
Der Ehestand ist eine gefährliche Krankheit. Meiner Meinung nach sollte man lieber zur Flasche greifen.
Bedeutung
Marie de Sévigné, die Briefschreiberin des 17. Jahrhunderts, formuliert in diesem Zitat mit typischem Witz eine Beobachtung über den Ehestand: Er sei eine gefährliche Krankheit – aber in ihrer Meinung sei die Einsamkeit noch gefährlicher. Das ist eine doppelte Ironie: Sie zweifelt an der Ehe, zweifelt aber auch an der Alternative. Sévigné, die selbst früh verwitwete und ein selbstständiges Leben führte, betrachtete Ehe und Einsamkeit mit gleicher Skepsis und entlarvt beide als problematisch.
Verwendung
Passend als Sévigné-Zitat in humorvollen und ironischen Texten über Ehe, Einsamkeit und die Schwierigkeit beider Optionen sowie für Beiträge über besondere Anlässe und das gesellige Leben des 17. Jahrhunderts. Auch geeignet als augenzwinkerndes Wort in Reden über Ehe, Freiheit und die Wahl des kleineren Übels.
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Über Marie Marquise de Sévigné
Über den Autor
Schriftsteller · Französisch · 1626 - 1696
Madame de Sévigné (1626–1696) schrieb Briefe an ihre Tochter, die zu Haupttexten der französischen Briefkultur wurden.
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Die adlige Witwe lebte zwischen Paris und der Bretagne und beobachtete Hof, Stadtleben und Familienbeziehungen mit großer sprachlicher Eleganz. Ihre Briefe waren nicht für den Druck bestimmt, wurden aber später zu Klassikern. Sie verbinden Witz, Nähe, gesellschaftliche Beobachtung und Stilgefühl in seltener Dichte.

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