
Säu sind Säu und bleiben Säu.
Bedeutung
Dieses derbe, aber pointierte deutsche Sprichwort formuliert eine Aussage über Unveränderlichkeit des Charakters: Wer von Natur oder Herkunft grob, ungehobelt oder vulgär ist, bleibt es – egal was man tut. Das Sprichwort gehört zur volkshumristischen Tradition, die soziale Realitäten ohne Beschönigung benennt. Es enthält eine pessimistische Anthropologie: Erziehung und Anpassung stoßen an Grenzen, wenn der Grundcharakter feststehend ist. Gleichzeitig enthält es auch eine nüchterne Akzeptanz: Nicht jeder ist bildbar, nicht jeder wird sich ändern.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen sowie Texte über Charakter, Unveränderlichkeit und soziale Realitäten. Auch geeignet als derbes, einprägsames Volkszitat in Beiträgen über Erziehung, Charakter und die Grenzen menschlicher Veränderbarkeit. Für volkskundliche Sammlungen oder Texte über menschlichen Charakter bietet dieses Sprichwort einen einprägsamen Beitrag über die Grenzen von Erziehung und Veränderung.
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