
...und am Ende meiner Reise hält der Ewige die Hände und er winkt und lächelt leise - und die Reise ist zu Ende.
Bedeutung
Matthias Claudius beschreibt den Tod als Ende einer Reise, an dem der Ewige die Hände hält. Das Bild ist ruhig und religiös: Nicht ein Abbruch steht im Vordergrund, sondern ein empfangender Gott, der winkt und lächelt. Der Spruch kann Trost geben, weil er Sterben als Heimkommen deutet. Gerade diese Gewissheit setzt jedoch voraus, dass der christliche oder spirituelle Rahmen angenommen wird. Der leise Ton verhindert, dass der Abschied triumphierend oder belehrend wirkt.
Verwendung
Der Spruch eignet sich für Trauerkarten, Gedenkseiten und Abschiedsreden, wenn religiöse Hoffnung ausdrücklich zum Verstorbenen oder zu den Angehörigen passt. Er wirkt besonders bei Menschen, deren Glauben den Gedanken einer letzten Reise trägt. Eine schlichte Gestaltung hilft, den religiösen Trost nicht zu überladen. Der Vers deutet den Tod klar religiös und sollte nur in sensiblen, gläubig geprägten Trauerkontexten verwendet werden.
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Über Matthias Claudius
Über den Autor
Dichter und Lyriker · Deutsch · 1740 - 1815
Matthias Claudius (1740–1815) war ein deutscher Dichter und Journalist, der unter dem Pseudonym Asmus volksliedhafte, intensiv empfundene Lyrik schrieb.
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Geboren in Reinfeld (Holstein), wirkte Claudius als Journalist und Herausgeber des „Wandsbecker Bothen", in dem viele seiner Gedichte erschienen. Sein bekanntestes Werk „Der Mond ist aufgegangen" wurde zum geistlichen Volkslied. Er starb am 21. Januar 1815 in Hamburg.
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