zugrunde zu richten.

    Richard Rothe

  6. Wenn Wissen und Gelassenheit sich gegenseitig ergänzen, entstehen Harmonie und Ordnung.

    Dschuang Dsi

  7. Über die Vergangenheit können wir heulen; ändern können wir sie nicht!

    Nikolaus B. Enkelmann

  8. Das Glück ist im Grunde nichts anderes als der mutige Wille, zu leben, indem man die Bedingungen des Lebens annimmt

    Maurice Barrès

  9. Zwinge andere Leute nicht in deine Vorstellungen.

    David Herbert Lawrence

  10. Ein Mensch, der zu langsam ist, wird nicht soviel Schaden anstiften als der Mensch, der zu schnell ist

    Max Dauthendey

  11. Ich achte nicht auf die Vernunft. Die Vernunft empfiehlt immer das, was ein anderer gern möchte.

    Elizabeth Cleghorn Gaskell

  12. Ruhiges Erwarten des Erfolges ist überhaupt die beste, fruchtbarste Art, seine Gedankenkraft anzulegen.

    Prentice Mulford

  13. Was das Volk über mich urteilt, ist mir so gleichgültig wie das Urteil einer Herde blöden Viehes

    Francesco Petrarca

  14. Das Schweigen allein ist groß; alles andere ist Schwäche.

    Alfred de Vigny

  15. Die Friedfertigkeit ist das eindrücklichste Ding der Welt und von allen Worten das beredtste.

    Alexandre Vinet

  16. Das Unglück von Tausenden rührt uns weniger als das Unglück eines einzigen.

    Otto Weiss

  17. Das Leben ist ein Gemälde – um so schöner, je ungenauer man es betrachtet.

    Otto Weiss

  18. Sorg, aber sorge nicht zuviel, es geht doch alles wie Gott es will.

    Julius Wilhelm Zincgref

  19. Ein jeder sieht, wie glücklich der ist, der dumm geboren und alles glaubt. Ehrgeiz stachelt ihn nicht, und Furcht lässt ihn ruhig, beide gewöhnlich der Same für Kummer und Schmerz.

    Nicolaus Machiavelli

  20. Einen großen Reiz des Alters vergißt man gewöhnlich, nämlich die ruhige Resignation

    Graf Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau

  21. Der Weise betrachtet Leben und Tod wie Morgen und Abend.

  22. Wer seinen Mund in Gewalt, der wird in Ehren werden alt!

    Bernhard Freidank

  23. Beschimpfungen sind sehr erniedrigend für den, der sie ausstößt, währenddem sie denjenigen, an den sie gerichtet sind, nicht demütigen können

    Alphonse Karr

  24. Wem's Haus brennt, dem ist Eilen gut, sonst nicht

    Christoph Lehmann

  25. Je weniger Dinge man auf Erden wichtig nimmt, desto näher kommt man den wirklich wichtigen Dingen

    Frederico Garcia Lorca

  26. Der Mensch, der in jeder Lage die volle Ruhe bewahrt, ist eine ungeheure Erquickung für die andern.

    Paul Olaf Bodding

  27. Von allen Tieren erlangt nur die Katze das rechte Sichversenken. Sie betrachtet das Rad des Lebens von außen, wie Buddha.

    Andrew Lang

  28. Wenn wir die Menschen nicht zurechtschelten können, können wir sie oft zurechtlieben

    James Hudson Taylor

  29. Bei lebhaften Menschen und Völkern sind Ruhe und Schweigen das sicherste Zeichen der Reife.

    Fanny Lewald

  30. Die Langsamkeit bietet die Chance, das, was wir tun, auch zu erleben

    Henriette Wilhelmine Hanke

  31. Loslassen: Etwas niederlegen können, ohne es als Niederlage betrachten zu müssen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  32. Nur die Ruhe in uns selbst lässt uns sorglos zu neuen Ufern treiben.

    Adalbert Stifter

  33. Lasse dich leben wie du bist, ohne Kunststücke mit dir zu probieren, ohne dich zwingen zu wollen, Dinge zu lieben, die du nicht lieben kannst.

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  34. Ich finde, es bedarf gar keines Himmels und keiner Hölle. Das ordnet sich hier schon höchst einfach auf unserer Erde.

    Paula Modersohn-Becker

  35. Nichts zeugt von größerer Bildung, als grobes Schelten ruhig zu ertragen. Wenn der Gescholtene gar nicht so tut, als ob er gescholten wird, dann ist der Scheltende der Gescholtene

    Philemon

  36. Die ganze Welt liebt einen guten Verlierer

    Kin Hubbard

  37. Sei als Freund behutsam und gerecht, wer mit Misstrauen forscht, macht alles schlecht.

    Heinrich Martin

  38. Des regen Geistes unermüdlich Streben ist: über Irdisches sich zu erheben.

    Heinrich Martin

  39. Schmücke nie Dein Werk mit allzu viel Erwartung, denn nichts Herb'res gibt's, als nüchterne Enttäuschung.

    Heinrich Martin

  40. Beherrsche Deine Gefühle; es ist zwar ein schwerer Kampf, aber Du wirst auch viel freier Dein Leben genießen, weil Du alsdann nicht fortwährend vom Schicksal abhängig bist.

    Heinrich Martin

  41. Entringe dich dem Fieber der Zeit!

    Friedrich Lienhard

  42. Zwei Dinge soll'n den tapfern Mann nicht mit Verdruss erfassen: Die, die er nicht ändern kann, und die sich ändern lassen

    Julius Lohmeyer

  43. Unannehmlichkeiten von rohen Menschen sollte man abschütteln wie Schneeflocken. Höchstens darf eine leise auf uns vergehen und ein Tropfen Wasser werden, eine stille Träne.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch

  44. Wer ein großes Maß von Witz an andern ertragen will, muss selbst ein beträchtliches Maß davon besitzen.

    Joachim Heinrich Campe

  45. Auf die hohe Kunst des Schweigens verstehen sich am schlechtesten nichtssagende Naturen

    Georg Jacob F. P. H. Dechent

  46. Was wir an Schönheit und Kühnheit durchs Leben verlieren, gewinnen wir an Weisheit und Freiheit.

    Richard Fedor Leopold Dehmel