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Sprüche über Abhängigkeit

171 Sprüche — Seite 2

Wo Freiheit schwindet und das Eigene nur noch an etwas Fremdem hängt, beginnt Abhängigkeit. Sie kann materiell, seelisch oder gedanklich sein und zeigt sich oft erst dann deutlich, wenn Loslassen kaum noch möglich erscheint. Darum gehört dieses Thema zu den heiklen Fragen nach Selbstbestimmung, Bindung und innerer Stärke.

Ihr Problem liegt darin, dass sie Halt verspricht und zugleich Kraft entzieht. Abhängigkeit macht sichtbar, wie schmal die Grenze zwischen Nähe und Gefangenschaft, zwischen Gewohnheit und Verlust der eigenen Mitte sein kann.

  1. Schlechte Verdauung kommt weniger von der Nahrung selbst als von der Stimmung, in der wir unsere Nahrung zu uns nehmen pflegen.

    Prentice Mulford

  2. In den meisten Fällen können sich die Menschen die nötige Ruhe nicht verschaffen. Sie müssen fort und fort Jahr um Jahr arbeiten, um ihre 'Existenz' zu erhalten.

    Prentice Mulford

  3. Unsere vorherrschende Stimmung hat mehr mit Erfolg oder Fehlschlag jedes Unternehmens zu tun als irgend etwas sonst.

    Prentice Mulford

  4. Was immer du denkst, zieht seinesgleichen aus dem Unsichtbaren an.

    Prentice Mulford

  5. Jedes Menschen Glück schmiedet ihm sein Charakter.

    Cornelius Nepos

  6. Jeder, der versucht aus der großen Herde, die da heißt ›Gesellschaft‹, auszubrechen, ruft das Mißfallen der Herde hervor.

    Francesco Petrarca

  7. Geld ist die einzige Macht, vor der die gesamte Menschheit auf die Knie fällt

    Samuel Butler

  8. Die tiefe Sicherheit einer Gesellschaft hängt von Natur und Verhalten ihrer Bürger ab

    Herbert Spencer

  9. Lasst es euch nur inwendig gut gehen, so läuft das Auswendige von selber gut hinten nach.

    Hermann Stehr

  10. Die schlimmste Knechtschaft ist: ein Sklave der Sinne sein.

    Johan Peter Uz

  11. Das Schicksal des Staates hängt vom Zustand der Familie ab.

    Alexandre Vinet

  12. In Dingen, die wir nicht kennen, sind wir oft auf das Urteil jener angewiesen – die sie auch nicht kennen.

    Otto Weiss

  13. Worte können ihren Sinn sehr ändern – durch das Übelwollen derer, die sie anhören!

    Otto Weiss

  14. Was wären in dieser Welt die Starken, ohne Unterstützung der Schwachen?

    Otto Weiss

  15. Es gibt dumme Gedanken, die man nicht eher los wird, als bis man sie ausgeführt hat

    Otto Weiss

  16. Wer hätt' es nicht schon auf der Straße gesehn, wie eine Frau einem Mann, der hinter ihr ging, langsam nachlief!

    Otto Weiss

  17. Die meisten Verleger, Bilderhändler und Theateragenten haben eine eigene Ästhetik, die der Finanzwissenschaft sehr ähnlich sieht.

    Otto Weiss

  18. Es gibt eine Nüchternheit, die besonders traurig ist: jene, der kein Rausch vorherging.

    Otto Weiss

  19. Die Kalendermacher machen die Kalender, aber Gott macht das Wetter.

    Julius Wilhelm Zincgref

  20. Sorg, aber sorge nicht zuviel, es geht doch alles wie Gott es will.

    Julius Wilhelm Zincgref

  21. Eines Mannes schwache Seite erkennt man unfehlbar an seiner sogenannten besseren Hälfte.

    James Joyce

  22. Wie die Sonne hilft dem Gesicht, So ist die Kunst der Seele Licht.

    Georg Rollenhagen

  23. Der Gang der Politik gleicht dem Flug eines Drachens, dessen Bahn von dem Winde, der ihn treibt, und der Schnur, die ihn hält, abhängig ist.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  24. Reichtum beglückt, wenn wir ihn besitzen, und macht tief unglücklich, wenn er uns besitzt.

    Heinrich Lhotzky

  25. Gedanken sind Kräfte, denn es sind Geistesäußerungen. Wir verbinden uns durch unser Denken entweder mit Mächten der Finsternis oder des Lichts.

    Heinrich Lhotzky

  26. Je unabhängiger wir von den Menschen werden, desto abhängiger werden wir von Gott.

    Paul Olaf Bodding

  27. Alles, auch das Unscheinbarste, nehmen wir in seinen Wirkungen mit hinüber in die andere Welt. Es ist ein unerbittlicher Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung in bezug auf Diesseits und Jenseits.

    Paul Olaf Bodding

  28. In einer größeren, gut geleiteten Firma ist es meist nicht so, dass einer sagen kann, das und das habe ich gemacht. In einer solchen Firma muss Zusammenarbeit sein, und einer stützt sich auf den ander …

    Robert Bosch

  29. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind in gleicher Weise von dem Schicksal ihres Unternehmens abhängig

    Robert Bosch

  30. Der Mensch gönnt seiner Gattung nichts, daher hat er die Gesetze erfunden. Darf er schon nicht, dann sollen die anderen aber auch nicht.

    Kurt Tucholsky

  31. Nur die Weisen sind im Besitz von Ideen. Die anderen Menschen sind von Ideen besessen

    Robert Southey

  32. Jede Generation trägt ihre Zukunft und ihre Geschichte unbewusst und im vorhinein in sich.

    Hippolyte Taine

  33. Die zwei stärksten und allgemeinsten Kräfte, die den Menschen beeinflussen, sind: die soziale Stellung und der Nationalcharakter.

    Hippolyte Taine

  34. Die Wurzel der großen Ereignisse ist immer ein Charakterzug des Volkes und die Geschichte geht zurück auf die Psychologie.

    Hippolyte Taine

  35. Ein Zwerg auf den Schultern des Riesen kann weiter sehen als der Riese.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  36. Zu allem Genuss sind zwei Herzen notwendig, die sich lieben

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  37. Der Mensch ist allen Gesetzen unterworfen, die in der Natur sind.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  38. Jeder Mensch ist Despot: und keiner hilft dem anderen so sehr, wenn er nicht muss, dass er ihn von sich unabhängig macht.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  39. Leben und Tod; daraus ist alles zusammengesetzt.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  40. Geschichte: Eine Mischung aus dem Erbgut der Kultur und der Erblast Politik.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  41. Die Meinung, die uns umgibt, das Urteil, welches man über den Menschen fällt, wirken unmerklich, aber bestimmend auf ihn ein, wie das Licht und die Luft, die er beständig sieht und atmet.

    Fanny Lewald

  42. Die Kunst kann nur durch die Natur, mit der Natur wuchern, ohne sie kann sie nichts.

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  43. Es ist sehr traurig bemerken zu müssen, wie uns der Egoismus allenthalben nachschleicht und uns oft da am nächsten ist, wo wir ihn am fernsten von uns glaubten.

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  44. Es bleibt immer etwas hängen am Menschen von seiner Heimat.

    Wilhelmine Heimburg

  45. Gesundheit hat ihre Wissenschaft genauso wie die Krankheit, und das alltägliche Leben sollte auf ihren Gesetzen aufgebaut werden.

    Elizabeth Blackwell

  46. Liebend unternehmen wir aneinander gleichsam Schwimmübungen am Korken, während derer wir so tun, als sei der Andere als solcher das Meer selber, das uns trägt.

    Lou Andreas-Salomé

  47. Der Mensch, der die Gewalt besaß, uns glauben und lieben zu machen, bleibt zutiefst in uns der königliche Mensch, auch noch als späterer Gegner.

    Lou Andreas-Salomé

  48. Freiheit haben ist nur das, was wir notwendig brauchen, um so sein zu können, wie wir eigentlich sein sollten.

    Rahel Varnhagen von Ense

  49. Das Herz ist die große Uhr, die auf Wohl und Wehe zeigt.

    Rahel Varnhagen von Ense

  50. Eine Lüge engagiert meistens schon zu der nächsten.

    Rahel Varnhagen von Ense

  51. Alles, was wir wissen, bezieht sich auf etwas, was wir nicht wissen

    Rahel Varnhagen von Ense

  52. Jeder Mensch wird von seiner Zeit verschwemmt, von allen, die mit ihm leben. Nur auftauchen kann das bißchen Bessere im Charakter.

    Rahel Varnhagen von Ense

  53. Weißt du, warum wir hoffen? Wir können nicht ohne Bild leben. Ohne Hoffen haben wir kein Bild in der Seele; da ist nichts.

    Rahel Varnhagen von Ense

  54. Falsche Nächstenliebe lenkt ab vom wahren Ziele

    Paula Modersohn-Becker

  55. Mangel an Geld schmiedet uns fest an die Erde, man bekommt die Flügel beschnitten, man merkt es nicht, weil die Schere ganz vorsichtig täglich nur eine Ahnung abschneidet.

    Paula Modersohn-Becker

  56. Die Tränen sind für das Herz, was das Wasser für die Fische ist.

    Gustave Flaubert

  57. Was ist es nun, das zwei Liebende so unendlich aneinander zieht? Es ist nur das: Wir fühlen immer tiefer in uns die Notwendigkeit, das Du mit dem Ich zu verbinden.

    Philipp Otto Runge

  58. Ohne Liebe ist keine Kunst und Weisheit zu finden, nur durch die Liebe können wir zur Seele des Menschen sprechen und die Kunst und jede Seelensprache verstehen, sie mag in Bild, Ton oder Wort gesproc …

    Philipp Otto Runge

  59. Denn die Ewigkeit eines Kunstwerks ist doch nur der Zusammenhang mit der Seele des Künstlers, und durch den ist es ein Bild des ewigen Ursprungs seiner Seele

    Philipp Otto Runge

  60. Tränen sind der Zoll für den Garten Gottes.

    Manfred Kyber