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"Wer andern eine Grube gräbt" -

Spruchbild: "Wer andern eine Grube gräbt" - dies Wort mag trefflich sein! Doch: Wer sie aus der Grube  …

"Wer andern eine Grube gräbt" - dies Wort mag trefflich sein! Doch: Wer sie aus der Grube hebt, auch der fällt meist hinein.

Bedeutung

Ernst von Feuchtersleben greift in diesem Poesiealbum-Vers das bekannte Sprichwort 'Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein' auf und dreht es humorvoll um: Auch wer einen anderen aus der Grube hebt, fällt meist hinein. Das klingt pessimistisch, meint aber etwas Tiefgründigeres: Wer sich ungebeten in die Probleme anderer einmischt, riskiert selbst Schaden zu nehmen. Der Vers ist keine Mahnung zur Herzlosigkeit, sondern eine nachdenkliche Beobachtung über die unintendierte Eigengefährdung beim Helfen. Feuchtersleben, österreichischer Arzt und Schriftsteller, ist für seine epigrammatischen, klugen Beobachtungen über das menschliche Leben bekannt.

Verwendung

Passend als nachdenkliches Zitat in Texten über Hilfsbereitschaft, ihre Grenzen und unerwartete Konsequenzen. Auch geeignet als Vers in Poesiealben oder als geflügeltes Wort in Reden über soziale Verantwortung, das Risiko des Engagements und die paradoxen Seiten des Helfens. Für volkskundliche Sammlungen oder Texte über die Grenzen des Helfens bietet dieser Vers einen nachdenklichen, literarisch ansprechenden Beitrag.

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Über Ernst von Feuchtersleben

Über den Autor

Philosoph · Österreichisch · 1806 - 1849

Ernst von Feuchtersleben (1806–1849) war ein Wiener Arzt, Lyriker und Essayist, dem fälschlicherweise die Einführung des Begriffs „Psychose" in die medizinische Literatur zugeschrieben wurde.

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