
Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.
Bedeutung
Mark Twain formuliert mit bissiger Ironie eine provokante und humorvolle These über das eigentliche Wesen von Erziehung: Nicht die Kinder werden durch Erziehung geformt und bereichert, sondern die Erwachsenen schützen sich selbst vor dem Unberechenbaren, dem Spontanen und dem Bedrohlichen der Jugend. Erziehung erscheint hier als gesellschaftliches Kontrollinstrument, das Unbequemes und Wildes zähmt. Das Zitat entlarvt den Erziehungsanspruch als das unbewusste Machtbedürfnis der etablierten Generation.
Verwendung
Geeignet für humorvolle oder kritisch-analytische Texte über Bildung, Erziehung und das ambivalente Verhältnis der Generationen. Passt zu Essays, Kolumnen oder Elternratgebern mit Augenzwinkern sowie als Gesprächseinstieg bei Vorträgen über Pädagogik, Schule und gesellschaftliche Wertevermittlung. Eine scharfe Beobachtung mit Tiefgang.
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Über Mark Twain
Über den Autor
Schriftsteller · US-Amerikanisch · 1835 - 1910
Mark Twain (1835–1910) schuf mit Tom Sawyer und Huckleberry Finn zwei der bekanntesten Figuren der amerikanischen Literatur und entlarvte in seinen Werken Rassismus und gesellschaftliche Heuchelei.
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Twain, bürgerlich Samuel Langhorne Clemens, gilt als Meister des amerikanischen Realismus. Seine humoristischen Erzählungen zeichnen sich durch Lokalkolorit und präzise Beobachtungen sozialen Verhaltens aus. Mit scharfzüngiger Gesellschaftskritik durchleuchtet er die Widersprüche und die Verlogenheit der amerikanischen Verhältnisse seiner Zeit.
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