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Sprüche über Ewigkeit

206 Sprüche — Seite 3

Wo menschliche Zeit an ihre Grenze stößt, beginnt die Vorstellung von Ewigkeit. In diesem Begriff verdichten sich religiöse Hoffnung, philosophisches Staunen und die Ahnung, dass nicht alles Wirkliche im Vergehen aufgeht. Deshalb gehört dieses Thema zu den großen Fragen zwischen Glaube, Endlichkeit und Sehnsucht.

Was sie so schwer fassbar macht, ist ihre Entzogenheit vom gewöhnlichen Maß des Lebens. Ewigkeit verweist auf Dauer ohne Ende und gibt vielen Gedanken über Sinn, Tod und Transzendenz ihren besonderen Ernst.

  1. Das ist der Gastfreundschaft tiefster Sinn, dass wir einander Rast geben auf dem Weg nach dem ewigen Zuhause.

    Romano Guardini

  2. Wahre Freundschaften sind ewig

    Marcus Tullius Cicero

  3. Das gemeinsame Glück zweier Menschen ist nichts anderes als zwei kleine, nebeneinander geritzte Striche in die Unendlichkeit.

    Robert Musil

  4. Der Priester wird die Wesensgleichheit von Mensch und Tier nie zugeben, da er auf die unsterbliche Seele nicht verzichten kann, die er braucht, um die Moralforderung zu begründen.

    Sigmund Freud

  5. Die Hilfe Gottes, muss ich vermuten, liegt für uns heute ein wenig im weiten; denn nach diesem Leben hilft er den Guten, in diesem Leben den Gescheiten.

    Franz Grillparzer

  6. Mensch zu sein ist etwas Sonderbares: Man ist nie fertig.

    Else Pannek

  7. Der nützlichste Mensch in der nützlichsten Welt würde ewig unbefriedigt bleiben, wenn immer nur für seine Bequemlichkeit gesorgt würde.

    Ralph Waldo Emerson

  8. Wie schnell wird die Ewigkeit alles bedecken, und wie viel hat sie schon bedeckt!

    Mark Aurel

  9. Das Gelingen großer und guter Handlungen ist in alle Ewigkeit der höchste Genuß großer und guter Geister.

    Johann Heinrich Jung-Stilling

  10. Kinder sind nicht nur freundliche Lichtstrahlen des Himmels, sondern auch ernste Fragen aus der Ewigkeit.

    Friedrich Schleiermacher

  11. Die Wissenschaft ist außer Reichweite der Moral, denn ihre Augen sind auf ewige Wahrheiten geheftet.

    Oscar Wilde

  12. Einmal stirbst du, und dann ist alles Fragen zu Ende. Und wenn du stirbst, wirst du entweder alles erfahren, oder du wirst nicht mehr die Möglichkeit haben, zu fragen.

    Leo Tolstoi

  13. Für mich ist die größte Entfaltung menschlichen Lebens, in Frieden und Würde zu sterben, denn das ist die Ewigkeit.

    Mutter Theresa

  14. Handle gut im Augenblick, und du hast für alle Ewigkeit eine gute Tat getan

    Johann Kaspar Lavater

  15. Ich denke, dass eine tief in die Seele eingewachsene Empfindung sich niemals verliert, niemals altert.

    Stanislaw Brzozowski

  16. Glaube an dich selbst, Mensch, glaube an den inneren Sinn deines Wesens, so glaubst du an Gott und an die Unsterblichkeit!

    Johann Heinrich Pestalozzi

  17. Literatur ist Unsterblichkeit der Sprache.

    Friedrich von Schlegel

  18. Ohne ein Leben nach dem Sterben bleibt dieses Leben ein phantastische Chaos. Verstanden werden kann das Leben nur als Leben im Licht der Ewigkeit.

    Carl Ludwig Schleich

  19. Nur durch die Tiefen unserer Erde, nur durch die Stürme eines Menschengewissens hindurch eröffnet sich der Blick auf die Ewigkeit.

    Dietrich Bonhoeffer

  20. Der Zorn Gottes währt nur einen Augenblick, die göttliche Barmherzigkeit ist ewig.

    Joseph Joubert

  21. Der Sarg, das sind die Bretter, welche die andere Welt bedeuten.

    Daniel Spitzer

  22. Die Ehe ist die exemplarische Bindung, sie trägt uns in die große Gebundenheit, und nur als Gebundene können wir in die große Freiheit der Kinder Gottes gelangen.

    Martin Buber

  23. Was immer Du auf Erden verschenkst, es wird Dich in den Himmel begleiten.

  24. Wir leben immer für die Zukunft: Ewiges Stimmen und nie beginnt das Konzert

    Ludwig Börne

  25. Wir haben das Leben nicht verloren. Es wohnt vor uns im Gotteslicht.

  26. Mit Kindern vergehen die Jahre wie im Flug. Doch Augenblicke werden zu Ewigkeiten.

  27. Das Glück ist eine in die Gunst des Augenblicks gefaßte Ewigkeit.

    Martin Kessel

  28. Ich würde nichts Schöneres kennen, als in Ewigkeit weiter lernen zu dürfen.

    Christian Morgenstern

  29. Wer für Erwachsene schreibt, schreibt für die Zeit. Wer für Kinder schreibt, für die Ewigkeit.

    Hans Christian Andersen

  30. Es gibt eine Stille, in der man meint, man müsse die einzelnen Minuten hören, wie sie in den Ozean der Ewigkeit hinuntertropfen.

    Adalbert Stifter

  31. Begreift, dass Gott das Endziel, nicht der Ausgangspunkt der Schöpfung ist.

    André Gide

  32. Was man von der Minute ausgeschlagen, gibt keine Ewigkeit zurück.

    Friedrich von Schiller

  33. Der kleinste Erdenmensch, ein Sohn der Ewigkeit, besiegt in immer neuen Leben den alten Tod.

    Rudolf Steiner

  34. Die ewigen Sterne kommen wieder zum Vorschein, sobald es finster genug ist

    Thomas Carlyle

  35. Jede Minute des Lebens trägt in sich ihren Wert als Wunder und ihr Gesicht ewiger Jugend.

    Albert Camus

  36. Obwohl aller sterblichen Natur unsichtbar, wird Gott aus seinen Werken selber ersehen.

    Aristoteles

  37. Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang

    Hippokrates von Kós

  38. Weder nie noch nimmerfort, ist der Liebe Losungswort.

  39. Das Christentum ist eine Idee, und als solche unzerstörbar und unsterblich, wie jede Idee.

    Christian Johann Heinrich Heine

  40. Die Geizigen sind den Bienen zu vergleichen: sie arbeiten, als ob sie ewig leben würden.

    Demokrit

  41. Trachte nicht nach dem ewigen Leben, sondern schöpfe das Mögliche aus!

    Pindar

  42. Ist sie auch geistreich? Fragt ihr zumeist. Was wollt ihr denn? Herz heißt des Weibes Geist. Wird sie unendlich lieben können, dürft ihr getrost sie geistreich nennen.

    Friedrich Vischer

  43. Tugend und Freundschaft sind ewig verwandt; es knüpft sie beide ein himmlisches Band.

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  44. Menschlich und edel ist das Gute, göttlich und unsterblich aber das Schöne.

    Rupert Johann Hammerling

  45. Schreib ich für den Ruhm und für die Ewigkeit? Nein, zum Vergnügen meiner Freunde!

    Anna Luise Karsch

  46. Gott hat uns aus der Tiefe seines Herzens für eine Weile ins Leben gerufen und nimmt uns danach wieder in seinen ewigen Schoß zurück.

  47. Jeder Mensch wird im Reiche einen Engel haben, der mit ihm herrscht, und in der Unterwelt einen Dämon, der ihn straft.

    Thomas von Aquin

  48. Wisse das Dunkel, Wisse das Schwere, Doch über allem wisse das Licht! Ich sterbe, aber meine Liebe zu Euch stirbt nicht; Ich werde Euch vom Himmel herab lieben wie ich Euch auf Erden geliebt habe …

  49. Nicht ärgern, nur wundern. — Und das Wundern hört dann niemals auf.

    Else Pannek

  50. Du hast den Lebensgarten verlassen, doch deine Blumen blühen weiter.

  51. Die Folianten vergilben, der Städte gelehrter Glanz erbleicht, aber das Buch der Natur erhält jedes Jahr eine neue Auflage.

    Hans Christian Andersen

  52. Idole und Ideen sind wandelbar. Ideale allein sind unsterblich

    Ottokar Kernstock

  53. Das Herz und die Rose sind das einzig Unvergängliche

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  54. Könnte ich unsterblich sein, so wünschte ich es nur, um Unglückliche zu unterstützen.

    Maria Theresia von Österreich

  55. Die Zeit ist auch Ewigkeit. Die Ewigkeit, deren Flügelschläge die Menschen hören, deren Schläge sie zählen können.

    Jeremias Gotthelf

  56. Eine Welt in einem Sandkorn zu sehen und einen Himmel in einer Wildblume, die Unendlichkeit in einer Hand zu halten und die Ewigkeit in einer Stunde

    William Blake

  57. Karriere ist ein Pferd, das ohne Reiter vor dem Tor der Ewigkeit anlangt.

    Thomas Hobbes

  58. Vor der Ewigkeit ist alles nichtig.

    Michail Bakunin

  59. Heute liegt in aller Ewigkeit vor morgen.

  60. Die Liebe der Mutter zu ihren Kindern ist eine Brücke zu allem Guten: im Leben und in der Ewigkeit