
Es ist nicht das Wissen, sondern das Lernen, nicht das Besitzen, sondern das Erwerben, nicht das Dasein, sondern das Hinkommen, was den größten Genuß gewährt.
Bedeutung
Gauß – einer der größten Mathematiker – beschreibt, wo Freude wirklich entsteht: nicht im Endresultat, sondern im Weg dorthin. Das Lernen, nicht das Wissen; das Erwerben, nicht der Besitz; das Hinkommen, nicht das Dasein – das sind die Quellen des Genusses. Das ist eine Aussage über den Wert des Prozesses gegenüber dem Ergebnis. Der Satz zielt auf Lernen, Arbeit oder Können als praktische Erfahrung. Er wirkt nicht durch abstrakte Belehrung, sondern dadurch, dass er eine konkrete Haltung zu Fehlern, Leistung oder Wissen verlangt.
Verwendung
Als Argument für den Weg als Ziel. Passend in Bildungs- und Karrieregesprächen, als Einladung, Lernen um seiner selbst willen zu genießen, oder als Motivation für Menschen, die zu sehr auf Endergebnisse fixiert sind. Gut geeignet ist er für Schule, Beruf, Prüfungen, Coaching oder Lernprozesse. Er passt besonders, wenn eine konkrete Aufgabe, ein Fehler oder ein nächster Schritt benannt wird.
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Über Carl Friedrich Gauß
Über den Autor
Deutsch · 1777 - 1855
Carl Friedrich Gauß (1777–1855) bewies das quadratische Reziprozitätsgesetz und leitete die Sternwarte Göttingen.
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Schon als Kind fiel er durch außergewöhnliche Rechenkunst auf und wurde vom Herzog von Braunschweig gefördert. In der Astronomie half er bei der Bahnbestimmung des Zwergplaneten Ceres, in der Geodäsie bei der Landesvermessung Hannovers. Mit Wilhelm Weber arbeitete er zudem an frühen elektromagnetischen Messverfahren.
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