Sprüche über Abhängigkeit
171 Sprüche — Seite 3
Wo Freiheit schwindet und das Eigene nur noch an etwas Fremdem hängt, beginnt Abhängigkeit. Sie kann materiell, seelisch oder gedanklich sein und zeigt sich oft erst dann deutlich, wenn Loslassen kaum noch möglich erscheint. Darum gehört dieses Thema zu den heiklen Fragen nach Selbstbestimmung, Bindung und innerer Stärke.
Ihr Problem liegt darin, dass sie Halt verspricht und zugleich Kraft entzieht. Abhängigkeit macht sichtbar, wie schmal die Grenze zwischen Nähe und Gefangenschaft, zwischen Gewohnheit und Verlust der eigenen Mitte sein kann.
Man kann nicht leben, ohne dass die Leute sprechen, nicht Rosen sammeln, ohne dass die Dornen stechen
— Friedrich Julius Hammer
Ein schlechtes Gewissen ist ein Zeuge, den man Tag und Nacht mit sich herumträgt.
— Juvenal
Die Gebote der Natur stehen niemals im Widerspruch zu denen der Klugheit
— Juvenal
Die Liebe zum Geld wächst in gleichem Maße wie das Geld selbst
— Juvenal
Unerträglicher nichts als ein Weib mit großem Vermögen.
— Juvenal
Jede Sünde trägt um so bedeutendere Schuld in sich, je größer das Ansehen des Sünders ist.
— Juvenal
Des Weibes Zorn ist am schlimmsten, wenn Beschämung zum Hasse sie treibt.
— Juvenal
Jedem Arzt geht es schlecht, wenn es niemandem schlecht geht.
— Philemon
Niemand arbeitet so hart für sein Geld, wie der, der es geheiratet hat
— Kin Hubbard
Freundschaft ist die stillschweigende Übereinkunft zweier Feinde, die für eine gemeinsame Beute arbeiten wollen
— Kin Hubbard
Nichts ist schwieriger als ein Empfehlungsschreiben für jemanden, den man gut kennt.
— Kin Hubbard
Anschauungen sind wie Kleider ihrem Träger angemessen, weshalb auch kleine Leute die Anschauungen großer nicht tragen können.
— August Pauly
Jedes Volk, das in Knechtschaft liegt, hat an den Netzen, die es umfangen, selber mitgestrickt.
— August Pauly
Frauen sind eine Art von Planeten. Sie empfangen ihr Licht von den Männern, haben aber dazu noch ihre eigene Wärme.
— August Pauly
Es gibt Dinge im Leben und in der Wissenschaft, welche nur die kühnste Phantasie zu erfassen vermag, und andere, die nur der ruhigste Verstand sieht. Darum gehören auch so oft zwei Menschen dazu, um e …
— August Pauly
Wir können nicht leben ohne Menschen und leben nie mehr, als wenn kein Mensch um uns ist.
— August Pauly
Unser ganzes Leben hindurch zieht die Erde an uns, als wollte sie uns Flüchtlinge wieder haben, und endlich bekommt sie uns auch.
— August Pauly
Theorie ist eine Leiter zu den Früchten am großen Baum der Natur.
— August Pauly
Unter den Priestern der Wissenschaft hält sich eine merkwürdig große Anzahl lieber in der Nähe des Opferstocks, als in der Nähe des Heiligtums auf.
— August Pauly
Auf nichts ist weniger zu rechnen als auf die Dankbarkeit. Aber die Liebe wirkt nicht um des Dankes willen.
— Albertine Necker-Saussure
Je wertloser der Mann ist, um so weniger Achtung hat er vor Frauen.
— Theresa Keiter
Wahrheit behauptet stets und überall ihre Unbeschränktheit. Sie wird zur Verbrecherin, wenn sie sich zur Sklavin der Menschen machen lässt.
— Heinrich Martin
Die Liebe existierte nie, wär' uns versagt die Phantasie.
Beherrsche Deine Gefühle; es ist zwar ein schwerer Kampf, aber Du wirst auch viel freier Dein Leben genießen, weil Du alsdann nicht fortwährend vom Schicksal abhängig bist.
— Heinrich Martin
Wenn stets die Rechnung neben dem erkauften Vergnügen liegt, hört es auf »Vergnügen« zu sein.
— Heinrich Martin
Bildung ruht auf drei mächtigen Säulen: Geist, Natur und Kunst.
— Heinrich Martin
Gaben der Weisheit sind nicht an die Gegenwart gebunden, sie fließen durch die Ewigkeit.
— Heinrich Martin
Schwachheit ist die Mutter der Kraft.
— Heinrich Martin
Hass frisst sich in selbstquälerischer Weise immer tiefer in das Herz hinein, weil er dort die meisten Widersprüche und in ihnen seine Nahrung findet.
— Heinrich Martin
Je höher der Mensch steht, um so stärkere Schranken hat er nötig, welche die Willkür seines Wesens bändigen.
— Gustav Freytag
Ringsherum Grenzen unseres Erkennens. Eingekapselt sind wir in die Schale unserer fünf Sinne, eingekapselt in Raum und Zeit.
— Friedrich Lienhard
Liebe ist Lebenswärme, die man braucht, wie das tägliche Brot. Keine größere Wohltat kann zu irgendeiner Zeit des Lebens dem Erdenwanderer widerfahren, als wahre Freundschaft und echte Liebe.
— Friedrich Lienhard
Der Mensch, der allein reist, kann sich heute auf den Weg machen; doch wer mit einem anderen reist, muss warten, bis dieser bereit ist.
— Henry David Thoreau
Du kannst niemanden unterdrücken, ohne selbst unten zu bleiben
— Booker T. Washington
Der beste Mensch ist der, der sich um sich selbst kümmert. Lasst euch von niemanden so tief hinabziehen, dass ihr ihn hasst.
— Booker T. Washington
Die Art, wie das Lernen in seiner untersten Stufe betrieben wird und wie das Kind sich gewöhnt, es zu betrachten, ist für das Leben häufig entscheidend.
— Theodor Waitz
Um Erfolg zu haben, muss man Liebe zu seiner Aufgabe haben.
— Jules Payot
Bei allen Arten von Tätigkeit hängt der Erfolg nur von der inneren Kraft ab.
— Jules Payot
Was wir am meisten lieben und verehren, wird durch frühe Assoziationen bestimmt.
— Oliver Wendell Holmes
Man besitzt nur die Seele, die sich uns gab, nicht die, die man sich nahm.
— Walter Calé
Wie die Quelle, so der Bach; wie die Eltern, so die Kinder!
— Joachim Heinrich Campe
Niemand ist vollkommen frei, da man auch ein Sklave seiner Unabhängigkeit ist.
— Alfred Capus
Die Erziehung umfasst den ganzen, auch den körperlichen Menschen. Es ist gefährlich, die Seele zu üben und nicht zugleich den Leib.
— Friedrich Christoph Dahlmann
Torheit ist es, sich der Natur entgegenzustemmen, nur dann herrscht der Mensch, wenn er den Gesetzen der Allgewaltigen gehorsamt, wenn er Einsicht hat in den Zusammenhang alles dessen, was ist.
— Udo Dammer
Jeder Mensch baut sich durch seine Lebensweise seine Todesweise auf.
— Max Dauthendey
Der Preis jedes Glückes ist viel Schmerz
— Richard Fedor Leopold Dehmel
Die Kritik folgt den Schöpfungen des Geistes wie der Schatten unserem Körper. Sie hat wenig Nutzen, da die meisten Kritiker ganz unzulänglich sind.
— Ferdinand Victor Eugene Delacroix
Die Menschen kann man leicht verachten, aber nicht ihre Achtung entbehren.
— Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer
Nur wo Liebe ist, wohnt der Frieden
— Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer
Ohne Erziehung zum Gehorsam ist keine Bildung zu einem charakterfesten Menschen, zu einem Manne denkbar.
— Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg
Die Anziehungskraft, die ein Mensch auf andere ausübt, ist durch die Art, wie er sich hingibt, bedingt.
— Wilhelm Dilthey