Sprüche über Faulheit
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Nicht jeder Aufschub ist harmlos, und nicht jede Bequemlichkeit ohne Folgen. Faulheit bindet Kräfte, verhindert Bewegung und lässt manches liegen, was mit wenig Entschluss längst geordnet wäre. Deshalb gehört dieses Thema nicht nur zur Schwäche des Alltags, sondern auch zur Frage nach innerer Haltung.
Ihr Problem liegt darin, dass sie selten offen auftritt, sondern sich gern als Müdigkeit, Verschiebung oder fehlende Gelegenheit tarnt. Faulheit zeigt, wie leicht der Mensch an Möglichkeiten vorbeileben kann, wenn der erste Schritt immer vertagt wird.
Am Morgen sehr früh ist viel zu spät für das, was man Abend vorher hätte tun sollen.
— Johann Heinrich Pestalozzi
Ein Dummkopf, der arbeitet, ist besser als ein Weiser, der schläft.
Einsamkeit und Faulheit umschmeicheln die Phantasie.
— Fjodor M. Dostojewski
Alt wollen sie werden, gesund wollen sie bleiben, aber etwas tun dafür wollen sie nicht.
— Sebastian Kneipp
Es ist nicht wenig Zeit, was wir haben, sondern es ist viel, was wir nicht nützen.
— Seneca
Der Mensch kann unendlich viel, wenn er die Faulheit abgeschüttelt hat und sich vertraut, dass ihm gelingen muss, was er ernstlich will.
— Ernst Moritz Arndt
Bescheidenheit ist nichts anderes als Faulheit, Mattigkeit und Mangel an Mut, so dass man mit Recht sagen kann, dass die Bescheidenheit für die Seele eine Erniedrigung ist.
— François de la Rochefoucauld
Wenn Gott auf der 5-Tage-Woche bestanden hätte, gäbe es heute keine Menschen.
— Oscar Wilde
Genieße froh die Tage, des Augenblickes Gunst; richtig dosierte Faulheit ist ein Stück Lebenskunst
Wer treu arbeitet, betet doppelt. Wer untreu arbeitet, flucht doppelt.
— Martin Luther
Phlegmatische Naturen sind nur so zu begeistern, dass man sie fanatisiert.
— Friedrich Nietzsche
Wenn sie das Maß überschreiten, sind beide bös: der Schlaf und das Wachen.
— Hippokrates von Kós
Der faule Mensch ist egoistisch, auch mit gutem Herzen.
— Sully Prudhomme
Jeder hat soviel Unkraut wie er's verdient.
Sprichwörter sind ein öffentlicher Unterstützungsverein für Leute ohne eigene Gedanken.
— Wilhelm Raabe
Der Aufschub ist der Dieb der Zeit.
— William Butler Yeats
Die Faulen sehnen sich nach Gesellschaft.
— John Steinbeck
Verglichen mit dem, was wir sein könnten, sind wir nur halb wach
— William James
Versuchen, die Zeit totzuschlagen ... also das Leben totzuschlagen, das ist die schwerste 'Erkrankung' die es gibt.
— Prentice Mulford
Wirf jeden Tag Ballast ab, der deine Seele beschwert - eine Furcht, einen Ärger, eine Enttäuschung, eine Trägheit
Nichtstun ist eine der größten und verhältnismäßig leicht zu beseitigenden Dummheiten.
— Franz Kafka
Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an - und handelt.
— Dante Alighieri
Geringes Wissen, das tatkräftig angewendet wird, ist unendlich mehr wert als grosses Wissen, das brachliegt.
— Khalil Gibran
Jeder Mensch kommt mit einer sehr großen Sehnsucht nach Herrschaft, Reichtum und Vergnügen sowie einem starken Hang zum Nichtstun auf die Welt.
— Voltaire
Es ist nicht das Unkraut, das den guten Samen erstickt, sondern die Nachlässigkeit des Bauern
— Konfuzius
Dem Faulpelz geht die Arbeit von der Hand wie das Pech von der Wand
Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen.
— Georg Christoph Lichtenberg
Faulheit ist Dummheit des Körpers... Dummheit ist Faulheit des Geistes
— Johann Gottfried Seume
Trägheit will gern langsam sein, Armut holt sie bald auch ein.
Wir sollten Adam nur dankbar sein dafür, dass er uns den Segen des Müßiggangs genommen und uns dafür den Fluch der Arbeit gewonnen hat.
— Mark Twain
Nicht zu arbeiten ist schlimmer, als sich zu überarbeiten.
— Samuel Smiles
"Es kommt, wie es kommen muss", ist die Ausrede aller Faulpelze.
— Wilhelm Raabe
Ein Garten entsteht nicht dadurch, dass man im Schatten sitzt.
— Rudyard Kipling
Durch Schlemmerei und Schlaf und Müßiggang, ward alle Tugend aus der Welt vertrieben
— Francesco Petrarca
Wer nicht arbeiten will, der lass' das Brot auch liegen still.
Um uns für unsere Faulheit zu bestrafen, gibt es außer unserem Misserfolg immer noch die Erfolge der anderen.
— Jules Renard
Arbeiten um nicht denken zu müssen ist auch Faulheit.
— Hermann Bang
Es passt sich aber nicht, dass einer auf des andem Arbeit hin müßig geht, reich ist und wohllebt, während es dem Arbeitenden übel geht, wie es jetzt die verkehrte Gewohnheit ist.
— Martin Luther
Faulheit ist der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit.
— Immanuel Kant
Nichtstun ist besser als mit vieler Mühe nichts schaffen!
— Laotse
Aus Müßigkeit entspringt reines Glück.
— Johann Wolfgang von Goethe
Das Wort Esel, wann es zurückgelesen wird, so heißt es: Lese! Wahr ist es, wann jemand kein unverständiger Esel bleiben will, so muß er die Bücher lesen, sonst wird ihm der Trichter von Nürnberg schle …
— Abraham a Sancta Clara
Blasiertheit: Diese Krankheit ist unter uns weit verbreitet, wo Müßiggang und Überfluß schnell die Sinne abstumpfen und selbst die Jugend in eine Gleichgültigkeit versinken lassen, von der sie nicht …
— Friedrich Melchior Baron von Grimm
Es gibt wirklich sehr viele Menschen, die bloß lesen, damit sie nicht denken dürfen.
— Georg Christoph Lichtenberg
Schaue auf Dich selbst, nicht auf die Sonne, wenn Dein Garten nicht blüht.
Faulenzen macht müde... Arbeit nie...
Zu einer gesunden Entwicklung gehört vor allem eine vernünftige Abhärtung, denn die Verweichlichung bewirkt Schlaffheit und Untätigkeit.
— Sebastian Kneipp
Wer selbst nichts zu tun hat, macht anderen die meiste Arbeit.
Wir halten den, der sich den politischen Angelegenheiten fernhält, nicht für einen ruheliebenden, sondern für einen unnützen Menschen.
— Perikles
Ein fauler und ein fleißiger Mensch können nicht gut miteinander leben, der faule verachtet den fleißigen gar zu sehr.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Wer die Arbeit kennt und tut sie nicht, der bleibt fürwahr ein armer Wicht.
Aus den Leidenschaften werden Meinungen, die Trägheit des Geistes läßt diese zu Überzeugungen erstarren.
— Friedrich Nietzsche
Für den Fleißigen hat die Woche sieben Heute, für den Faulen sieben Morgen.
Fleissige Mutter hat faule Töchter.
Es ist ebenso viel Trägheit wie Schwäche dabei, sich beherrschen zu lassen.
— Jean de la Bruyère
Der Intellekt ist bei den allermeisten eine schwerfällige, finstere und knarrende Maschine, welche übel in Gang zu bringen ist.
— Friedrich Nietzsche
Nur ein Taugenichts oder ein völlig Unfähiger kann behaupten, er habe keine Beschäftigung gefunden.
— Leo Tolstoi
Wer seine Schweißtropfen zählt, wird nie Geld zählen!
— Christian Friedrich Hebbel
Wer lustigen Mut zur Arbeit trägt und stets die Arme rasch bewegt, sich durch die Welt noch immer schlägt. Der Träge sitzt, weiß nicht, wo aus, und über ihn stürzt ein das Haus. Mit frohen Segeln …
— Ludwig Tieck
Langeweile ist ein Gefühl des Überdauerns, ohne zu leben. Der Müßiggang ist Strafe für sich selbst. Dummes Geschwätz verurteilt sich selbst.
— Sully Prudhomme