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Der Schwache kann nicht verzeihen

Spruchbild: Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.

Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.

Bedeutung

Gandhi deutet Verzeihen als Zeichen von Stärke, nicht von Nachgiebigkeit. Wer schwach ist, bleibt leichter im Groll gefangen, weil Kränkung und Rachegefühle ihn bestimmen. Verzeihen verlangt dagegen innere Freiheit: Man muss nicht vergessen, gutheißen oder sich erneut verletzen lassen – aber man löst sich aus der Gefangenschaft alter Wunden. Der Satz dreht die übliche Assoziation um: Vergeben ist kein Zeichen von Unterwerfung, sondern von Überlegenheit.

Verwendung

Passend für Versöhnung, Seelsorge, Mediation oder persönliche Reflexion nach einer Kränkung. Bei sehr schweren Verletzungen sollte er behutsam eingesetzt werden, damit Verzeihen nicht als Pflicht oder Zumutung wirkt. Eingesetzt als Eröffnung in Mediationsgesprächen oder Versöhnungsschreiben, gibt er dem Gespräch eine ethische Rahmung ohne Vorwurf.

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Über Mahatma Gandhi

Über den Autor

1869 - 1948

Mahatma Gandhi (1869–1948) war der geistige Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, der gewaltlosen Widerstand und zivilen Ungehorsam als politische Kampfmittel etablierte.

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Gandhi entwickelte seine Methoden des gewaltlosen politischen Kampfes zunächst in Südafrika, wo er sich für die Gleichberechtigung der Inder einsetzte. Nach seiner Rückkehr nach Indien 1915 führte er den Widerstand gegen die britische Kolonialherrschaft an, die 1947 endete. Er setzte sich für die Menschenrechte der Unberührbaren (Dalit) ein und trat für einen säkularen Staat ein, in dem Hindus und Muslime friedlich koexistieren sollten.

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