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Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt

Spruchbild: Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart

Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart

Bedeutung

Goethe formuliert mit lakonischer Präzision: Denken ist kein Privileg, es steht jedem offen. Aber es verlangt Anstrengung, Ausdauer und die Bereitschaft, unbequeme Schlüsse zu ziehen. Wer das meidet, lässt das Denken anderen überlassen – und ist dann auf Schlagworte, Autoritäten und fremde Meinungen angewiesen. Das ist keine elitäre Verachtung, sondern eine nüchterne Bestandsaufnahme: Bequemlichkeit und Denkvermeidung gehen oft Hand in Hand. Der Satz fordert stillschweigend heraus, es besser zu machen.

Verwendung

Als ironischer Kommentar auf mangelndes kritisches Denken geeignet, etwa in Diskussionen über Bildung, Meinungsbildung oder Schlagwortpolitik. Passend als Einstieg in Gespräche über Eigenverantwortung im Denken. In humorvoller Runde funktioniert er als Stichel; in ernsteren Kontexten als Einladung zur Reflexion.

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Über Johann Wolfgang von Goethe

Über den Autor

Dichter und Dramatiker · Deutsch · 1749 - 1832

Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) schuf mit „Die Leiden des jungen Werthers" und „Faust" zwei Werke, die die europäische Literatur dauerhaft formten.

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Goethe stammte aus einer wohlhabenden Frankfurter Familie und studierte auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaft, bevor er sich der Dichtkunst zuwandte. Ab 1775 lebte er am Hof in Weimar, wo er als Minister und Freund von Herzog Carl August politische Ämter bekleidete und 25 Jahre lang das Weimarer Hoftheater leitete. Neben der Literatur widmete er sich intensiv der Naturforschung.

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