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Wie oft wäscht nicht eine Hand die andere

Spruchbild: Wie oft wäscht nicht eine Hand die andere  und beide bleiben schmutzig.

Wie oft wäscht nicht eine Hand die andere und beide bleiben schmutzig.

Bedeutung

Joseph Unger, der österreichische Jurist und Politiker, formuliert in diesem Zitat eine bittere Beobachtung über gegenseitige Hilfe und ihren oft unzulänglichen Ergebnissen: Wie oft wäscht eine Hand die andere – und beide bleiben schmutzig. Das Sprichwort vom gegenseitigen Helfen wird hier umgekehrt: Statt Reinigung entsteht gegenseitige Kontamination. Das Zitat spielt auf Korruption und unlautere gegenseitige Gefälligkeiten an: Wer sich gegenseitig hilft, ohne moralischen Grund, macht beide schlimmer, nicht besser.

Verwendung

Passend als Unger-Zitat in Texten über Korruption, gegenseitige Gefälligkeiten und die Grenzen der Solidarität sowie für Beiträge über Recht, Moral und politische Realität. Auch geeignet als ironisches Wort in Reden über unehrliche Zusammenarbeit und die Konsequenzen moralisch fragwürdiger gegenseitiger Unterstützung.

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Über Joseph Unger

Über den Autor

Politiker · Österreichisch · 1828 - 1913

Joseph Unger (1828–1913) war Jurist, Reichsgerichtspräsident und ein Hauptvertreter der historischen Rechtsschule in Österreich.

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Er lehrte in Wien, schrieb über Privatrecht und Staatsfragen und wirkte zugleich politisch im Herrenhaus. Unger gehörte zu jener Generation, die moderne Kodifikation mit geschichtlichem Rechtsverständnis verbinden wollte. Seine Laufbahn zeigt die enge Verzahnung von Universität, Gericht und Politik in der Habsburgermonarchie.

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Quadratisches Spruchbild: Wie oft wäscht nicht eine Hand die andere  und beide bleiben schmutzig.

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