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Wo die Zeit nie hinkam

Spruchbild: Wo die Zeit nie hinkam,  wo hinein nie ein Bild leuchtete,  in dem Innigsten und Höchsten  …

Wo die Zeit nie hinkam, wo hinein nie ein Bild leuchtete, in dem Innigsten und Höchsten der Seele schafft Gott seine Welt.

Bedeutung

Eckhart von Hochheim beschreibt einen innersten Bereich der Seele, der jenseits von Zeit, Bildern und äußerer Erfahrung liegt. Dort, wo keine gewöhnliche Vorstellung mehr hinreicht, wird Gottes schöpferische Gegenwart gedacht. Der Satz gehört in eine mystische Tradition: Das Tiefste im Menschen ist nicht leer, sondern Ort einer göttlichen Wirklichkeit. Gemeint ist kein einfacher Trost, sondern eine radikale Verinnerlichung des Glaubens. Die Seele erscheint als Raum, in dem Welt und Gott neu zusammenkommen.

Verwendung

Passend für theologische Texte, Meditationen, Exerzitien, Predigtvorbereitung oder Beiträge über Mystik und Seele. Der Spruch sollte in klar religiösen Zusammenhängen stehen, weil er eine starke Gottesvorstellung voraussetzt. Redaktioneller Hinweis: religiös sensible Aussage, bitte nicht in säkularen Trauer-, Bildungs- oder Lebenshilfe-Kontexten automatisch ausspielen, sondern redaktionell prüfen.

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Über Eckhart von Hochheim

Über den Autor

Philosoph · 1260 - 1328

Meister Eckhart (um 1260–1328) war ein dominikanischer Theologe, der mit der Lehre vom göttlichen, ungeschaffenen „Seelengrund" einen Inquisitionsprozess gegen sich auslöste.

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Als Jugendlicher trat Eckhart den Dominikanern bei und bekleidete dort hohe Ämter. Seine auf Latein und Deutsch gehaltenen Predigten prägten die deutsche philosophische Fachsprache mit. 1325 von zwei Ordensbrüdern der Häresie angeklagt, starb er vor dem Abschluss des Prozesses, vermutlich in Avignon.

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