
Du weißt es, die Religionen sind wie die Leuchtwürmer: Um zu leuchten, bedürfen sie der Dunkelheit.
Bedeutung
Schopenhauer vergleicht Religionen mit Leuchtwürmern, die erst in der Dunkelheit sichtbar werden. Die Pointe lautet, dass Religion ihre Wirkung besonders dort entfaltet, wo Unwissenheit, Angst oder geistige Dunkelheit herrschen. Das ist eine scharfe religionskritische Aussage, die Glauben stark abwertend deutet. Sie kann philosophisch als Kritik an Aufklärungsmangel gelesen werden, sollte aber nicht neutral als allgemeine Weisheit erscheinen, weil sie religiöse Überzeugungen pauschal herabsetzt und bewusst provoziert im Tonfall deutlich sichtbar.
Verwendung
Geeignet höchstens für philosophische, religionskritische oder historische Kontexte zu Schopenhauer, Aufklärung und Glaubenskritik. Für Trost, interreligiöse Texte oder allgemeine Hoffnungsseiten ist der Spruch ungeeignet, weil er Religion als abhängig von Dunkelheit beschreibt. Redaktioneller Hinweis: Nur mit Kontext und Quellenbezug verwenden. Religiöse Leserinnen und Leser können die Aussage als abwertend empfinden.
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Über Arthur Schopenhauer
Über den Autor
Philosoph · Deutsch · 1788 - 1816
Arthur Schopenhauer (1788–1860) entwarf eine Philosophie des subjektiven Idealismus, die Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik auf einem irrationalen Weltprinzip gründet.
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Schopenhauer verstand sich als Vollender Immanuel Kants und baute seine Lehre zugleich auf der Ideenlehre Platons sowie indischen Philosophien auf. Er gehörte zu den ersten deutschsprachigen Philosophen, die ein irrationales Prinzip als Grundlage der Welt vertraten. Seine Werke beeinflussten u. a. Nietzsche, Freud und Wagner nachhaltig.

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