
Es ist bös, arbeiten und Wasser trinken.
Bedeutung
Das Sprichwort bringt auf knappe Weise eine doppelte Entbehrung zum Ausdruck: schwer zu arbeiten und dabei nicht einmal das Nötigste als Trost oder Lohn zu haben. Wasser steht für das Ärmlichste – im Gegensatz zu Bier oder Wein, die in vergangenen Epochen als selbstverständlicher Arbeitslohn oder Trost galten. Es beschreibt eine bittere soziale Realität, bei der Fleiß nicht belohnt wird und Armut trotz größter Anstrengung anhält und fortwährt.
Verwendung
Gut geeignet für historische Texte über Armut, soziale Ungerechtigkeit und die harten Lebensbedingungen vergangener Jahrhunderte. Passt in volkskundliche Sammlungen, Sozialgeschichte und nachdenkliche Reflexionen über Arbeitswürde, Mindestlohn und gerechte Entlohnung. Auch als pointierter Gesprächsimpuls über faire Bezahlung, soziale Absicherung und die Anerkennung von Arbeitsleistung nutzbar.
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