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Es saufen tausend sich zu Tod

Spruchbild: Es saufen tausend sich zu Tod, eh einer stirbt an Durstes Not.

Es saufen tausend sich zu Tod, eh einer stirbt an Durstes Not.

Bedeutung

Freidank stellt maßlosen Alkoholkonsum der echten Not gegenüber. Viele trinken sich zugrunde, während kaum jemand an Durst stirbt: Der Reim arbeitet mit Übertreibung, aber auch mit sozialer Schärfe. Er kritisiert Verschwendung, Sucht und Selbstzerstörung, ohne medizinisch fein zu unterscheiden. Der harte Ton gehört zur alten Spruchform, macht den Satz heute aber schwierig. Er kann als Warnung vor Maßlosigkeit verstanden werden, wirkt jedoch wegen Tod, Trinken und Spott schnell derb.

Verwendung

In historischen Sammlungen, satirischen Texten über Maßlosigkeit oder Diskussionen über alte Trinkmoral kann der Spruch funktionieren. Für Genesungswünsche, Suchtkontexte, Trauerfälle oder allgemeine automatische Ausspielung ist er zu grob, weil er Alkoholtod reimhaft zuspitzt und menschliches Leid sehr hart behandelt. Hinweis: Der Spruch ist derber historischer Moralhumor und sollte nicht unkommentiert in sensiblen Gesundheits- oder Trauerzusammenhängen erscheinen.

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Über Bernhard Freidank

Über den Autor

Dichter · Deutsch · 1190 - 1233

Freidank (um 1190–1233) war ein fahrender Kleriker ohne höhere Weihen aus Schwaben oder dem Elsass, der 1228/29 am Kreuzzug Friedrichs II. teilnahm.

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Freidank, auch Vrîdanc oder Vrîgedanc genannt, starb vermutlich 1233 im bayerischen Kaisheim, wo die Kaisheimer Annalen sein Todesjahr überliefern. 1465 berichtete der Humanist Hartmann Schedel, in Treviso ein Grabmal mit Grabschrift eines „Freydanck" gesehen zu haben.

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Quadratisches Spruchbild: Es saufen tausend sich zu Tod, eh einer stirbt an Durstes Not.

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