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Es gibt Leute, die so sehr Feind ihrer selbst sind

Spruchbild: Es gibt Leute, die so sehr Feind ihrer selbst sind,  dass sie lieber ein Unglück haben, da …

Es gibt Leute, die so sehr Feind ihrer selbst sind, dass sie lieber ein Unglück haben, das sie haben kommen sehen: weil sie es vorausgesehen haben, als den Genuss eines Glücks, auf das sie nicht gefasst waren.

Bedeutung

Der Spruch beschreibt eine paradoxe Form von Selbstsabotage. Manche Menschen halten am erwarteten Unglück fest, weil es ihre eigene Voraussage bestätigt und dadurch Sicherheit gibt. Ein unverhofftes Glück wäre dagegen offen, überraschend und schwer kontrollierbar. Die Aussage kritisiert Pessimismus, der lieber recht behalten will, als Freude zuzulassen. Sie zeigt, wie stark Menschen an vertrauten Deutungen hängen können, selbst wenn diese ihnen schaden und ein gutes Ereignis innerlich kleiner machen als nötig.

Verwendung

Passend für psychologische Reflexionen, Texte über Pessimismus, Selbstbild oder den Umgang mit Glück. Der Spruch eignet sich, wenn jemand erklärt, warum Veränderung manchmal mehr Angst macht als ein bekanntes Problem. In Beratung oder Essayform sollte er behutsam eingesetzt werden, ohne Betroffene zu beschämen oder zu vereindeutigen.

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Über Charles Joseph Fürst von Ligne

Über den Autor

1735 - 1815

Charles Joseph Fürst von Ligne (1735–1815) war ein belgisch-österreichischer Feldmarschall, Schriftsteller und Gesellschaftslöwe, der als geistvollster Europäer seiner Zeit galt.

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Er entstammte einem der ältesten belgischen Adelsgeschlechter und diente sowohl Kaiser Joseph II. als auch Katharina der Großen als Militär und Diplomat. Sein Wiener Salon machte ihn zum Mittelpunkt des Kongresses von Wien, wo das geflügelte Wort entstand: „Der Kongress tanzt, aber er kommt nicht vorwärts." Als Autor hinterließ er umfangreiche Memoiren und Briefe.

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