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So sind viele:

Spruchbild: So sind viele:  Den Glücklichen hassen sie,  und den Unglücklichen verachten sie

So sind viele: Den Glücklichen hassen sie, und den Unglücklichen verachten sie

Bedeutung

Otto Weiss beschreibt eine harte, misanthropische Beobachtung: Manche hassen die Glücklichen und verachten die Unglücklichen. Der Satz zeigt eine doppelte Lieblosigkeit. Glück löst Neid oder Hass aus, Unglück nicht Mitgefühl, sondern Herabsetzung. Dadurch kritisiert der Spruch einen Charakter, der weder Freude teilen noch Leid achten kann. Er ist bitter, aber treffend für Situationen, in denen Menschen andere immer abwerten, egal ob es ihnen gut oder schlecht geht.

Verwendung

Das Zitat passt zu literarischen Charakterstudien, sozialen Kommentaren oder Reflexionen über Neid, Hartherzigkeit und Verachtung. Es ist zu düster für Glückwünsche, kann aber in kritischen Texten über missgünstige oder kalte Gesellschaftsbilder stark wirken, etwa in Essays, Porträts oder Kolumnen.

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Über Otto Weiss

Über den Autor

1849 - 1915

Otto Weiss (1849–1915) ist vor allem durch pointierte Sinnsprüche und Lebensbeobachtungen greifbar. Seine Texte betrachten Kränkungen, Glückwünsche, Selbsttäuschung und menschliche Vorsicht mit einer Mischung aus Skepsis und trockenem Witz. Darin geht es häufig um die kleinen empfindlichen Stellen des Menschen: verletzte Ehre, Angst vor unbequemer Wahrheit, soziale Höflichkeit und die verborgenen Motive hinter scheinbar einfachen Gesten.

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Zu Otto Weiss (1849–1915) liegen nur begrenzte gesicherte biografische Angaben vor; seine Wirkung erschließt sich vor allem über die zugeschriebenen Aphorismen. Darin geht es häufig um die kleinen empfindlichen Stellen des Menschen: verletzte Ehre, Angst vor unbequemer Wahrheit, soziale Höflichkeit und die verborgenen Motive hinter scheinbar einfachen Gesten. Weiss schreibt knapp und beobachtend, ohne die Pointe zu laut zu setzen. Seine Sprüche behalten ihren Reiz, weil sie alltägliche Erfahrungen nicht vergrößern, sondern präzise zuspitzen. Sie gehören zu jener aphoristischen Tradition, in der Menschenkenntnis wichtiger ist als biografische Selbstdarstellung.

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