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Sprüche über Ewigkeit

206 Sprüche — Seite 2

Wo menschliche Zeit an ihre Grenze stößt, beginnt die Vorstellung von Ewigkeit. In diesem Begriff verdichten sich religiöse Hoffnung, philosophisches Staunen und die Ahnung, dass nicht alles Wirkliche im Vergehen aufgeht. Deshalb gehört dieses Thema zu den großen Fragen zwischen Glaube, Endlichkeit und Sehnsucht.

Was sie so schwer fassbar macht, ist ihre Entzogenheit vom gewöhnlichen Maß des Lebens. Ewigkeit verweist auf Dauer ohne Ende und gibt vielen Gedanken über Sinn, Tod und Transzendenz ihren besonderen Ernst.

  1. Nicht die sichtbare und vergängliche Materie ist das Wirkliche, Reale, Wahre - sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist.

    Max Planck

  2. Lass mich schlafen, bedecke nicht meine Brust mit Weinen und Seufzen, sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen, sondern schließe deine Augen, und du wirst mich unter euch sehen, jetzt und i …

    Khalil Gibran

  3. Das ist das Ende. Für mich der Beginn des Lebens.

    Dietrich Bonhoeffer

  4. Lieb' ist wie der Wind, Rasch und lebendig, Ruhet nie, Ewig ist sie, aber nicht immer beständig.

    Eduard Mörike

  5. Halte immer an der Gegenwart fest. Jeder Zustand, ja jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist in der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit

    Johann Wolfgang von Goethe

  6. Und was aus der Erde gewachsen, das ging in die Erde zurück, doch die Arten, gezeugt vom Himmel, die kehrten zum himmlischen Raum.

    Mark Aurel

  7. Wer Großes vollbringen will, muß handeln, als ob er ewig leben würde.

  8. Wenn wir aus dieser Welt durch Sterben uns begeben, so lassen wir den Ort, wir lassen nicht das Leben.

    Nikolaus Lenau

  9. Ein Lehrer arbeitet für die Ewigkeit. Niemand kann sagen, wo sein Einfluss endet.

    Henry Adams

  10. Nur durch die Liebe und den Tod berührt der Mensch das Unendliche

    Alexandre Dumas

  11. Wir wollen nicht ewig leben, aber wir wollen auch nicht alles Tun und alle Dinge plötzlich jeden Sinn verlieren sehen. Dann zeigt sich die Leere, die uns umgibt.

    Antoine de Saint-Exupéry

  12. Begrenzt ist das Leben - doch unendlich die Erinnerung.

  13. Die Unendlichkeit der Schöpfung ist groß genug, um eine Welt oder eine Milchstraße von Welten gegen sie anzusehen, wie man eine Blume oder ein Insekt in Vergleichung gegen die Erde ansieht.

    Immanuel Kant

  14. Es wäre nicht so schlimm zu altern, wenn alle ersten Lieben in ewiger Jugend blühten.

    Ludwig Marcuse

  15. Die Zeit, Gott zu suchen, ist dieses Leben. Die Zeit, Gott zu finden, ist der Tod. Die Zeit, Gott zu besitzen, ist die Ewigkeit.

  16. Denn die Liebe ist die einzige Urgewalt, die hartnäckig sich ewig erhält - weil sie die Welt trägt.

    Diotima

  17. Die ganze gegenwärtige Zeit ist ein Punkt der Ewigkeit.

    Mark Aurel

  18. Dreifach ist der Schritt der Zeit: Zögernd kommt die Zukunft hergezogen, Pfeilschnell ist das Jetzt verflogen, Ewig still ist die Vergangenheit.

    Friedrich von Schiller

  19. Die Bibel ist nicht antik, auch nicht modern, sie ist ewig.

    Martin Luther

  20. Die Liebe vergrößert und verschönt die Dinge, sie gibt ihnen den Atem der Unvergänglichkeit.

    Paul Bertololy

  21. Was wir ein Leben nennen, ist für den ganzen ewigen inneren Menschen nur ein einziger Gedanke, ein unteilbares Gefühl.

    Friedrich von Schlegel

  22. Heilig ist die Sternenzeit, öffnet alle Grüfte, strahlende Unsterblichkeit wandelt durch die Lüfte

    Gottfried Keller

  23. Für sich selbst ist jeder unsterblich; er mag wissen, dass er sterben muss, aber er kann nie wissen, dass er tot ist

    Samuel Butler

  24. Die Todesstunde ist die Geburt zu einem neuen Leben.

  25. Manche Bücher sind länger, als sie scheinen. Sie haben in der Tat kein Ende. Die Langeweile, die sie erregen, ist wahrhaft absolut und unendlich.

    Novalis

  26. In eine glückliche Beschäftigung versunken, empfinden wir einen flüchtigen Vorgeschmack der Ewigkeit

    José Ortega y Gasset

  27. Die Seele hat zwei Augen: das eine schaut auf die Zeit, das andere richtet sich in die Ewigkeit.

    Angelus Silesius

  28. Energie ist ewige Freude

    William Blake

  29. Die Liebe ist ein Kind der Ewigkeit. Sie verwischt die Erinnerung an den Anfang und nimmt die Angst vor dem Ende.

    Germaine Madame de Stael

  30. Die Menschheit ist die Unsterblichkeit der sterblichen Menschen.

    Ludwig Börne

  31. Blüh denn, leuchte goldner Baum! Erdentraum und Himmelstraum, blüh' und leucht' in Ewigkeit durch die arme Zeitlichkeit.

    Ernst Moritz Arndt

  32. Es geht eine große und ewige Schönheit durch die ganze Welt, und diese ist gerecht über den kleinen und großen Dingen verstreut.

    Rainer Maria Rilke

  33. Dich liebt' ich immer, Dich lieb ich noch heut und werde dich lieben in Ewigkeit.

    Ludwig Uhland

  34. Du hast gewirkt, du hast geschafft, bis ganz erlahmte Deine Kraft. Nun ruhen Deine fleissigen Hände, die immer gern für uns bereit, wir danken Dir's in Ewigkeit.

  35. Die Quelle des Ideals ist der heiße Durst nach Ewigkeit, die Sehnsucht nach Gott, also das Edelste unsrer Natur.

    Friedrich von Schlegel

  36. Mit dem Hunger nach der Unendlichkeit wird der Mensch geboren; er spürt ihn früh; aber wenn er in die Jahre des Verstandes kommt, erstickt er ihn meistens leicht und schnell.

    Wilhelm Raabe

  37. Gerechtigkeit ist vorübergehend, aber das Gewissen ist ewig.

    Martin Luther

  38. Mögest du nichts in dein Herz aufnehmen, was dir deinen Anteil an der ewigen Seligkeit des Himmels nimmt.

  39. Mutterliebe ist ein ehern Band, das ewig schmerzend bindet.

    Felix Dahn

  40. Wie nutzlos, durch dieses Leben zu wandern, wär's nicht die Brücke zu einem andern

    Friedrich von Bodenstedt

  41. Es geht ewig zu Ende, und im Ende keimt ewig der Anfang

    Peter Rosegger

  42. Unvergänglichkeit gewordener Gedanken ist eine Illusion.

    Oswald Spengler

  43. Ein Traum, ein Traum ist unser Leben auf Erden hier. Wie Schatten auf den Wogen schweben und schwinden wir. Und messen unsere trägen Tritte nach Raum und Zeit, und sind (und wissen's nicht) in Mitt …

    Johann Gottfried Herder

  44. Der Fluss des Lebens mündet ins Meer der Ewigkeit.

  45. Worte sind die einzigen Dinge, die nie vergehen.

    William Hazlitt

  46. So genannte Jahrhundertwerke schafft der Zahn der Zeit in ein paar Jahren.

    Else Pannek

  47. Unser Erdenleben ist der Same der Ewigkeit, unser Körper vergeht, aber die Seele stirbt nicht

    Hans Christian Andersen

  48. Da ist ein Land der Lebenden und ein Land der Toten, und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe - das einzig Bleibende, der einzige Sinn.

  49. Klein ist der Mensch, der Vergängliches sucht, groß aber, wer das Ewige im Sinn hat.

    Antonius von Padua

  50. Wenn du jedesmal stehen bleibst, wenn ein Hund bellt, wirst du deine Reise nie beenden.

  51. Wie wird mir? Leichte Wolken heben mich, der schwere Panzer wird zum Flügelkleid. Hinauf, hinauf - die Erde flieht zurück kurz ist der Schmerz, aber ewig ist die Freude.

    Friedrich von Schiller

  52. Frischer Schnee bedeckt die Felder, nur noch Stille, weit und breit. und in einem Augenblick spüre ich die Ewigkeit.

  53. Gott ist dreifach von Person und doch einfach von Natur. Gott ist auch an allen Orten, und an jedem Ort ist Gott ganz. Das will so viel sagen, dass alle Orte ein Ort Gottes sind.

    Eckhart von Hochheim

  54. Sind nur der Treue Fesseln uns genommen, ist Liebe, ewig grün, des Lebens Leben.

    Friedrich von Schlegel

  55. Ihr werden die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und werdet meine Zeugen sein bis an's Ende der Erde.

  56. Überall ist Ewigkeit. Wenn du einen Schneck behauchst, schrumpft er ins Gehäuse, wenn du ihn in Kognak tauchst, sieht er weiße Mäuse.

    Franz Grillparzer

  57. In jedem Anfang liegt die Ewigkeit

    Hugo von Hofmannsthal

  58. Begrenzt ist die Zeit des Lebens, doch unendlich die Erinnerung.

  59. Die Kunst ist ewig, ihre Formen wandeln sich.

    Rudolf Steiner

  60. Komm nun, höchstes Fest auf dem Wege zur ewigen Freiheit, Tod, leg nieder beschwerliche Ketten und Mauern unseres vergänglichen Leibes und unsrer verblendeten Seele, dass wir endlich erblicken, wa …

    Dietrich Bonhoeffer