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Bedenkt, dass er eine sehr schöne Zeit gehabt hat, und dass nichts dadurch besser wird, …

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Bedenkt, dass er eine sehr schöne Zeit gehabt hat, und dass nichts dadurch besser wird, wenn man es tausendmal hat. Nur sehr wenige Menschen sind wirklich je lebendig und die, die es sind, sterben nie; es zählt nicht, dass sie nicht mehr da sind. Niemand, den man liebt, ist jemals tot.

Bedeutung

Hemingway lenkt den Blick in der Trauer auf die gelebte Lebendigkeit eines Menschen. Entscheidend ist nicht, dass jemand unbegrenzt Zeit hatte, sondern dass seine Zeit schön, wach und wirklich gelebt war. Die Aussage widerspricht der Vorstellung, Tod lösche Liebe oder Bedeutung aus. Wer geliebt wurde und lebendig gewirkt hat, bleibt in Erinnerung gegenwärtig. Der Trost ist stark, aber anspruchsvoll: Er würdigt das Leben des Verstorbenen, ohne den Schmerz des Fehlens zu leugnen.

Verwendung

Geeignet für Nachrufe, Gedenkreden oder Kondolenztexte, wenn ein intensives, geliebtes Leben gewürdigt werden soll. Wegen der Länge eher für persönliche Schreiben als für kurze Karten mit viel Raum. Redaktioneller Hinweis: Trauerkontext sorgfältig prüfen, da die Aussage sehr direkt über Tod, Liebe und Weiterleben in Erinnerung spricht.

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Über Ernest Miller Hemingway

Über den Autor

Schriftsteller · US-Amerikanisch · 1889 - 1961

Ernest Hemingway (1899–1961) erhielt 1954 den Literaturnobelpreis und prägte mit seiner „Eisberg-Theorie" einen kargen, lapidar-modernen Prosastil.

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Hemingway war neben dem Schreiben auch Kriegsberichterstatter, Hochseefischer und Großwildjäger – Erfahrungen, die direkt in sein Werk einflossen. In den 1920er-Jahren lebte er als Europa-Korrespondent in Paris, wo er Gertrude Stein, James Joyce und F. Scott Fitzgerald begegnete. Mit Werken wie „Fiesta", „Wem die Stunde schlägt" und der Novelle „Der alte Mann und das Meer" – für die er 1953 den Pulitzer-Preis erhielt – wurde er zu einem der meistgelesenen Autoren des 20. Jahrhunderts.

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